"Flame": Experte vermutet Geheimdienste bei Microsoft

Nach der Analyse von "Flame" spekuliert Mikko Hypponen über eine Unterwandung

Mikko Hypponen, Sicherheitsexperte bei F-Secure, sorgt für Schlagzeilen. Gegenüber der britischen Computerzeitschrift "PC Pro" stellt er die Vermutung auf, dass Microsoft von Geheimdiensten unterwandert wurde.

Insider bei Microsoft

Der Grund: Das Spionageprogramm "Flame" hatte sich mit Hilfe der Update-Funktion von Windows verbreitet, indem es die zu dessen Absicherung gedachten Zertifikate manipulierte. Hypponen vertritt die These, dass Insider bei Microsoft diese Zertifikat-Manipulation durchgeführt haben müssen. Allerdings glaubt er nicht, dass die Microsoft-Führung über die Aktivitäten Bescheid wusste. Vielmehr vermutet er, dass von US-Geheimdiensten - bei Microsoft eingeschleuste Agenten - dahinter stecken könnten.

Cyberkrieg der USA gegen den Iran

Flame kann über das Mikrofon eines Rechners Gespräche belauschen, Bildschirminhalte scannen und Tastatureingaben aufzeichnen sowie auf Inhalte im gleichen Netzwerk zugreifen. Den regionalen Schwerpunkt machte Hersteller von Anti-Virensoftware im Iran, Nahen Osten und Nordafrika aus. Medien vermuten, dass „Flame" ein Teil des Cyberkrieges der USA gegen den Iran sei. (red, 19.06. 2012)

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