EFSF sammelt 1,5 Milliarden ein

19. Juni 2012, 14:00

Frankfurt - Der Euro-Rettungsschirm EFSF hat sich am Dienstag frisches Geld für ein halbes Jahr zu sehr günstigen Konditionen beschafft: Für Papiere mit einer Laufzeit von 182 Tagen zahlte der EFSF eine durchschnittliche Rendite von rund 0,14 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Ganz so günstig wie Deutschland kommt der Rettungsfonds jedoch nicht an kurzfristige Mittel: Zuletzt konnte sich der Bund in sehr kurzen Laufzeiten faktisch zum Nulltarif refinanzieren. Eine Auktion von Papieren über ebenfalls ein halbes Jahr hatte Anfang Juni eine Rendite von 0,007 Prozent erzielt.

Weniger Zinsen

Der EFSF musste weniger Zinsen bieten als vor knapp einem Monat. Damals hatte die Rendite mit 0,2 Prozent noch etwas höher gelegen. Insgesamt nahm der Rettungsschirm rund 1,47 Mrd. Euro mit der Auktion auf. Die Nachfrage blieb robust - sie hätte ausgereicht, um mehr als das Doppelte der Papiere platzieren zu können.

Der EFSF tritt regelmäßig am Markt in Erscheinung, um sich frische Mittel für die Rettungspakete für Euroländer zu besorgen, die unter den Rettungsschirm geschlüpft sind. Das sind Griechenland, Irland und Portugal. Bei den angekündigten Bankenhilfen für Spanien ist noch nicht geklärt, ob die Gelder aus dem EFSF oder aus dem dauerhaften Krisenfonds ESM fließen werden. (APA, 19.6.2012)

Share if you care
16 Postings
hurra! italien und spanien sind jetzt gerettet.

1,5 milliarden sind für die europäischen pleitestaaten

soviel wie 1 cent für unsereins.

Der ESM

Liebe Mainstream-Medien!

Da es für euch nicht interessant genug erscheint, dass im Parlament die Enteignung der Bürger abgesegnet wird, stellt sich mir die Frage, ob ihr tatsächlich unabhängig seid.

Dann übernehme ich diese Aufgabe:

Der ESM kann klagen, ist selbst jedoch nicht klagbar. Der ESM, dessen Gouverneursrat, die Gelder und das Archiv genießen umfassend gerichtliche Immunität. Wenn der ESM zum Zahlen aufruft, müssen alle Mitgliedstaaten innerhalb 7 Tagen dessen nachkommen. Die Beiträge können in ihrer Höhe durch die ESM-Komission abgeändert werden.

Übersetzt bedeutet dies, dass wir enteignet werden, und dies wird heimlich beschlossen!

Weiters könnten "systemrelevante" Banken Geld vom ESM erhalten.

wie jedes unseriöse youtube video erwähnen sie natürlich nicht...

dass jede entscheidung des esm mit 15% der anteilseigner (also staaten nach der höhe ihrer einlagen) abgelehnt werden kann.

dass der gouverneursrat aus den finanzministern oder von der demokratisch gewählten regierung des jeweiligen landes beschickt wird.

dass diese gouverneure ihren nationalen gesetzen und parlamentarischen entscheidungen verpflichtet sind.

dass wir heute schon 80% unseres bip's an schulden haben deren zinsen von ratingagenturen kontrolliert werden in der niemand unserer demokratisch gewählten repräsentanten sitzt und die von banken finanzierte privatunternehmen sind die von hohen zinsen profitieren.

ein bissi hintergrundinfos wären nicht soooo schlecht, oder...?

Nette Gschicht, aber leider falsch...

Nix ist mit "Stimmen nach Höhe ihrer Einlagen"

1: 85%:
Fakt ist, dass 85% der abgegebenen _Stimmen_ zählen, lesen sie nach. Das hat 2 Effekte:
- Eine Gouverneuse kann problemlos überstimmt werden
- Es kann auch zu einer Abstimmung kommen, bei der sie nicht einmal geladen wurde. Schließlich geht es um 85% der _abgegebenen_ Stimmen, nicht um 85% der _Stimmberechtigten_.

2: den Gesetzen verpflichtet
Wieso das denn? Wenn unsere Gouverneuse unser Parlament _belügt_, finden das die Grünen ja neuerdings laut VdB ganz sinnvoll. Wenn sie allerdings im Gouverneursrat etwas beschließt, ohne das Parlament vorab damit zu befassen - was dann? Sie ist für die Entscheidungen als Gouverneuse juristisch immun. Nix mit "nationalen Gesetzen verpflichtet".

seit wann werden Finanzminister demokratisch gewählt??

