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Bruck und Kapfenberg wollen künftig gemeinsame Wege gehen.
Bruck/Kapfenberg - Die obersteirischen Städte Bruck an der Mur und Kapfenberg streben ihre Vereinigung an. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag erklärten die Kapfenberger Bürgermeisterin Brigitte Schwarz und der Brucker Bürgermeister Bernd Rosenberger (beide SPÖ) Motivation und Ziele für eine Fusion. Beide wollen zuerst in ihrem jeweiligen Gemeinderat das Vorhaben zur Abstimmung bringen. Bei der Pressekonferenz präsentierte man eine gemeinsame Präambel.
In Kapfenberg gab es noch am selben Abend eine Gemeinderatssitzung. Obwohl die SPÖ in beiden Städten die Mehrheit habe, wolle man "auch alle anderen einladen, diesen Weg mit uns zu gehen", sagte Schwarz zum STANDARD. Man wolle "die demografische Entwicklung stoppen und den Lebensstandard, den wir haben, erhalten", führte Schwarz aus. Die ÖVP des Bezirks Bruck dürfte jedenfalls mit an Bord sein.
Man habe noch "atmosphärische Schritte und einen längeren Prozess auf der Verwaltungsebene" vor sich. Bis Jänner 2015 sollen beide Gemeinderäte aufgelöst und im März 2015 ein neuer Stadtchef gewählt werden. Wie die künftig zweitgrößte Stadt der Steiermark (mit 38.000 Einwohnern) heißen soll, wisse man noch nicht. Man peile längerfristig eine Bevölkerungszahl von 50.000 an. Auf Landesebene plant man, weitere Gemeinden der Region, etwa St. Marein, St. Lorenzen und Parschlug, zusammenzulegen. Kritik kam von den Grünen, die "rote Gigantonomie" sehen, und der KPÖ, die "tiefe Einschnitte in die Lebensqualität der Menschen" fürchtet. Beide sowie die FPÖ fordern eine Volksbefragung. Eine solche sagten Schwarz und Rosenberger verbindlich zu. (cms, DER STANDARD, 20.6.2012)
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Die Zusammenlegung von Gemeinden über 10000 Einwohnern bringt so gut wie keine finanziellen Vorteile für die Bürger. Derartige Fusionen scheitern in der Realtität ebenso wie die meisten Firmenfusionen, bei denen die Kosteneinspareffekte weit überschätzt, die Kosten der Fusion weit unterschätzt werden.
Mit der Fusion wird aber ein faktischer Demokratieabbau betrieben. In Städten mit so hoher Einwohnerzahl sind die Gemeindepolitiker den meisten Menschen kaum noch persönlich bekannt, mit der Folge von zunehmender Fetternwirtschaft, Populismusgefahr,...
Das Scheitern der Gemeindepolitik in Städten dieser Größenordnung kann man derzeit etwa in Wels, Wiener Neustadt, Steyr und Villach live beobachten.
Wären da nicht die knapp 13.Mio mehr aus dem Finanzausgleich aufgrund dessen Logik und die Tatsache, dass in allen Umlandgemeinden außer SPÖ und ÖVP dann auch andere Fraktionen zur Wahl stünden (bzw. gibts auch in Kapfenberg derzeit keine Grünen) hätten sie mit Argumentation recht.
Ist aber so und damit liegen sie völlig daneben.
die beiden städte sind negativbeispielé für sinnlose zersiedelung zugunsten autofahrender faul- und blödheit. die brucker innenstadt - historisch ja nicht ganz schirch - ist nahezu menschenleer, die straße nach kapfenberg gesäumt vom irrsinn stadtplanerischer blödheiten. da helfen ein neues orstschild und eine zusammenlegung der verwaltung allein nix, um ein vollmundig formuliertes "gegengewicht" zu graz zu werden. in der region gilt halt ein kreisverkehr immer noch mehr als ein lebendiger stadtkern.
auch ist es nicht klar was das "gegengewicht" zu graz denn bringen soll
widerspricht das nicht genau dem grundgedanken, der verschlankung der verwaltung, wenn man neue pole bastelt
aber man spart sich einen bürgermeister, und ein paar gemeinderäte, nicht viel aber besser als nix
Das Problem vieler Städte und Umlandgemeinden. Den reinen Wohnortgemeinden fehlt es an Lohnsteuereinnahmen und den Arbeitsplatzgemeinden an Einwohnern. Bei Zusammenlegungen eine Win-Win Situation für alle.
Wenn dann gleich zwei für Österr. relativ große Gemeinden zusammenlegen, ist das dann natürlich noch besser. Denn gerade Bruck und Kapfenberg ergänzen sich jetzt schon und haben natürlich auch unnötige Doppelgleisigkeiten.
Auch stimmt Ihr Geschimpfe über die Verkehrspolitik schon gar nicht, denn welche Städte könnten Sie noch nennen, die über ein gemeinsames öffentliches sehr dichtes Verkehrsnetz mit 15 minütigen Intervallen tagsüber verfügen?
in NÖ, ca. 25.000 EW, schafft es nicht einmal die 3 Feuerwehren zusammenzulegen.
Vorsorglich wird hinausposaunt, dass "man mit einer Zusammenlegung keinerlei Kosten sparen kann..".
Wenn es so in Ö weitergeht, brauchen wir nicht mehr nach Griechenland auf Urlaub zu fahren.
Alles, das ich aus den bisherigen Reaktionen herausgelesen habe ist: "Gut, dass das so ist, man könnte dann natürlich auch noch andere Orte zusammenlegen.", ist wohl die Einheitsmeinung derer, die dadurch keinesfalls betroffen sind. Bruck an der Mur ist seit 1263 eine eigene Stadt, nach nahezu 750 Jahren Geschichte will man diesen Aspekt vernachlässigen? Ein weiterer wichtiger Punkt ist die geographische Lage der diversen Möglichkeiten, mit denen sich dieses Karpf in der Mur (mein bisheriger Favorit) verbinden ließe. Breitenau, Pernegg, etc.? Warum nicht gleich Frohnleiten, Kindberg und Niklasdorf, wo wir dabei sind, Mariazell läge sogar noch im gleichen Bezirk. Ich, als temporärer Exil-Brucker in Wien, bin strikt gegen eine Zusammenlegung!
Warum muss man die Städte umbenennen ?
Eigentlich will man doch nur die Verwaltung zusammenlegen.
Aber ich gebe dir Recht: ein umbenennen von Städten mit Teils Jahrtausende alter Geschichte ist wirklich Unsinn.
Sinn macht nur die Verkleinerung von Verwaltungsapparaten und noch viel wichtiger wäre die konsequente Umsetzung von E-Government. Statt dem Gemeindeamt ein Internetcafe wo man seine Geschäfte erledigen kann wäre viel sinnvoller und könnte auch mehrsprachig für unsere lieben Zuwanderer gemacht werden um auch hier was zu verbessern.
Aber manche gehen halt auch noch gerne zur Bank Erlagscheine ausfüllen statt das von zu Hause via Internetbanking zu machen....
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