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Stockholm - Wölfe im schwedischen Tierpark Kolmarden haben eine Wärterin getötet. Kollegen fanden die 30-Jährige leblos im Freigehege des Rudels, das sie allein betreten hatte. "Wir glauben, dass es sehr schnell gegangen ist", sagte der Chef des Tierparks, Mats Höggren, in der Montags-Ausgabe der Zeitung "Aftonbladet". Die Frau habe es am Sonntag kurz nach Beginn der Öffnungszeit nicht mehr geschafft, über Funk Hilfe zu rufen.
Besucher können Gehege betreten
Die Wärterin galt als erfahren und vertraut mit den acht Wölfen. Zu den beliebtesten Attraktionen in Kolmarden nahe der mittelschwedischen Stadt Norrköping gehört die Möglichkeit für Besucher, unter Aufsicht des Personals das Wolfsgehege zu betreten. Der Tierpark wirbt unter dem Motto "Nahkontakt mit Wölfen" auf seiner Internetseite damit, dass Interessierte eine Stunde lang mit den Tieren zusammen sein könnten. Das Programm wurde nach dem Unfall auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Was den Angriff des Rudels auf die Wärterin ausgelöst haben könnte, blieb wegen fehlender Augenzeugen ungeklärt. Höggren sagte der Zeitung "Dagens Nyheter", dass es in der Vergangenheit "kleinere Zwischenfälle" gegeben habe. Unter anderem sei ein 15-jähriges Mädchen gebissen worden, weil es während des Kontaktes mit den Tieren in Panik geraten sei.
Experte: Attacken "extrem selten"
Der Wolf-Experte Olof Liberg sagte im selben Blatt, dass Attacken der Tiere auf Menschen "extrem selten" seien. "Wölfe in Gefangenschaft haben vor Menschen keine Angst mehr. Sie halten sie für eine Art künstlicher Wölfe". Wahrscheinlich habe die Wärterin etwas Spezielles getan, was bei den Tieren ein "Mobbingverhalten" ausgelöst habe. (APA. 18.6.2012)
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@ selfedefense... offensichtlich ist ihr fachwissen über das verhalten von wölfen schon etwas veraltert...
in diesem zusammenhang sehr abenteuerlich die theorie aufzustellen, es habe einen "rangkampf" gegeben...
ich bin mir ziemlich sicher, (no,na)dass die wölfe wissen, dass sich menschen nicht mit wölfen verpaaren und sicherlich kein sexuelle rivalin in ihr sahen...
abgesehen davon, dass das sozialverhalten der wölfe etwas komplizierter ist als sie es hier dargestellt haben...
Vielleicht wollten die Wölfe die Frau gar nicht töten. Aber ein menschliches Tier hält eben weniger aus als ein Wolf, und das haben die Wölfe übersehen.
Wie bei dem Elefanten, der sich ganz normal pubertär verhalten hat und dabei einen Zoowärter wie einen anderen pubertären Elefanten attackiert hat. Für einen anderen Elefanten wäre es nur pubertäres Gerangel gewesen, für den Zoowärter war es dann tödlich.
Nichtmenschliche Tiere in Gefangenschaft vergessen manchmal, dass ein menschliches Tier nicht das gleiche aushalten kann.
wo Menschen mit Wölfen in einem Rudel zusammen leben, allerdings sind das Leute, die sich mit deren Sozialverhalten bestens auskennen.
In einem Wolfsrudel dürfen nur die beiden Alphatiere Nachkommen zeugen. So eine rangniedere Wölfin tatsächlich wirft, tötet die Alphawölfin deren Welpen.
Von daher sind Wölfe darauf programmiert, im Rudel die Alphaposition einzunehmen. Wird das bisherige Alphatier besiegt, muss es das Rudel verlassen und alsbald verhungern (So ersparen sich die Wölfe Pflegeheime und Pensionen).
Die wahrscheinlichsten Ursachen sind a) Auslösen des Beutetriebes (z.B: stolpern, hinfallen, blutige Verletzung) oder b) ein verlorener Rangordnungskampf.
Jessas, jetzt hat der böse Wolf schon wieder bissen!
O Wunder! Wölfe im Zoo verhalten sich ganz anders als in freier Wildbahn. Normalerweise meiden sie den Menschen, dort sind sie zur Tuchfüllung gezwungen. Nur eine Frage der Zeit, bis aus dem Dauerstress Fehlverhalten entsteht. Ergo: nicht wundern, sondern Wildtiere in Freiheit lassen! Wir wollen ja auch nicht unser Leben lang im Badezimmer eingesperrt und begafft und werden.
einerseits: ein wildtier ist und bleibt ein wildtier. es ist wahrscheinlich verführerisch diese tatsache zu vergessen, wenn man sie mehr oder weniger als haustiere hält.
der archaische reflex: tötet alle wölfe, bären, etc. in "unserem" kulturraum (ME, Alpenbogen...) ist in der heutigen zeit natürlich genauso überzogen.
mein vorschlag: r e s p e c t! (gesunder, meinetwegen)
Die Kriterien für einen "dokumentierten Wolfsangriff" sind:
- Der Wolf muss getötet und für gesund befunden werden
- Der Wolf muss nachweislich niemals in Gefangenschaft gehalten worden sein
- Es muss Augenzeugen geben
- Das Opfer muss getötet worden sein.
Somit ist dieser Vorfall kein "dokumentierter Wolfsangriff" weil nur das letzte Kriterium erfüllt ist.
Im Indischen Bundesstaat Bihar wurden in einem 63 Dörfer umfassenden Bereich zwischen 1993 und 1995 von 80 dort lebenden Kindern ganze 60 von Wölfen getötet.
Im Jahr 1997 gab es in Uttar Pradesch 76 Angriffe auf Kleinkinder aus 50 Dörfern, wobei mehr als 50 Kinder getötet wurden.
"Dokumentierte Fälle" sind selten, weil Angriffe fast immer auf einzelne Menschen erfolgen...
http://en.wikipedia.org/wiki/Wolf... _on_humans
Typischerweise erfolgen in Indien die Angriffe auf Kinder zwischen 3 und 11 Jahren, die alleine oder (seltener) in Begleitung einer Frau unterwegs sind.
Während des 1. Weltkriegs haben Wolfsangriffe auf Truppen in der Gegend Kaunas-Vilnius-Minsk zu einem vorübergehenden Waffenstillstand zwischen russischen und deutschen Verbänden geführt.
Bezeichnend ist auch der Zusammenhang zwischen Angrifsshäufigkeit und Schusswaffenbesitz. USA: Jagd durch bewaffnete Bürger -> scheue Wölfe. Europa: Jagd durch den Adel, wenig Waffenbesitz -> nicht so scheue Wölfe. Asien: kaum Jagd, kaum Waffenbesitz -> sehr aggressive Wölfe.
Doch Angst haben. Bzw. Respekt. Und jetzt wissen wir auch wieder, warum.
Der Mensch braucht halt die Abwertung des Tiers zum Kuscheltier um sich selbst im Zaum zu halten und es nicht auszurotten.
Für alles andere ist das durchschnittliche Denkvermögen zu undifferenziert.
Nachdem der Mensch massenhaft gequältes Tierfleisch frisst, ist es wohl nur ein Ausgleich, wenn das auch umgekehrt mal vorkommt. Will hier nicht über die arme getötete Frau als einzelne sprechen, ist sicher schlimm genug für ihre Verwandte und Freunde! Aber rein sachlich gesehen sind wir Menschen die viel größeren Verbrecher.
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