Jäger in Tirol tötet "versehentlich" einen Steinadler

  •  Ein von einem Tiroler Jäger "versehentlich" erlegter Steinadler sorgt im Ötztal für Aufsehen.
    foto: apa/bernhard kriner

    Ein von einem Tiroler Jäger "versehentlich" erlegter Steinadler sorgt im Ötztal für Aufsehen.

Der Mann leugnete zunächst, auf das Tier geschossen zu haben und sprach später von einem Querschläger - Mehrere tausend Euro Strafe möglich

Innsbruck - Ein von einem Tiroler Jäger "versehentlich" erlegter Steinadler sorgt im Ötztal für Aufsehen. Ein Bergführer, der vergangenen Mittwoch mit einer deutschen Wandergruppe bei Vent unterwegs gewesen war, hatte den Vorfall beobachtet. Seinen Angaben gegenüber "ORF Radio Tirol" nach sei das auf einem Felsvorsprung sitzende Tier nach einem Schuss tot runtergefallen.

Zuvor habe der Steinadler noch Kreise über der Gruppe gezogen. Nach dem Vorfall seien zwei Jäger beobachtet worden, als sie ein Gewehr in einem Auto verstauten, schilderte der Bergführer. Er sei auf die Männer zugegangen und habe sie darauf angesprochen. Nachdem sich die Jäger aber so verhielten als hätten sie nichts mit der Sache zu tun, verständigte er die Polizei.

Jäger spricht von Querschläger

Gegenüber den Beamten habe der Schütze angegeben, das Fiepen eines am Boden liegenden Rehkitzes gehört zu haben. Um das Jungtier zu schützen, habe er den Steinadler mit einem Schuss vertreiben wollen. Seiner Aussage nach sei es nicht beabsichtigt gewesen, den Greifvogel zu treffen. Vielmehr sei die Kugel am Felsen neben dem sitzenden Adler abgeprallt, weshalb dieser vom Querschläger getötet worden sei.

Um die Schuldfrage zu klären, werde sowohl bei der Staatsanwaltschaft und bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige erstattet. Sollte der Jäger das Tier bewusst erlegt haben, müsse er laut ORF mit einer Geldstrafe von mehreren tausend Euro und den Verlust der Jagdkarte rechnen. (APA, 19.6.2012)

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ups

gewehr nehmen -> auf seinen schädel hauen -> sagen man habe tiere gehört und wollte sie vor ihm schützen. ......und die jagdkarte verbrennen.

der schuss des jahrtausends

Heiß das, dass

die Qualität der Tiroler Tageszeitung nun wieder sinkt?

Vielleicht läuft dieser Jäger ja "versehentlich" gegen eine zufällig aufgehende Tür? Dann könnte man das Fiepen eines ang'rennten Jägers vernehmen...

Muss ein super Billard-Spieler sein,

einen Adler mit einem gezielten Querschläger zu treffen ist sicher nicht so einfach.

"Mehrere tausend Euro Strafe möglich"

wir warten.

Trophäe

nun kann auch er sich endlich einen Steinadler ausstopfen lassen!
Für die Jäger sind Raubtiere (Raubzeug) Konkurrenz im Revier also gehören sie vernichtet.
legal bei Hund und Katze.
Graubereich Steinadler...Querschläger? Ha,Ha...

der Jäger ist nicht zufällig ein einflußreicher Landespolitiker? Die Begründung klingt nach langjähriger politscher Erfahrung.

Bei der Begründung des Jägers bleibt einem echt das Hirn stecken!!!

Um ein Reh zu schützen, dass, sobald es dann gross genug ist, von ihm erschossen zu werden....!

Eben! Das ist "sein" Reh und der Adler ist ein Konkurrent.

Um das Jungtier zu schützen, habe er den Steinadler mit einem Schuss vertreiben wollen

wer soll denn dieses gschichtl glauben??

abgesehen davon halte ich es für etwas fragwürdig ein streng geschütztes tier bei der jagt zu stören.

hoffentlich muss der seinen schein abgeben und kriegt ihn nie wieder!!

Schade dass der Adler nicht...

schießen konnte. Solche schießwütigen Jäger wären ja eine nicht unbedingt schützenswerte Spezies.

die Strafe des Grossen Geistes ist dem unersättlichen Jäger sicher

Wer einen Adler tötet, wird keine Ruhe in den Ewigen Jagdgründen finden

Howgh

Treffen sich zwei Jäger - beide tot.

