Aufklärungskampagne gegen synthetische Süßstoffe

18. Juni 2012, 12:28

Agrana Zucker geht mit einer knallfarbenen Kampagne gegen den Begriff "zuckerfrei" auf die Barrikaden

Die neue Aufklärungskampagne im Auftrag von Agrana Zucker stellt Süßstoffe wie Acesulfam, Cyclohexylsulfaminsäure oder Stevia-Glycoside E960 in den Mittelpunkt. Um den Vormarsch der vermeintlichen gesünderen Süßstoffe zu stoppen, um den Begriff "zuckerfrei" in der allgemeinen Wahrnehmung mit dem Begriff "Chemie" zu verbinden.

Textlich werden die synthetisch gewonnen Alternativen bei ihrem chemisch-korrekten Namen genannt, grafisch wurde die Kampagne in giftfarbenen, knalligen Plakaten umgesetzt.






Credits
Auftraggeber: Agrana Zucker GmbH | Auftraggeber-GL: Roman Knotzer | Marketing-/Werbeleiter: Selma Illitz | Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann | Geschäftsleitung: Harry Bergmann | CD/AD: Francesco Bestagno | CD/Text: Alexander Hofman | Grafik: Claudia Strauß | Text: Daniela Horvath | Beratung:Christin Herrnberger (ED), Maria Obermayer

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17 Postings
Wir sind der Meinung, dass....

...uns Naschen, ohne Karies zu verursachen, lieber ist. Es gibt übrigens sogar schon Schokolade, die mit Steviasüßstoffen gesüßt ist. Sie schmeckt zwar nicht ganz so süß wie gewohnte Milka, aber das ist nicht unbedingt von Nachteil. Gibts zB. hier: http://www.steviaschoko.at

LG

Bravo, wieder ein weiterer Beitrag zur Förderung der Chemophobie

Atome, chemische Verbindungen und Gene gehören sofort verboten!

Glashaus, Steine!

am freitag bei der autofahrt von st. pölten nach amstetten zum ersten mal die entsprechenden plakate gesehen - und mich über so viel dummheit gewundert.

hauptsache das gibt wirtschaftsimpulse.

Warum eigentlich "WIENER Zucker"?

Wieviel Wien steckt wirklich im WIENER Zucker???

"Wos woa mei Leistung?"

plumpes kundenanliegen, da kann man der agentur keinen vorwurf machen. im sinne der kleingeistigen auftraggeber ok gelöst. pecunia non olet, in dem fall.

Ausgerechnet mit kaputtraffiniertem Kristallzucker gegen Süßstoffe wettern. Süß.

Grrrr

Schlag nach unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zuck... -Erzeugung

Nix gegen Rübenzucker, aber diese Steinschmeiß-Kampagne ist ja letztklassig. Wo bleibt das Sujet "Wollen Sie einen Löffel Bienenkotze in Ihren Tee?"

wohl weniger aufklärung

als vielmehr stumpfsinnige agitation im stil der fpö.

Lust auf 1-a-D-Glucopyranosyl-2-ß-D-fructofuranosid,
CAS Registry Number: 57-50-1?

klingt auch ziemlich gefährlich, gell? - die chemisch "richtige" bez. von zucker.

es gäb genug "stärken" von zucker gegenüber der genannten ersatzstoffe, die sich für interessante werbung eignen. die gegenüberstellung von einem trivialnamen und systematischen namen aus der chemischen nomenklatur ist nicht mehr als angstmacherische propaganda in ermangelung von ideen und bildung.

Im Gegensatz

zur FPÖ geht's hier halt nicht um Politik sondern um Zucker. Und Populismus ist in der Werbung genau dort, wo er hin gehört.
Dass man Werbung nicht immer ganz ernst nehmen darf, muss man 2012 hoffentlich nicht mehr erklären. Die Erste Bank ist nicht immer ganz so freundlich und der Media Markt hat nicht immer die geilsten Preise. Dass sich der Zucker von der "Konkurrenz" abheben will sei ihm auch verziehen.
Ich find die Kampagne gelungen. Vor allem als Plakat funktioniert sie gut.

quatsch mit soße

gute werbung macht auf kreative weise (vermeintlich) neues populär. schlechte (in jeder hinsicht) werbung setzt auf populismus.

