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Verschmelzung von Mode und Technik

14. Juni 2012, 19:30

Leni Garibov von Style Kitchen über Tech Couture, Raumfahrtanzüge und Umweltbewußtsein

Raumfahrtanzüge mit Strassverzierungen?

Technosensual - auf den ersten Blick klingt der Name der Ausstellung nach etwas, was mich garantiert kalt lassen würde, denn meine Technikkenntnis und -begeisterung - fängt bei meinem Macbook an und hört auch gleich beim iPhone auf.

Schaut man sich jedoch die Programmbeschreibung genauer an, könnte es sich tatsächlich um etwas handeln, was mein Herz definitiv höher schlagen lassen würde. Schließlich dreht sich alles um die Verschmelzung von Mode und Technik, und wer nun an Raumfahrtsanzüge mit Strassverzierungen denkt, liegt absolut falsch.

Zwar erinnerten die ausgefallenen Ausstellungsstücke an futuristische Kreationen, doch die Musik von Morgen spielt tatsächlich schon heute: angefangen von der Stoffherstellung über Funktionskleidung - beispielsweise für Sport - bis zu eingebauten Sensoren, die die Temperatur steuern, hat der technische Fortschritt bereits seinen festen Platz in unserer Garderobe.

So durften die Besucher ein selbstfärbendes Kleid bewundern, über eine mit Leuchtdioden geschmückte Kreation staunen und sich über die Installation von Bart Hess unterhalten, die faszinierend und für viele wohl verwirrend zugleich war.

Umweltbewusstsein & Technik

Verwirrung herrscht scheinbar auch bei der Frage nach dem Umweltbewusstsein, die unweigerlich immer in Verbindung mit Technik, Produktion und Energieaufwand auftaucht.

Auf die Frage, ob Mode überhaupt noch ohne Technik funktionieren kann, antwortete einer der Künstler: „Natürlich können Stoffe und Kleidungsstücke ohne oder fast ohne technische Hilfe produziert werden. Doch heutzutage scheinen die Menschen noch etwas Angst vor Technik zu haben, obwohl sie überall ist. Man siehe sich nur an, wie oft sich das Handy in Körpernähe befindet! Keiner stört sich daran, warum also nicht etwas mit Hilfe von Technik schaffen, was dem Menschen noch mehr Komfort ermöglicht?"

Dem pflichtet auch Kollegin Anouk Wipprecht bei, indem sie betont, dass es an der Zeit ist, mit Vorurteilen aufzuräumen und die Möglichkeiten zu sehen, die neue Technologien mit sich bringen. „Momentan wird beispielsweise an einem Stoff gearbeitet, der sich selbst reinigt und somit zur Wasserersparnis beiträgt. Man sollte immer nach der berühmten goldenen Mitte suchen, bei der beide, in dem Falle Mensch und Umwelt, das Beste für sich gewinnen können", so die niederländische Künstlerin.

Am Ende des Abends ließ ich es mir nicht nehmen, mir die mittlerweile nicht ganz so dicht bevölkerte Ausstellung noch einmal genauer anzusehen und ich muss sagen: die Musik von morgen klingt wirklich gut - und vor allem spannend. Und das bereits heute.

Mehr Info zur Eröffnung: Opening Night TECHNOSENSUAL

Mehr Info zur Ausstellung: TECHNOSENSUAL. where fashion meets technology

Technosensualexpo: www.technosensualexpo.com

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    foto: esel.at – joanna pianka
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