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vergrößern 965x643In der Tech-Branche herrscht derzeit so etwas wie Ankündigungs-Hochsaison: Direkt zwischen Apples WWDC und Googles I/O platziert, hat Microsoft nun einen eigenen Launch-Event abgehalten - und dabei für eine kleine Überraschung gesorgt: Unter dem Namen Surface will das Unternehmen künftig eigene Tablets vermarkten. Konkret wurden dabei zwei Modelle demonstriert, eine "Pro"-Ausgabe mit einem vollständigen Windows 8 (und Intel-CPU) sowie ein "Surface RT", das mit Windows RT ausgestattet ist, auf einem ARM-Prozessor (angeblich ein Tegra3 von NVidia) läuft und entsprechend ganz auf die neuen Metro-Anwendungen fokussiert ist.
Positiv
Die ersten Reaktion der US-Tech-Presse, die zu dem Event in Los Angeles eingeladen waren, zeigen sich dabei vorsichtig positiv, sparen aber auch nicht mit kritischen Anmerkungen. So wird allerorten betont, dass es Microsoft tatsächlich gelungen ist, Geräte "aus einem Guss" zu designen, was man sonst von den üblichen Windows-Partnern eher nicht gewohnt sei. So lobt denn auch Engadget die Hardware, vor allem den Umstand, dass das Surface RT überraschend leicht sei, obwohl hier im Gegensatz zum iPad oder den meisten Android-Tablets wesentlich mehr klassische Anschlüsse verbaut sind.
Bildschirm
Ebenfalls durchgängig lobend wird das Display der Geräte erwähnt - wenn auch hier noch einige Fragen offen sind. Microsoft-Boss Steve Ballmer versprach bei der Präsentation der Surface-Tablets recht vage, dass die Auflösung hoch genug sei, damit die einzelnen Pixel nicht mehr voneinander unterschieden werden können. Ob dies tatsächlich der Fall ist, darf angesichts der bisher verfügbaren Informationen allerdings - zumindest teilweise - angezweifelt werden.
Pixel
Zwar fehlt in den offiziellen Spezifikationen jeglicher Hinweis auf die Pixeldichte, für die RT-Ausgabe spricht Microsoft allerdings von einer "HD-Auflösung", was bei einem Seitenverhältnis von 16:9 wohl auf 1.366 x 768 Pixel hinausläuft. Bei einer Gerätegröße von 10,6 Zoll liegt man damit eher im Mittel aktueller Android-Tablets, aber noch weit von den DPI-Werten des iPads entfernt. Besser sieht es für die Pro-Variante aus, für die Microsoft "Full HD" - also 1.920 x 1.080 Pixel - verspricht.
Tastatur
Als geheimes Highlight des Events könnte sich aber ohnehin etwas ganz anderes herausstellen: So sind die meisten Tech-Seiten sehr von dem kombinierten Tastatur/Hüllen-Konzept für die Surface-Tablets angetan, dies habe das Potential hier einmal etwas gänzlich Neues zu bieten. Auch in dieser Hinsicht wird es zwei verschiedene Modelle geben, das meiste Interesse erregt dabei aber das "Touch Cover". Gerade einmal drei Millimeter dick kombiniert es Tastatur mit Trackpad.
Um so eine schlanke Bauform überhaupt zu ermöglichen, hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: In der Tastatur ist ein Beschleunigungssensor eingebaut, der dafür sorgt einen beabsichtigten Tastendruck von der bloßen Ruhelage der Hand zu unterscheiden. Bei Microsoft verspricht man, dass diese Methode doppelt so effizient wie konventionelle Touchscreen-Tastaturen sei. Ebenfalls gut mitgedacht: Wird die Tastatur nach hinten geklappt, wird sie automatisch deaktiviert.
Viele offene Fragen
Das Problem an all dem bisher Gesagten: Wie gut das dann tatsächlich in der Realität funktioniert, ist weitgehend offen. Die Vorstellung der Surface Tablets war nämlich einer der "kontrolliertesten Tech-Events alle Zeiten", wie Mashable anmerkt. Die anwesenden Journalist_innen wurden in 7er-Gruppen jeweils ein paar Minuten lang an den Exponaten vorbeigeführt. Die Tastatur durfte dabei beispielsweise zwar kurz angefasst, aber nicht in Kombination mit dem Tablet ausprobiert werden. In Aktion gab es nur die RT-Version zu sehen, die Pro-Ausführung wurde hingegen nicht gezeigt.