Das war schon als Kind mein Lieblingswitz. Unnötiges Pack!!!

naja,den tod darf man einem menschen nicht wünschen.widerliches gsindl sind sie schon,aber versehentlich ins bein geschossen mit 2 promille tät schon reichen

"Mehrere tausend Euro Strafe möglich" - keine Strafe wahrscheinlich

klingt sehr nach "sich-lediglich-nach-der-seife-gebückt-haben-story"....

gibt es zwei möglichkeiten für solche vollidioten:

sie können auf schussweite und mit fernglas einen geschützten steinadler von einem ungeschützten greifvogel nicht unterscheiden -> jagdschein entziehen und nachschulung

sie schiessen (noch dazu in tirol) bewußt auf einen streng geschützten steinadler -> hohe geldstrafe, öffentliche nennung der namen und jagschein lebenslänglich entziehen

...gibt es eigentlich einen ungeschützten Greifvogel?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Österreich einen Greifvogel gibt, welcher bejagt werden darf. Somit hat sich die Frage der Verwechslung hiermit erledigt.

Diese "Jäger" sind einfach m.E. Lügner und miese Tier-Mörder und ich hoffe sie können für ihre Mordlust Länge mal Breite teuer bezahlen!

Die Naturschützer tun alles, investieren viel Geld, um ausgerottete Tierarten wieder heimisch zu machen und diese Jäger-Mörder knallen die Tiere dann zum persönlichen Gaudium ab. Einfach widerwärtige Menschen!

Ich bin überzeugt, wäre es erlaubt bzw. wären sich solche Leute sicher nicht erwischt und bestraft zu werden, würden sie zur Gaudi und aus Blutgier auch auf Menschen schießen! Hauptsache, sie fühlen sich allmächtig!

träum weiter in den Sternen!
der naturschutz, der öffentliche naturschutz dient einzig und allein der tatsache, dass der schutz der natur auf bestimmte gebiete beschränkt wird und auf der restfläche alles möglich ist. was glaubst wie viel geld jäger in die schaffung und den schutz von wildtierlebensraum stecken? mehr als nur viel! und, da sie interesse am jagdwild haben investieren sie da erst recht - jeder seinen finanziellen grenzen entsprechend.
trotzdem, dem in den vorfall verwickelten jäger sollte der jagdschein entzogen werden, entsprechend der höchststrafe im jagdgesetz! 99% der jäger denken so!

Der arme Jäger! Der muss ja echt arg unter seinen einschränkenden Behinderungen leiden, dass er nur noch die Schießbewegung machen kann und nicht mal mehr seine Jacke ausziehen und schwenken oder schreien oder so. So ein Armer!

Das Rehkitz war übrigens taub bzw. stark schwerhörig, es hätte daher durch den Schuss auch gar keinen Schreck gekriegt und wäre nicht weggerannt.

Und der böse seltene Vogel hätte sich auch noch von Reh und nicht von Gras ernähren wollen vermutlich. Das muss verhindert werden! Welches Recht hat der denn auf Essen!

Der heldenhafte Jäger will ein Rehkitz retten, das er sowieso in einigen Monaten/Jahren erschießen will. Zufällig trifft er versehentlich den Adler. Der halt irgendwo sitzt. Aha.

Sachen gibts, die gibts gar nicht.

blöder Witz

Major Kottan muss zu einer Unfallstelle. Ein Jäger hat einen Jogger auf offenem Feld erschossen.
Major Kottan:" Wie konnten Sie den Jogger für einen Rehbock halten? Er lief bei Tageslicht auf offener Flur!"
Der Jäger" Jo I hob ins Zülfernroar g'schaut und do hob i auf seim T-Shört g'lesen:"Reebok""

Auszug aus dem Jagdgesetz

[Strafgesetzbuch
§ 292 StGB Jagdwilderei
(1) Wer unter Verletzung fremden Jagdrechts oder Jagdausübungsrechts

1. dem Wild nachstellt, es fängt, erlegt oder sich oder einem Dritten zueignet oder
2. eine Sache, die dem Jagdrecht unterliegt, sich oder einem Dritten zueignet, beschädigt oder zerstört,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.]

Warum wird totgeschwiegen, dass der Typ auch 3 Jahre in den Hefn (was ich ihm gönne) gehen könnte??? In besonders schweren Fällen (Mittäter, besonders brutal, etc.) sogar 3-5 Jahre.

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