Griechische Gesellschaft hält härtere Sparmaßnahmen nicht aus

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18. Juni 2012, 11:08

Die austro-griechische Politikwissenschafterin Politologin Zoe Lefkofridi stellte sich den Fragen der Userinnen und User zur Wahl in Griechenland im derStandard.at-Chat

Die austro-griechische Politikwissenschafterin Zoe Lefkofridi glaubt daran, dass Griechenland demnächst eine neue Regierung hat. Sie geht davon aus, dass es eine Koalition aus den alten Regierungsparteien Nea Dimokratia (ND) und Sozialisten (PASOK) gemeinsam mit der Demokratischen Linken (DIMAR) geben wird. Die Kampagne der ND, die mit dem Angstszenario "Austritt" aus der Eurozone gespielt hat, habe den Wahlsieg gebracht. Die Griechen hätten diesmal definitiv strategisch und nicht nach Überzeugung gewählt.

Die Lebensfähigkeit der neuen Regierung werde aber von der Bereitschaft der Troika und auch Frankreichs und Deutschlands abhängen, die harten Sparmaßnahmen zu entschärfen. Wichtiger als sofortige Sparmaßnahmen seien nachhaltige Strukturmaßnahmen, eine reine Sparpolitik würde zu sozialen Unruhen führen und die Zukunft Griechenlands gefähren.
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