Depressive Menschen surfen anders

18. Juni 2012, 18:05

Intensives Filesharing und E-Mailen - US-Forscher wollen Software entwickeln, die User bei "depressiven Verhalten" warnt

Die Art wie man das Internet nutzt, soll Rückschlüsse auf die psychische Gesundheit eines Menschen zulassen. Das legt eine Studie nahe, die im Februar 2011 an der Missouri University of Science and Technology durchgeführt und nun im IEEE Technology and Society Magazine veröffentlicht wurde.

Intensives Filesharing und häufiges E-Mailen

In der New York Times geben die Studienautoren einen Einblick in die Ergebnisse. Demnach tendieren Personen mit Symptomen einer Depression zu intensiver Nutzung von Filesharing und E-Mail. Das häufige Abrufen von E-Mails könne damit zusammenhängen, dass depressive Personen eine erhöhte Unruhe verspüren, wie die Autoren nahelegen.

Häufiger Wechsel zwischen Programmen

Personen, die Symptome einer Depression zeigen, würden auch häufiger zwischen den Programmen wechseln. Das könne auf Konzentrationsschwächen zurückzuführen sein, wie sie bei depressiven Menschen häufig anzutreffen sei. Auch verstärkte Nutzung von Video, Spielen und Chats sei ein Charakteristikum.

Internetnutzung analysiert

Anstatt den Probanden - 216 freiwillig teilnehmende Studenten - Fragenbögen zu ihrer Internetnutzung auszuteilen, wurde ihr Verhalten analysiert. Die Studenten mussten zunächst mehrere Fragen beantworten, die Aufschluss geben ob und wie stark Symptome einer eventuellen Depression ausgeprägt sind. Danach wurden diese Daten mit der Internetnutzung der Studenten im Zeitraum Februar anonymisiert verglichen. Aufgrund dieser Methode seien die Ergebnisse stichhaltiger als nur bei reinen Befragungen, argumentieren die Autoren.

Software soll erste Anzeichen erkennen

Die Studienautoren wollen nun basierend auf den Ergebnissen ein Programm entwickeln, das die Internetnutzung von Personen analysiert. Die Anwendung könnte User dann warnen, falls sie ein Verhalten an den Tag legen, das auf eine Depression schließen lässt. So könnten Eltern ihre Kinder überwachen oder Bildungseinrichtungen ihre Schüler und Studenten. Bei letzterem geben die Studienautoren zumindest zu bedenken, dass das aus Datenschutzgründen problematisch sei. Eine derartige Software solle aber auf keinen Fall einen Arztbesuch ersetzen, sondern nur als begleitende Maßnahme und Hilfestellung gedacht sein. (red, derStandard.at, 18.6.2012)

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Nur regierungen mit viel dreck am stecken und angst das man sie mal aufgrund ihrer gravierenden fehler entmachten könnte haben das bedürfniss ihre landsleute lückenlos zu überwachen um bei bewegugen die gegen die machtbedürfnisse handeln sofort einschreiten zu können und so umstürtze zu verhindern.
Der gesamte überwachungsapparat (egal ob in usa de aut oder sonst wo) dient lediglich der machterhaltung der sogenannten "eliten".
und wir id..ten lassen uns das dann auch noch als sicherheit verkaufen.

nichts als überwachung wohin man sieht, fehlt noch der blick ins wc ...

nur absolutistische machtstrukturen bauchen überwachung!

aha

wenn ich also spiele, mails checke, verschiedene Programme nutze und gerne Filme und Musik tausche bin ich depressiv... ich glaub ich muss zum arzt :O

ach sind wir nicht alle ab und an etwas deprimiert

und klicken lustlos herum, weil's uns nicht g'freut ?

Facebook könnte ihr gespeichertes Nutzerverhalten dazu einsetzen.

Beim jeweiligen User kommt dann das Kasterl
( ) bin heute ein bisserl depressiv
( ) bin heute depressiv
( ) bin heute sehr depressiv
( ) i hau da in die Gosch'n, du Pleampel!

(C:

die internetnutzung

durch deressive menschen ist sicherlich eine andere.
da alle lebensbereche depressiver menschen "anders" sind.

die nutzung einer derartigen software ist aber nicht nur aus datenschutzgründen bedenklich - die idee alleine ist ethisch völlig unvertretbar

Sehs schon kommen, daß zukünftig bei PC Spielern, die immer raustabben zum Spieleguide, das Telefon dann automatisch die Kummernummer anruft.
Und sollt er dann noch nebenbei im IRC oder sonstigem Chat rumhängen kommen gleich die Leute mit der Liebhabjacke

Depressive Menschen haben depressive Computer, basta.

sind DAS die fortschritte von heute?