Vergleiche
Doch gerade die Pro-Ausführung ist wohl das für Microsoft wichtigere der beiden Tablets: Hofft doch Microsoft hier mit einem vollständigen Windows 8 die Brücke zur klassischen Desktop-Welt zu schlagen. Genau diese Kompatibilität zu "Legacy"-Desktop-Anwendungen hält man für einen entscheidenden Vorteil gegenüber iOS und Android. Insofern betont etwa "The Next Web", dass man das Surface Pro eher als Konkurrenz zum Macbook Air bzw. Ultrabooks sehen sollte.
Preisfrage
Doch hier schließt dann auch gleich Kritik an: Denn das Surface Pro soll nicht nur ähnliche Märkte erobern, sondern auch in den Preisregionen von Ultrabooks angesiedelt sein. Angesichts dessen, dass man das Surface RT auf dem Niveau anderer Windows-RT-Tablets (also rund um die 500 Euro) ansiedelt, darf man die Pro-Variante wohl bei 800 Euro aufwärts ansetzen. Zudem ist die Veröffentlichung der beiden Tablets noch recht weit in der Zukunft angesetzt, die RT-Ausgabe soll parallel zum Windows-8-Start im Herbst kommen, das Pro-Modell erst drei Monate später - insofern wohl nicht mehr dieses Jahr.
Umbruch
Eines zeigt der Launch eigener Microsoft-Tablets jedenfalls deutlich, nämlich wie sehr sich Microsoft derzeit in einem Umbruch befindet. So betonte Steve Ballmer bei der Surface-Tablet-Vorstellung, dass die Kombination aus Hard- und Software-Entwicklung einfache bessere Geräte erlaube - das klingt schon fast wie ein Satz von der direkten Konkurrenz. Natürlich darf nicht vergessen werden, dass es beileibe nicht das erste Mal ist, dass Microsoft eigene Hardware veröffentlicht, doch sonst ist man sehr darauf bedacht, dass man den langjährigen Hardwarepartnern nicht ins Gehege kommt - das lässt sich hier aber nicht vermeiden.
Konkurrenzpartner
Ballmer zeigt sich entsprechend in dieser Hinsicht bemüht sehr vorsichtig zu formulieren: Man wollen den anderen Unternehmen nicht den Markt abgraben, sondern diese zu "Besonderem" motivieren. Bleibt abzuwarten, ob man solch ein Modell künftig auch für andere Bereiche fahren will, etwa indem man eigene Smartphones oder PCs entwickelt ... (red, derStandard.at, 19.6.2012)
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MS sollte reine und diese erweiterten Tablets voneinander getrennt halten: Win8 mit Metro only für die reinen Tabs (mit dünnerer Ausführung, kleinerem Akku, weniger Gewicht, etc.) - ODER - Win8 mit Metro und bei Tastatur-Anschluss optionales Umschalten auf klassisches Desktop. die Tabs dürfen dann auch stärkere Hardware, mehr Akku plus sinnvolle Mindestgröße fürs Display - auf Kosten von Gewicht, Preis, etc. - haben. dann hätte die Doppelgleisigkeit von Win8 einen Sinn, MS würde auf dem reinen Tablet-Markt ein halbwegs sinnvolles OS laufen haben und mit den erweiterbaren Tabs ein neues Produktsegment, das eine eigene Zielgruppe anspricht.
die 'convertibles' sind sicher genau das richtige für leute, die manchmal noch das richtige windows unterwegs brauchen, aber sonst lieber ein tablet nutzen.
man vereint damit aber auch die nachteile beider welten:
- ein intel-tablet, auf dem (das echte) windows läuft kostet das doppelte und hat die halbe akkulaufzeit! das ist eben kein 10-stunden-akku 500-euro ipad, sondern in wirklichkeit ein 4-stunden-akku 100-euro macbook air (ohne tastatur und mit touchscreen).
- man hat dann einen 'notebook' mit 10'' screen - schon mal windows auf sowas probiert?
- wofür werden die metro-applikationen optimiert sein? für 10'' touchscreens, oder für 20'' desktops (mit mausbedienung)?
ja natürlich sind x86 tablets ein kompromiss, deshalb gibts ja auch das RT modell.
und worin genau besteht jetzt der nachteil der "convertibles"? weg mit dem touch cover und schon habens ein reines touch gerät mit der passenden software.
was mir abgeht ist ein kompromissloses RT-gerät, also mehr memory, auflösung etc; sowie 3G. aber das konzept passt!
