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    Die Casablanca Connection

    19. Juni 2012, 13:59

    In Kooperation mit Synema - Gesellschaft für Film und Medien und dem Österreichischen Filmmuseum zeigt KINO UNTER STERNEN wieder eine spannende historische Reihe

    Peter Lorre, Conrad Veidt, Ilka Grüning oder Paul Henreid - sie alle haben gemeinsam, dass sie wie viele Tausende aus Europa raus mussten. Jüdische Filmschaffende, die vertrieben wurden, als die Nazis an die Macht kamen. Unzählige Karrieren in Berlin, Wien, Prag und Budapest fanden ein jähes Ende, einige von ihnen konnten in Hollywood Fuß fassen und ihre Arbeit fortsetzen.

    Der dieser Reihe titelgebende Film „Casablanca" steht mit seinem Sujet und seiner Besetzung exemplarisch für diese Exil-Erfahrung. Nur drei der im Abspann genannten DarstellerInnen sind gebürtige US-AmerikanerInnen, alle anderen emigrierte oder importierte Stars aus Europa. „Casablanca" ist der Ausgangpunkt für eine cineastische Reise, um in einer Auswahl von Filmen an die Heimatlosen im Exil zu erinnern, von denen man heute kaum noch etwas weiß.

    Die Rolle des Somnambulen, der von Dr. Caligari hypnotisiert und für seine finsteren Pläne benutzt wird, formte das Image von Conrad Veidt als dämonischer Schauspieler, das er auch als böser Großwesir in „The Thief of Bagdad" unter Beweis stellt. Peter Lorre wird in Fritz Langs Meisterwerk „M" in Berlin gejagt, als Mörder mit Wiener Akzent. In „Caught", einem bewegenden und bedrohlichen Film noir um ein ehrgeiziges Mannequin, sind zwei Exil-DarstellerInnen zu sehen: Curt Bois, einer der ersten Kinderstars der Filmgeschichte, und die gebürtige Wienerin Ilka Grüning, die in den 20er-Jahren in Berlin eine Schauspielschule führte, die u.a. Lilli Palmer oder Inge Meysel besuchten. Paul Henreid spielt im britischen Anti-Nazi-Film „Night Train to Munich" einen janusköpfigen Nazi. Nach diesem Film emigrierte Henreid in die USA und wurde bald darauf als Widerstandskämpfer Victor Laszlo in "Casablanca" berühmt. In der furiosen Screwball Comedy „Fire Ball" mimt S. Z. Sakall einen weltfremden Professor, der im Kreis seiner ebenso naiven Kollegen Bekanntschaft mit einer Gangsterbraut macht. Sakall spielte unter der Regie seines ungarischen Landsmannes Michael Curtiz in „Casablanca" die Rolle des Oberkellners Carl.

    Ludwig Stössel, zu sehen in „Man Hunt", wurde besonders mit seinem kurzen Auftritt als europäischer Einwanderer Mr. Leuchtag in „Casablanca" populär, der nach der Uhrzeit fragt: „What watch? - Ten watch - Such much?"

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