Windows 8: Ideal für Tablets, aber für PCs kaum attraktiv

  • Desktop-Version von Windows 8
    screenshot: webstandard

    Desktop-Version von Windows 8

  • Metro-Startscreen
    screenshot: webstandard

    Metro-Startscreen

Anwender müssen unter Windows 8 mehr klicken und tippen als unter Windows 7

Microsoft will Apples iPad mit einem eigenen Tablet Konkurrenz machen. Der Softwarekonzern steigt mit zwei Geräten in den zukunftsträchtigen Markt ein und stellt damit erstmals seit 37 Jahren wieder selbst Windows-Hardware her - der WebStandard berichtete.

Windows 8

Auf einer Pressekonferenz in Los Angeles präsentierte der US-Konzern seine neue Produktreihe Surface (dt. "Oberfläche"). Mit einem Modell will Microsoft direkt das iPad angreifen, mit dem anderen eher Leichtgewicht-Laptops wie beispielsweise von Dell den Rang ablaufen. Beide Geräte sollen als Plattform für das neue Betriebssystem Windows 8 dienen, das spätestens im Herbst den Markt aufmischen soll. 

"Noch keine vernünftige Lösung gefunden, Windows 8 auch für PCs und Notebooks attraktiv zu gestalten"

Mit Windows 8 baut Microsoft sein wichtigstes Produkt zum Universal-Betriebssystem um: Windows soll nicht mehr nur auf Desktop-PCs und Notebooks laufen, sondern auch auf Geräten mit Touch-Bedienung. Tatsächlich funktioniert die letzte öffentliche Vorabversion auf dem Tablet äußerst flüssig. Allerdings haben "die Entwickler noch keine vernünftige Lösung gefunden, Windows 8 auch für PCs und Notebooks attraktiv zu gestalten", schreibt die renommierte Zeitschrift ct.

Metro-Startscreen

Den Metro-Startscreen und die Applikationen hat Microsoft vor allem für die Bedienung mit dem Finger entwickelt - damit funktioniert sie auch gut. "Hat man sich erst einmal ins Betriebssystem eingearbeitet, wird man mit Flexibilität und Geschwindigkeit belohnt",  so c't. 

Privatsphäre

Mit Windows 8 erhalten Tablets erstmals eine Multiuser-Funktion, dank der sich eine Familie leichter ein Tablet unter Wahrung von ein bisschen Privatsphäre teilen kann. Auch die Fähigkeit, zwei Apps auf einem Tablet nebeneinander stellen zu können, sucht man woanders vergebens.

Wechsel zwischen Metro- und klassischer Desktop-Oberfläche erforderte neue Bediengesten

Auf dem klassischen Desktop-PC - also ohne Touch-Screen - macht die Bedienung von Windows 8 jedoch weit weniger Spaß. Es startet zwar wesentlich schneller als sein Vorgänger, und auch ein paar Kleinigkeiten wie der Taskmanager wurden verbessert.

Anwender müssen mehr klicken und tippen

Allerdings müssen Anwender unter Windows 8 aber wesentlich mehr klicken und tippen als unter Windows 7.  Der ständige Wechsel zwischen Metro- und klassischer Desktop-Oberfläche erforderte neue Bediengesten, die weder mit denen der Maus noch mit denen der Fingerbedienung übereinstimmen. Anwender, die das neue Betriebssystem zukünftig auf ihrem PC nutzen wollen, müssen sich daher auf eine längere Einarbeitungsphase einstellen. (red, derStandard.at 23.06. 2012)

Share if you care