Kapfenberg und Bruck sollen eine Stadt werden

  • Bruck und Kapfenberg wollen künftig gemeinsame Wege gehen.
    foto: dpa/stephan jansen

    Bruck und Kapfenberg wollen künftig gemeinsame Wege gehen.

SPÖ sagt Ja zu verbindlicher Volksbefragung vor Fusion - 2015 soll neuer Bürgermeister gewählt werden

Bruck/Kapfenberg - Die obersteirischen Städte Bruck an der Mur und Kapfenberg streben ihre Vereinigung an. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag erklärten die Kapfenberger Bürgermeisterin Brigitte Schwarz und der Brucker Bürgermeister Bernd Rosenberger (beide SPÖ) Motivation und Ziele für eine Fusion. Beide wollen zuerst in ihrem jeweiligen Gemeinderat das Vorhaben zur Abstimmung bringen. Bei der Pressekonferenz präsentierte man eine gemeinsame Präambel.

In Kapfenberg gab es noch am selben Abend eine Gemeinderatssitzung. Obwohl die SPÖ in beiden Städten die Mehrheit habe, wolle man "auch alle anderen einladen, diesen Weg mit uns zu gehen", sagte Schwarz zum STANDARD. Man wolle "die demografische Entwicklung stoppen und den Lebensstandard, den wir haben, erhalten", führte Schwarz aus. Die ÖVP des Bezirks Bruck dürfte jedenfalls mit an Bord sein.

Man habe noch "atmosphärische Schritte und einen längeren Prozess auf der Verwaltungsebene" vor sich. Bis Jänner 2015 sollen beide Gemeinderäte aufgelöst und im März 2015 ein neuer Stadtchef gewählt werden. Wie die künftig zweitgrößte Stadt der Steiermark (mit 38.000 Einwohnern) heißen soll, wisse man noch nicht. Man peile längerfristig eine Bevölkerungszahl von 50.000 an. Auf Landesebene plant man, weitere Gemeinden der Region, etwa St. Marein, St. Lorenzen und Parschlug, zusammenzulegen. Kritik kam von den Grünen, die "rote Gigantonomie" sehen, und der KPÖ, die "tiefe Einschnitte in die Lebensqualität der Menschen" fürchtet. Beide sowie die FPÖ fordern eine Volksbefragung. Eine solche sagten Schwarz und Rosenberger verbindlich zu. (cms, DER STANDARD, 20.6.2012)

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