Die schon problematische, weil undemokratische Konstruktion des EU-Ministerrats wird mit dem ESM noch einmal auf die Spitze getrieben...
Wer sowas als "demokratisch legitimiert" bezeichnet, der hat vermutlich mit "anderen" Staats- und Regierungsformen auch kein großes Problem.... - na dann gute Nacht...

wirklich...? na sehen wir uns mal ihr demokratieverständnis an.

minister werden nicht direkt demokratisch gewählt sondern von ihren parteien bestellt und sind damit ihrer meinung nach nicht demokratisch legitimiert.

ergo ist keine regierungsentscheidung demokratisch legitimiert.

das heisst, ihrem demokratieverständnis nach müssen wir entweder alle minister direkt wählen oder wir haben keine demokratie.

richtig so...?

... oder wir haben keine demokratie.

Ja, genau so ist es.
Wir haben doch nicht einmal eine "repräsentative" Demokratie. Jedenfalls repräsentieren unsere Parteien und Regierungen nicht den Willen der Mehrheit.
Haben wir vielleicht eine Bankokratie?

Eine Verhöhnung der Menschen und der Demokratie ist es, wenn unsere Parteien, die sich bisher ohnehin schon die weltweit höchste Parteienfinanzierung zugestanden haben, diese noch einmal um 60% erhöhen, mit der Begründung, dass sie wegen des Transparenzgesetzes nun auf geheime Parteispenden verzichten müssen. Parteispenden, die nur deshalb geheim sind, weil sie die Interessen der Mehrheit verraten.

sparen sie sich ihre durchsichtigen manöver...

es geht um die kompetenzen von Ministern im EU-Ministerrat. (und die sind auch gesetzgeberisch) - gleiches gilt für den ESM. - Die Befugnisse eines nicht direkt gewählten Organs werden weiter und weiter ausgedehnt, ein Ermächtigungsgesetz eben...

was ich damit sagen will ist folgendes:

der esm ist genausoviel oder genausowenig demokratisch legitimiert wie z.b. die UN-generalversammlung oder der eu-ministerrat.

meine durchsichtigen manöver...?

bin ich jetzt in ihren augen ein teil einer grossen verschwörung der mit ihnen herumtaktiert...?

mich hat ihre meinung hierzu interessiert weil sie auf mein posting geantwortet haben und das einzige was ihnen dazu einfällt ist dass ich kein problem mit "anderen" staats und regierungsformen hätte (ergo diktaturen, faschismus, tyrannei,...).

es tut mir leid, sie verstehen entweder nicht das wesen der repräsentativen demokratie oder sie lehnen es ab.

unsere repräsentanten entscheiden genauso im esm-gouverneursrat wie sie beim eu-ministerrat oder bei einer klimakonferenz oder in der un-generalversammlung entscheiden.

als unsere repräsentanten und keiner von ihnen ist in keiner dieser funktionen für seine entscheidungen klagbar.

große verschwörung findet sicher nicht im standard forum statt....

nein, aber die "demokratieverständniskeule" würd ich als ablenkungsmanöver bezeichnen, wenn sie gestatten...

die keule war eine reaktion auf ihre keule.

im grunde sind wir beide demokraten, das einzige dass uns unterscheidet ist wohl das level der ausprägung der direktdemokratischen einflussmöglichkeiten.

ich habe kein interesse an ablenkungsmanövern, ich wollte damit demonstrieren dass wir in einer repräsentativen demokratie nie direkten einfluss haben sondern nur über unsere vertreter.

das hat halt seine vor- und nachteile, wie soll denn ein esm, der schnell reagieren soll, funktionieren können wenn über jede kreditentscheidung erstmal alle nationalen parlamente einbezogen werden müssen...?

natürlich sehe ich auch die gefahren aber ich seh auch die gefahren eines finanzmarktes der komplett undemokratisch ist und uns bedroht und meiner meinung nach ist es das risiko wert.

justmy2cents

für mich ist aus ökonomischer sicht der ESM ein fehler...

drum kann ich mit ihren argumenten verständlicherweise wenig anfangen, wenn es um die bedeutung oder "feuerkraft" dieser institution geht....

aber (offenbar) mit umso gefährlicheren Waffen ausgestattet...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.