Übersäuerung der Meere: IAEA plant neues Forschungszentrum

Nationale Projekte sollen gebündelt werden

Wien - Im Kampf gegen die Übersäuerung der Meere will die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ein neues Forschungszentrums in Monaco gründen, in dem nationale Forschungsprojekte gebündelt werden sollen. In den vergangenen fünf Jahren habe es dank zahlreicher Projekte zur Erforschung der Übersäuerung der Meere bedeutende Fortschritte gegeben, erklärte die IAEA am Montag. Die Zeit sei reif, nationale Bemühungen international zu koordinieren, sagte der IAEA-Vizedirektor für nukleare Forschung, Daud bin Mohamad.

Nach Angaben der IAEA soll das Zentrum im Sommer eröffnet und von nationalen und internationalen Behörden überwacht werden. Für die Übersäuerung der Meere wird vor allem der CO2-Ausstoß verantwortlich gemacht. Steige die CO2-Konzentration in der Atmosphäre weiter an, könnten bis zum Jahr 2050 große Teile der Ozeane für Korallenriffe unbewohnbar werden, warnte die IAEA.

Dies hätte erhebliche Änderungen für den Fischbestand zur Folge und könnte die Nahrungsgrundlage für Millionen Menschen bedrohen, hieß es. Korallenriffe gehören zu den produktivsten Ökosystemen des Planeten und tragen direkt zum Lebensunterhalt für eine halbe Milliarde Menschen bei. Ein Großteil der weltweiten Riffe sind jedoch bedroht. (APA, 18.6.2012)

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