"Die Anwendung könnte User dann warnen, falls sie ein Verhalten an den Tag legen, das auf eine Depression schließen lässt. So könnten Eltern ihre Kinder überwachen oder Bildungseinrichtungen ihre Schüler und Studenten."

irgendwie geht seit langem nix weiter, im vergleich zum rasanten fortschritt vor ca 100 jahren.

ausser bei der entwicklung kleiner & grosser screens, auf denen man rumdruecken kann...

Das wär doch was für Smartphones!

ich bin ITler und klicke, wechsle, tippe alles schneller und nervöser als die meisten user...fuck ich muss wohl absolut depri sein...unpackbar...ab zum arzt

Au weh.

Ich gehe sicherheitshalber gleich mal zum Arzt...

Sollten Sie wahrscheinlich wirklich machen!....am besten ich komme gleich mit!

ich begleite euch beide!

hab heute schon ca. 15 Programme geöffnet!

Solche Versuche

ein dummes Stück Software, zusammengeschustert aus einer zweifelhaften Sammlung von Faustregeln, als Überwachungsinstrument für intelligente Menschen einzusetzen, erwecken in mir das dringende Bedürfnis, meine E-Mails abzurufen.

Man könnte vermuten,

dass diese Studie von Sony, Universal und Konsorten finanziert wird.

So gesehen

sind alle die bei Facebook sind depressiv? Weil ob ich jetzt alle 2 minuten nachschaue ob ein neues mail da ist oder ob es bei facebook was neues gibt wo ist da der unterschied?

wenn du beim fb fensterl bleibst bist du ja lt studie eher nicht depressiv.

Da bin ich ja mal ganz arm, weil ich am Wochenende immer zwischen Tisch, Laptop und Couch hin und herrenn ... wobei das eigentlich mehr damit zu tun hat, dass ich am Wochenende gern Aquarellbilder male und man warten muss, bis das Bild wenigstens einigermaßen trocken ist, bevor man mit der nächsten Farbschicht anfängt, ich außerdem einen Roman schreibe und lesen tu ich sowieso gern. :D
Was für ein furchtbar depressives Verhalten!

Klingt unsinnig.

Hmmm, das ist doch eine Idee für Facebook?! xD

"Demnach tendieren Personen mit Symptomen einer Depression zu intensiver Nutzung von Filesharing und E-Mail. Das häufige Abrufen von E-Mails könne damit zusammenhängen, dass depressive Personen eine erhöhte Unruhe verspüren, wie die Autoren nahelegen."

Aha. Das heisst filresharer sind depressiv?

Ich bin immer gut gelaunt. Was soll ich nur tun!

Ich verwende Emails aber nur sehr selten. Bin ich jetzt nicht depressiv?

PS: Ich verwende Emails etc... wenn ich sie BRAUCHE, nicht wenn meine Gemütslage so oder so ist. Und da für Emails oft Zeit verloren geht, versuche ich Emails immer nur an einem bestimmten Zeitpunkt des Tages aufzurufen, wenn überhaupt, sonst aber nicht. Das ist völlig irrelevant ob ich da "depressiv" bin oder nicht.

Super. I bin ned depressiv.

Warum die Tabletten?

hilfe, mein mailprogramm ruft jede minute den maileingang vom server ab.
bin ich jetzt depressiv oder die software. oder der, der programmiert hat, dass man das mailprogramm einstellen kann, jede minute meine mails zu checken.
wahhh...ich glaub ich werd verrückt

216 freiwillig teilnehmende Studenten

Davon lässt sich bestimmt etwas repräsentatives Zusammenstellen.

Wieviele Prozent der Bevölkerung sind statistisch gesehen depressiv? 3-4% Gut dann sind unter den Probanden wohl 7 mit Depressionen.

Das heißt moment... es wurde das Surfverhalten von 209 Probanden mit jenem von 7 verglichen. Und da ist man draufgekommen, dass diese 7 anders surfen(was natürlich nicht mit Persönlichkeit, sondern nur mit den Depressionen zusammenhängt und man weiß auch welche dieser 216 die 7 sind)

7 ist eine so riesige Zahl. Tolle Studie. Richtig aussagekräftig.

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