Ich teile Ihre Überlegung prinzipiell, spannend ob es sich durchsetzt.
- Akku: Bin ich gespannt, 4h wäre zu wenig und für viele ein Dealbreaker
- 10'' und Windows: Geht erstaunlich gut! Lange an einem Sony Minidings erprobt... Außerdem habe ich bei meinem Samsung Slate daheim und im Büro einen größeren Schirm dran, umschalten geht völlig problemlos automatisch mit Win8
- gehen in beiden Modi perfekt...
beim letzten Punkt muss ich ihnen widersprechen! es gibt wohl kaum ein gui, das auf 10'' genauso funktioniert wie auf 20''. sehen sie sich einmal android-phone-apps am android-tablet an! und da ist der unterschied noch um einiges kleiner...
meiner meinung nach setzen die reaktionen auf die surface-tablets den fokus viel zu sehr auf diese tastaturen. auch für ipad und android gibt es hunderte solche lösungen - die zum grossteil besser sind, weil man diese touch-matte nicht wie einen laptop auf die beine legen kann (und tippen damit auch nicht viel besser als am screen sein wird).
das wichtigste wäre eigentlich: wie gut läuft auf der pro variante das richtige windows und wieviel wird sie kosten.
Die Matte ist stabil, dh. ich kann sie auf den Schoß legen, und auch das Touchkeyboard funktioniert wie ein echtes Keyboard, d.h. du kannst z.b. die Finger auf die Tasten legen, ohne sie zu "aktivieren" da sie Tasten tatsächlich den Druck deiner Finger messen.
Hier zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=g... ge#t=2244s
Das Problem von MS ist einfach, dass sie das Fehlen einer Tastatur als Problem ansehen, das gelöst gehört.
Das ist als würde ich erst einen Sportwagen bauen und dann einen Anhänger dazu verkaufen, damit man mehr transportieren kann.
MS versteht Tablets nicht, das ist einfach so.
Nein, vollkommen falsch. Viele (du nicht) wollen mit Tablet ein Laptop oder PC ersetzen, bis jetzt gibt es noch nicht, und MS hat gerade die Lösung präsentiert. Es wird kein Tablet, sondern ein PC Ersatz, kannst du dir vorstellen wie viele Leute man damit anspricht? wahrscheinlich nicht, aber so ca. jeden Haushalt Windows User.
Ein PC Ersatz?
Für Personen, die bei Ihrer Arbeit auf X86 Programmen angewiesen sind, ist das 10', 16:9 Pro vielleicht eine gute Erweiterung für unterwegs, aber niemals ein Ersatz.
Für die Anderen steht jetzt schon eine große Palette an sehr guten Tabletts mit hochwertigen Apps zur Verfügung.
Für MS wird es nicht leicht werden, sich zu positionieren.
1. Schon mal versucht, irgendwelche einigermaßen professionellen Excels oder Powerpoints auf einem Tablet zu öffnen? (egal ob Apfel oder Androide)
2. Bin gerade an die "Leistungsgrenze" eines ipads gestoßen. Unglaublich aber wahr - email mit mehr als einem attachment - Fehlanzeige...
Tablets sind derzeit keine Arbeitsgeräte, sondern Spielzeuge.
Und zum Screen: Schon einmal etwas von Docks gehört?
Ad 1) Ja, mit Pages & Konsortien. Funktioniert ganz gut, gerade Powerpoint Präsentationen. Excel editieren halt nur Basics.
Ad 2) Du kannst nicht mehr als ein File gleichzeitig auswählen, aber Attachments kannst Du natürlich mehrere in einem Mail versenden.
Ad 3) Sie sind (je nach Bedarf und Einsatz) sogar hervorragende Arbeitsgeräte.
Ad 4) Hatten wir schon :-) Da muss man einmal die Specs abwarten.
für mich sind das solche, mit denen ich auch irgendeinen Nutzen für den User schaffe.
Da wäre mir Office schon wichtiger als der 20. Angry Bird Ableger in HD. Auch die Möglichkeit zumindest 2 attachments in einem Mail unter zu bringen ist im professionellen Einsatz nicht unwesentlich... (geht mit iOS 5 tatsächlich nicht, wie ich kürzlich fassungslos festgestellt habe)
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