Nö,

Werbung muss nicht zwangsläufig Neues populär machen, sie kann z. B. auch Unterschiede aufzeigen - mehr oder weniger kreativ ...

Es mutet an, als stamme Ihre Aussage aus dem Werbe-Skriptum eines WIFI-Kurses; klingt zwar irgendwie eh sehr intelligent, ist es aber nicht.

also für sie dann offensichtlich doch zu intelligent.

ich schreibe ganz bewusst von "vermeintlich neuem", differenziere "gute werbung" (populär machen, kreativ aufklärerisch) von "schlechter werbung" (unkreativ, populistisch), beides gibt's. wirklich! das wesentliche und da sind wir ja offensichtlich einer meinung: das ist schlechte werbung. in ihrer chemie unterscheiden sich zucker und ersatzstoffe nämlich kaum. drum schmecken's ja süß - heureka! der unterschied liegt im wirken auf die menschl. physiologie. da ist halt mehr auseinandersetzung und hirnschmalz in der einfachen vermittlung, kurz gute werbung - gefragt. anstatt dessen werden aber vorurteile (es gäbe etwas auf diesem planeten, das nicht "chemie" ist) instrumentalisiert. und das nervt immer. ist das böse. in politik wie im alltag.

Blödsinn.

Cola neben Cola Light und man schmeckt den Unterschied. Zucker trägt weit weniger zu Diabetes bei als Süßsstoffe und das Stevia, dass sich im Handel befindet hat mit der Pflanze nix mehr zu tun.
Nicht alles was Süß schmeckt ist gleich gut. Backen Sie mal mit Stevia...
Und nach wie vor ist der klassische Zucker der "natürlichste" Süßstoff, der sich im Handel befindet.
Zum Thema Werbung: Sie muss verkaufen. Und das ist ihr einziger Sinn und Zweck. Kreativanspruch stellt vielleicht der Werber und der eine oder andere Kunde, aber Werbung im Daily Business ist nicht sehr kreativ.

Ihnen ist entgangen,...

...dass Sie alles wiederholen, was die Zuckerlobby von sich gibt. Ihre Missverständnisse kurz berichtigt:

- Zucker ist nicht besser als sondern IST ein Süßsstoff
- Die verwendete Menge von Zuckersüßssstoff in Lebensmittel ist unübertroffen hoch.
- Niemand behauptet, dass Zucker ersetzt werden soll, es geht lediglich darum, die unglaubliche Zucker Konsummenge zu reduzieren. Wie wir wissen, sind Zuckeralternativen oftmals ungesund oder krebserregend (Aspartam, etc.).
- Mit dem Süßstoffen der Steviapflanze hat man eine Alternative Gefunden, die nachweislich nicht (!) gesundheitsschädlich sind und auch kein Karies verursachen.
- Dass ein ungewohnter Süßstoff anders schmeckt, darf akzeptiert werden.
- Viele Light-Produkte verwenden Aspartam.

jetzt verstehen wir uns.

siehe meinen hinweis auf die menschl. phyisiologie (z.B. wirkung auf insulin). die von ihnen angedeuteten lebensmittettechnolgischen eingenschaften sind ein zusätzlicher aspekt. sie sehen: 1000 möglichkeiten echten stärke/ unterschiede herauszuarbeiten.
nur: in seinem kohlenstoffgerüst und seinen funktionellen gruppen unterscheidet sich zucker eben nicht stark von ersatzstoffen. nur deshalb können diese überhaupt als (mehr oder weniger guter) ersatz als süßungsmittel eingesetzt werden.
und das es unkreative, simpel populistische werbung gibt, bestreite ich ja nicht. es gibt aber auch gute. und sinn und zweck dieses forums ist ja vor allem sich darüber auszutauschen.

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