Sattelschlepper auf A2 in Kärnten abgestürzt

18. Juni 2012, 17:08
  • Der LKW krachte bei seinem Absturz aus rund 15 Metern Höhe in ein Waldstück.
    foto: apa/gert eggenberger

    Der LKW krachte bei seinem Absturz aus rund 15 Metern Höhe in ein Waldstück.

Fahrzeug hing zunächst auf Brücke zwischen den Fahrbahnen

Klagenfurt - Ein Kraftfahrer aus der Steiermark ist am Montag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Südautobahn (A2) in Kärnten ums Leben gekommen. Der Mann stürzte mit seinem Sattelschlepper rund 15 Meter von der Granitztalbrücke ab, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Laut Polizei dürfte ein Reifenplatzer am linken Vorderrad Auslöser für den Unfall gewesen sein.

Der Lenker war mit seinem Sattelschlepper aus dem Bezirk Graz-Umgebung auf der Südautobahn in Richtung Klagenfurt unterwegs, er hatte Papierrollen geladen. Als er aus dem Donnersberg-Tunnel auf die Granitztalbrücke in St. Paul im Lavanttal (Bezirk Wolfsberg) fuhr, brach das Zugfahrzeug laut Augenzeugen plötzlich nach links aus. Der Lkw durchbrach die Leitschiene und die Auffangeinrichtungen und blieb vorerst zwischen den beiden Fahrspuren über dem Abgrund hängen.

Lkw stürzte in Gegenhang

Die rasch alarmierte Feuerwehr versuchte, das Fahrzeug zu sichern, aus dem bereits Papierrollen hinunterfielen, die zum Glück niemanden verletzten. Plötzlich geriet das Lkw-Wrack ins Rutschen, klappte regelrecht zusammen und stürzte in die Tiefe in einen bewaldeten Gegenhang. "Der Sattelauflieger ist dabei auf das Führerhaus zum Liegen gekommen", erklärte Oberstleutnant Hans-Peter Mailänder von der Verkehrsabteilung der Polizei. Die Retter mussten sich durch unwegsames Gelände bis zum völlig demolierten Sattelschlepper vorkämpfen. Der Lenker wurde im Führerhaus eingeklemmt, er dürfte sofort tot gewesen sein.

Die A2 war auch am späten Nachmittag in Fahrtrichtung Italien noch gesperrt. Gegen 16.00 hatten die Bergungsmannschaften das Wrack wieder auf die Autobahn gehoben, um es anschließend abtransportieren zu können. "Die Asfinag steht Gewehr bei Fuß, sobald die Bergung abgeschlossen ist, muss die Leitschiene provisorisch repariert werden, sonst kann man die Fahrbahn nicht freigeben", erklärte Mailänder. Mit einer Verkehrsfreigabe wurde für den Abend gerechnet.

Der Verkehr wurde bis dahin bei der Autobahnabfahrt St. Andrä auf die Packer Bundesstraße abgeleitet. Dort kam es zu kilometerlangen Stauungen. Vor allem über den Griffener Berg war die Straße einfach überlastet. (APA, 18.6.2012)

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17 Postings
warum darf eigenlci zu diesem tragischen ereignis gepostet werden!??

auch dieser verunglückte hat meineserachtens ähnliche pietät verdient wie es im standard nur "promis" zu teil wird!

Vor Jahrzehnten,

als mein Vater noch LKW-Fahrer war, platzen solche Reifen, weil das Profil in der frächtereigenen Werkstatt mit einer Elektrofräse nachgeschnitten wurde. Gut, dass das heute nicht mehr erlaubt ist.

Reifen können und werden nachwievor nachgeschnitten.

R.I.P. ;jeden der hier blöd mault und sich nur ein Fertiggericht im Supermarkt jemals gekauft hat wünsche ich einen lebenslangen Juckreiz an einer bestimmten Stelle

einen ewigen juckreiz an einer bestimmten stelle wünsche ich mir auch (besonders im hohen alter!)

"Der Lenker wurde im Führerhaus eingeklemmt, er dürfte sofort tot gewesen sein."

Ist der im Fahrzeug sitzen geblieben, während die Feuerwehr versucht hat, das Fahrzeug zu sichern?

Oder war er schon beim ersten Anprall eingeklemmt?

ich wünsch ihm, dass er schon beim ersten Unfall tot war... da zu sitzen, eingeklemmt, hoffen, dass der LKW nicht abrutscht, während ihm niemand helfen kann, dann spüren, wie er doch runterrutscht.. womöglich mit bestem Blick auf den Abgrund...

der arme Mann...

Warum werden schwere Papierrollen nicht mit der Bahn befördert ???

Hier sollte die auftraggebende Firma mit zur Verantwortung gezogen werden. Auch für den getöteten Fernfahr-Chauffeur...

Tatsächlich wird Papier zu einem relativ großen Anteil per Bahn befördert. Aber in vielen Fällen bietet die Bahn kein Service, ist zu langsam oder zu unzuverlässig und unflexibel.

papier verrottet zu schnell um es mit der bahn zu transportieren

Genau. Und die ÖBB sollte wegen dem Unfall wegen der Mure auch zur Verantwortung gezogen werden.
Hätten die Bahn-Fahrer doch lieber mit dem Bus fahren sollen.

es ist bekannt, dass zu jeder druckerei bahngleise führen.

Pfff ...

Affenhitze!:-/

Die Hitze lässt so manches Hirn schmelzen..

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