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Eine "klare Mehrheitsentscheidung" sei bei den Cannes Lions 2012 die Vergabe des Grand Prix in der Kategorie Media an Googles "Voice Search" gewesen, sagt Media-Juror Andreas Weiss zu derStandard.at. Gemeinsam mit 30 Jurykollegen verbrachte der CEO von Aegis Media die vergangenen sechs Tage in den abgedunkelten Juryräumen hier in Cannes, an einem davon wurde sogar 17,5 Stunden juriert. Die Juroren seien sehr selektiv vorgegangen, um "echte, einfache Ideen" zu finden, die Bestand haben und an die man sich noch länger erinnern könne, lobt Media-Jurypräsident Mainardo de Nardis, CEO von OMD Worldwide. Mehr als 3.200 Case Studies wurden von den Media-Juroren bewertet, zwölf davon neben dem Grand Prix vergoldet.
Media-Grand-Prix für "Voice Search"
Die beste Idee und Umsetzung der eingereichten Kampagnen lieferte laut Juroren die Kampagne für Googles "Voice Search", Agentur: Manning Gottlieb OMD London. Die Arbeit wurde mit dem Media Grand-Prix ausgezeichnet.
Hier sei es am besten gelungen, "Technology, Analytics, Storytelling" zu verbinden. Google habe es geschafft, die Botschaft über klassische Medien so zu transportieren, dass die Menschen optimal mit ihr in Berührung kamen, sagt Weiss. Es müsse nicht unbedingt sein, dass ein digitales Thema nur digital beworben werden kann. Hier sei es gelungen, eine breite Masse zu erreichen.
Natürlich habe er auch viele durchschnittliche Kampagnen gesehen, sagt Weiss. "Bei manchen fragt man sich wirklich, warum sie eingereicht wurden."
Hervorragende Charity-Arbeiten
"Spannend war auch, die kulturellen Unterschiede zu sehen", erklärt Weiss. Gerade aus dem asiatischen Raum würden immer mehr Kampagnen eingereicht, die asiatischen Juroren seien aber in den Jurygremien meist unterrepräsentiert.
Besonders hervorragend seien dieses Jahr Charity-Kampagnen gewesen. Hervorzuheben sind hier etwa die Arbeiten "Every 18 Seconds Somebody Dies of Aids" der Deutschen Aids-Stiftung oder auch "Blood Relations" für das Peres-Center for Peace. Diese Kampagnen dürfen jedoch nicht mit einem Grand Prix ausgezeichnet werden, der bleibt den "kommerziellen" Kunden und ihren Agenturen vorbehalten. Österreich reichte dieses Jahr 20 Media-Kampagnen ein, keine davon schaffte es auf die Shortlist. (Astrid Ebenführer, derStandard.at, 19.6.2012)
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