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Wien - Ab Herbst soll es an fast 90 Prozent der AHS-Unterstufen ganztägige Betreuung geben. Im Bereich der Pflichtschulen gäbe es aber " noch viel zu tun", räumten Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer (ÖVP) in einer gemeinsamen Zwischenbilanz ein. Bis zum Schuljahr 2015/16 sind insgesamt 160.000 Plätze vorgesehen. Das Plus von 7.659 neuen Plätzen in diesem Jahr liegt demnach unter der Planvorgabe von 10.000.
Schmied und Mödlhammer rechtfertigten den schleppenden Ausbau mit Anlaufschwierigkeiten - etwa dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur. Beide gaben sich aber optimistisch, dass der Ausbau jetzt beschleunigt werden könne. Der Plan für 43.000 neue Plätze bis 2016 sei realistisch, sagte Ministerin Schmied.
Bekräftigt wurde auch das Bekenntnis zur Ganztagsschule. Die zunehmende Berufstätigkeit beider Eltern - auch im ländlichen Raum - erfordere eine bessere Nachmittagsbetreuung.
Problem Personalmangel
Mödlhammer erklärte den verzögerten Ausbau auch mit einer teilweise noch notwendigen Bewusstseinsänderung mancher Direktoren und Bürokratiehürden. Er forderte erneut, das Geld direkt, statt wie bisher über die Länder, zu erhalten. Dadurch könnten "gewisse Widerstände" vonseiten der Länder umgangen werden.
Ein "Unsicherheitsfaktor" sei aber auch die Finanzierung nach 2016. Laut 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern leistet der Bund eine Anschubfinanzierung von 80 Millionen Euro jährlich für vier Jahre. Wie die Finanzierung nach 2016 aussehen soll, ist weiterhin unklar. Schmied sieht eine Möglichkeit im nächsten Finanzausgleichsgesetz, das 2014 kommen wird.
Ein weiteres Problem ist der Personalmangel. Zwar wurde gleichzeitig mit dem Beschluss der Anschubfinanzierung im Juli 2011 auch das Berufsbild des Freizeitpädagogen geschaffen, dennoch sei die Personalfrage "sehr, sehr schwierig". Schmied wies darauf hin, dass dies auch Teil der Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht sei, da es zur Zeit keine Möglichkeit gäbe, Lehrer zur Tagesbetreuung zu verpflichten. (fux, DER STANDARD, 19.6.2012)
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Die Regierung will ganztägige Schulformen ausbauen. Bis 2018 sollen insgesamt 200.000 Plätze angeboten werden. Dafür gibt es pro Jahr maximal 160 Millionen Euro. Gegen den Willen der Lehrer geht aber auch in Zukunft nichts.
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Darf ich dann mein Kind mit 6 Jahren in der Schule abgeben, mit 18 abholen und mich dann freuen, dass ich es ja so toll gefördert habe?
Sowohl am Geld als auch am Personal mangelt es - und das nicht erst seit heute. Aber im scharf ankündigen - täglich ein neues unüberlegtes Geplapper - ist BM Schmied Meisterin ihres Faches.
Wahrscheinlich hofft die Politikerin auf die Erhöhung der Lehrverpflichtung der LehrerInnen. Aber auch damit wird sie die Mängel nicht ausgleichen können. Ganz im Gegenteil: Der Lehrberuf wird derart unattraktiv werden und kaum "die Besten der Besten" zu finden sein. Oder glaubt BM Schmied, dass Lehrer nach dem Vormittag und Nachmittag dann noch abends und am Wochenende ihre Vorbereitungen daheim erledigen werden. Dann wird es auch heißen: "So wie in jedem normalen Job" ist nach Dienstschluss eben Schluss!
Gesetzlich mag es keine Möglichkeit geben, Lehrer für die Nachmittagsbetreuung zu verpflichten (wobei das ja gar nicht ihre Ausbildung ist), aber die Direktoren bringen viele Lehrer dazu, sie zu machen, damit sie auch ein paar Stunden Unterricht zum Einstieg bekommen.
Da stellt sich halt schon die Frage, ob es eine gute Idee ist, in erster Linie Lehrer für die ganztägige Betreuung einzusetzen. In vielen Fächern gibt es jetzt schon einen deutlich spürbaren Lehrermangel und der wird sich in den kommenden Jahren sicher noch verschärfen. Man wird alle ausgebildeten Lehrer für den Unterricht brauchen.
Für die ganztägige Betreuung muss man nicht Mathematik, Physik, Englisch usw. studiert haben! Das wäre ungefähr so, als wollte man in Zeiten des Ärztemangels Mediziner zur Pflege von Patienten heranziehen.
Es ist nicht einmal ausreichend Geld da für den Normalunterricht, da wird gekürzt auf Teufel komm raus, für den (freiwilligen) Nachmittagsunterricht, den am Land eh keiner braucht und will ist dann kein Geld da. Ein Skandal wie das alles bewirtschaftet wird!!!! Die Nachhilfeschulen boomen.....
bis 15. Da muss es Angebote von 6 bis 21 Uhr geben. Die Ladenöffnungszeiten wurden flexibilisiert und wo sollen die Kinder der Verkäuferinnen sein wenn die bis 19:30 im Laden stehen?? Oder Krankenschwestern z.B.
