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Innsbruck - Keinen Cent wolle er mehr in die Patscherkofelbahn investieren, kündigte Peter Schröcks-nadel, Bahnbetreiber und Chef des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), Anfang Juni an. Die Bahn, die derzeit repariert wird, solle den ganzen Sommer über in der Remise bleiben. Bei einer technischen Überprüfung der Pendelbahn seien Reparaturmaßnahmen im Wert von 200.000 bis 300.000 Euro errechnet worden. Der Tourismusverband Innsbruck-Igls versprach nach Schröcksnadels Weigerung vor wenigen Wochen, die Reparatur zu zahlen.
Die alte Bahn auf den Hausberg der Innsbrucker müsse auch im Sommer fahren, erklärte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Liste Für Innsbruck). Und auch der Chef des Tourismusverbandes Innsbruck-Igls, Karl Gostner, will die Bahn für die Sommergäste. Laut Schröcksnadel muss die Pendelbahn im Sommer nicht unbedingt fahren. Bereits in der vergangenen Sommersaison hatte er die Patscherkofelbahn als unrentabel bezeichnet. Er suchte um eine Verkürzung der Betriebszeiten an. Stadt und Land sprachen sich jedoch dagegen aus.
Im Winter werde die Pendelbahn auch nicht benötigt, für den Skibetrieb reiche der neue Sessellift "Olympiaexpress". Außerdem sei es vertraglich mit der Stadt geregelt, dass die Bahn nicht mehr fahre, sollte es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen. Um das zu garantieren, fordert Schröcksnadel einen langfristigeren Plan, um den Patscherkofel insgesamt zu modernisieren. Berg-, Mittel- und Talstation müssten umfangreich saniert werden.
Kein konzeptloses Fördern
Einen Seilbahngipfel will jetzt der Vorsitzende des Innsbrucker Tourismusausschusses, Helmut Buchacher (SP). Er fordert ein "Ende der konzeptlosen Förderungen" für Skigebiete, "die ohne Steuergelder oder Unterstützung des Tourismusverbandes keine Zukunft mehr haben". Er wünscht eine rasche Einigung zwischen Betreiber Schröcksnadel und der Stadt. Ansonsten müsse die Vertragstreue "mit Klagen erzwungen werden". Die Bahn sei billig übernommen worden, die Betreiber hätten genau gewusst, worauf sie sich einlassen. Buchacher will eine "nachhaltige Reform im Sinne aller Innsbrucker Skigebiete".
Bürgermeisterin Oppitz-Plörer steht hinter der Patscherkofelbahn. Die Einstellung der Bahn hätte gravierende Auswirkungen auf die Gastbetriebe am Berg. Oppitz-Plörer stellt daher eine Prüfung der wirtschaftlichen Daten der Bahn durch einen externen Prüfer in Aussicht. Und auch ein technisches Gutachten soll erstellt werden. Eine Lösung für alle Innsbrucker Skigebiete sei erstrebenswert. Auch die Grünen als Koalitionspartner sind für dieses Konzept. (ver, DER STANDARD, 19.6.2012)
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Der Berg ist verunstaltet durch im Winter lärmende Schneekanonen, elendslangen orangenen Fangzäunen und Polsterungen aus Plastik, einer lahmen völlig überflüssigen fixen 4er Sesselbahn (doppelt einen den alten Ochsalm Bügellift) und insbesondere das "Olex" Center mit der Flutlichtanlage und den superplanierten Pisten...
Das moderne Zeugs zum Industrieskifahren braucht keiner, es macht blöd und schaut in der Natur grässlich aus.
Eine Pendelbahn zum Schutzhaus, ein kleiner Gipfellift, ein Ochsalm Schlepplift, ein Übungslift. Das ist das Optimum. Und derart hat Schröcknadel den Berg übernommen vor 16 Jahren.
Ich fürchte jedoch, dass das geforderte "Konzept" noch mehr(!) industrielle Plastikinfrastruktur am Kofel nach sich ziehen wird :-(
Offenbar ist das Schigebiet weder im Sommer noch im Winter wirtschaftlich zu betreiben. Also weg damit und Rückbau zum Schitourenberg! Dann ist das Schutzhaus jeden Tag voll und die Einheimischen haben auch wieder ein Fleckerl für sich.
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