... die um 6 abgegeben und um 21h abgeholt werden. Bleiben satte 9 Stunden für "Familienglück", wenn man die Schlafenszeit auslässt. Warum - unter diesen Gesichtspunkten gesehen - Kinder in die Welt gesetzt werden bleibt ein ewiges Mysterium! *kopfschüttel*
Der Unterschied zwischen den aufgrund der Öffnungszeiten möglichen und der tatsächlichen Betreuungszeit ist verständlich? Wenn eine Verkäuferin von 12 bis 19:30 arbeitet wird sie ihr Kind wohl nicht um 6:00 in den Kindergarten bringen. Eine Krankenschwester wird die Betreuungszeit in Tagdienst relativ vollständig nutzen aber die hat auch nur 3,5 Tage Dienst in der Woche (üblicherweise 7:00 bis 19:30).
ist wohl bei Ihnen auch nicht ausgeprägt.
Wir reden hier von Ganztagsschulen, nicht von Kindergärten. Das fängt eben immer noch um halb 8 bis 8 h in der Früh an und hört meist gegen Nachmittag auf.
Wenn Ihre Verkäuferin nun bis 19:30 h arbeitet (wo genau bitte? Ist da die Nachbereitung auch noch inkludiert oder denken Sie, dass sie mit dem letzten Kunden im Spar-Billa-... Gwandl mit raus gehen darf?), dann bleibt ihr grad noch das Schmieren des Pausenbrotes in der Früh und das Herrichten der Kleidung abends.
Rin Kindergarten ist keine Gepäckaufbewahrung sondern eine pädagogische Einrichtung. Deshalb gibt es in den meisten Einrichtungen Kernzeiten in denen die Kinder aneesend sein sollten. Um 21:30 wollen die meisten Kinder schlafen und ned im Kindergarten sein.
Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Öffnungszeiten oft wirklich schamlos ausgenutzt werden. Mütter melden im Kindergarten eine geringfügige Beschäftigung, gelten als berufstätig, bekommen einen Ganztagsplatz und die Kinder sind plötzlich jeden Tag von halb8 bis 5 im KG. Dann kommt die Mama irgendwann doch mal mit Einkaufs- oder Badetasche, vl auch im Laufgewand oder mit der Freundin (nachdem sie von Kolleginnen 3 Stunden zuvor im Kaffeehaus gesehen wurden) und fragt blöd, warum das Kind leidet und protestiert, weil es einfach nicht versteht und weil ihm der Tag im KG zu lange dauert (was nichts mit dem Nicht-Bemühen der Pädagogin zu tun hat). Und wenn sie glauben, das ist die Ausnahme, muss ich sie leider enttäuschen
ist doch toll
das die gesellschaft den kindern S P I E L R A U M und förderungen angedeihen läßt wenn eltern als erziehende versagen
ich
erziehe drei kinder
solo
geh arbeiten
und hab ca einen vormittag pro woche frei
da bring ich die jüngste in den kindergarten und ich geh schwimmen
ganz ohne schlechtes gewissen
und es ist mir völlig gleichgültige wie wer deshalb über mich als frau und mutter herzieht
sehen sie es mal so
eltern kümmern sich nicht ausreichend um ihre kinder
die kindergärtner tun dies
zumeist auch in gut kinderfreundlicher umgebung
es ist ein gewinn für das kind
in dieser zeit nicht mit eine desinteressierten ma beisammzusein zu müssen
ich meine
so gesehen ist es für die entwicklung
des kindes nicht von nachteil
es hat eltern die wir extern nicht ändern werden können
aber wir können für kinder da sein
sofern ihre eigenen erziehungsberechtiten die gemeinsame zeit mit dem kind nicht wahrnehmen wollen
kids sind doch eine bereicherung
oder ?
ich habe den freund meines sohnes letztes jahr 6 wochen mitbetreut es ihm gut gehn lassen
..
seien wir nett zu den kindern
ist egal
obs ihre eltern "verdienen" ;-)
Das sehe ich genau so. Ich bin nicht Kindergartenpädagogin geworden, um mich über die Eltern zu beschweren sondern um Kinder ein sehr wichtiges Stück ihres Weges zu begleiten. Aber ich bin nicht ihre Mama - und das sehen die Kinder genauso, wenn sie genau wissen, dass z.b. die Mama eh zu Hause ist, womöglich noch mit dem kleinen Geschwisterchen und sie selbst in den KG abgeschoben werden (weil Sie beiden auf einmal nicht Herr werden). Sie verstehen es nicht, und auch wenn wir uns noch so bemühen, können wir den Kindern in punkto Aufmerksamkeit nicht so gerecht werden, wie sie es verdient hätten
während der zeit mit ihnen haben die kinder vielleicht die theoretisch nicht optimale aufmerksamkeit die sie verdient hätten
real
haben sie die bestmögliche,
in einem aufmerksamen, gewaltfreien respektvollen umfeld
sie schaffen die basis für eine selbstwirklichkeit die
diese kinder
von ihren erziehungsberechtigten zumeist nicht erfahren
z.b.
ich versorge menschen mit akuten infarkt
mit der für sie bestmöglichen hightechmedizin
meine arbeit bleibt aber auch dann eine gute
wenn der pat sich 6mon. später endgültig zu tode genährt hat
...ps
bisweilen dresch ich beim schwimmen ins wasser bis zur erschöpfung aber das hält "meine seele "frei vom zorn über die dummheit
wünsch ihnen viele tolle eltern für ihre nächste kindergruppe!!!
Krankenschwester (zuerst Pflegehelferin Vollzeit plus Nostrifikation und das bedeutet, dass man in 5 Wochen die 6. Woche einarbeiten muss die man in der Schule verbringt) und ich als Projektleiter fast immer im Ausland, so alle 3 bis 6 Wochen ein Wochenende zu Hause. Unsere Tochter war ab 19 Monaten in der Kinderkrippe und ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre das Leben unmöglich gewesen.
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