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Der Google Transparency Report listet für Österreich im zweiten Halbjahr 2011 vier staatliche Anfragen. Im ersten Halbjahr gab es noch keine solchen Anfragen.
Gern betont Google, dass man bereit sei für die Meinungsfreiheit der eigenen NutzerInnen zu kämpfen - im Notfall auch vor Gericht und gegen staatliche Behörden. Trotzdem muss man sich natürlich - will man in einem Land seine Services anbieten - an die jeweilige lokale Rechtslage halten, entsprechend immer wieder einmal Einträge aus der Google-Suche oder bei Youtube entfernen. Um diesen Vorgang möglichst transparent zu machen, veröffentlicht Google zwei mal jährlich einen "Transparency Report". Nun gibt es die Zahlen für die zweite Jahreshälfte 2011 - und diese zeigen einen beunruhigenden Trend, wie Google in einem Blog-Post festhält.
Requests
So nehmen die staatlichen "Takedown Requests" gegen missliebige Inhalte weiter zu, dies nicht zuletzt auch aus den westlichen Demokratien, beklagt das Unternehmen. Google verweist dabei auf einige besonders dreiste Beispiele: So habe es etwas aus Spanien insgesamt 270 Anfragen gegeben, in denen es um kritische Beiträge zu einzelnen PolitikerInnen ging. Zudem sei die Entfernung von drei Blogger-Accounts sowie derselben Anzahl von Youtube-Videos angefragt worden.
Beispiele
Dieser Aufforderung ist Google allerdings ebenso wenig nachgekommen, wie dem Wunsch einer polnischen Behörde an ihr geäußerte Kritik aus den Suchmaschinergebnissen entfernen zu lassen. Solch eine Weigerung funktioniert aber natürlich nicht in allen Fällen: So musste man denn auch auf richterliche Anordnung aus Deutschland 898 Suchergebnisse aus dem Google-Index löschen, die angebliche falsche Anschuldigungen gegen eine Behörde bzw. einen Mitarbeiter beinhaltete.
Aufgesplittet
Mit dem aktuellen Update erweitert Google auch die Funktionalität der eigenen Statistikseite. So wird nun etwa strikt zwischen gerichtliche angeordneten Entfernungen und anderen (polizeilichen) Anfragen unterschieden, zudem werden die betroffenen Services (von der Google Suche bis zum Play Store für Android) und der ungefähre Grund angegeben.
Statistik
All dies angereichert mit Zahlen, wie viele dieser staatlichen Anfragen auch tatsächlich erfüllt wurden. Bei richterlichen Anordnungen liegt dieser Wert im weltweiten Schnitt bei 65 Prozent, bei direkten Polizeianfragen bei 47 Prozent - wobei dies stark von Land zu Land variiert. In den USA werden beispielsweise selbst von den Gerichtsbeschlüssen nur 40 Prozent umgesetzt, dafür ist dort die Zahl der Anfragen auch besonders stark gestiegen und zwar um 103 Prozent.
Österreich
Aus Österreich gab es in dem erfassten Zeitraum vier "Takedown Requests", allesamt wegen "Verleumdung", die auch vollständig von Google erfüllt wurden. Die meisten gerichtlichen Anordnungen kamen aus Brasilien (128) vor den USA (117) und Deutschland (60), bei den Polizeianfragen führt Indien (96 - von denen aber nur 26 Prozent erfüllt wurden) vor Südkorea (94) und den USA (70). (apo, derStandard.at, 18.06.12)
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Netzwerk schließt solche Dienste auch dann aus, wenn sie im Land der NutzerInnen legal sind
Copernicus findet alles. Da kann die Zensur von mißliebigen Inhalten, die verbrecherische Regierungen zum Selbstschutz entfernen lassen wollen, auch nichts ausrichten.
Auch gibt es noch mehr als eine Suchmaschine, auf dieser unserer Welt, und auch mit den alternativen findet man mehr als genug - Zensur hin, oder her. Was gefunden werden kann, wird gefunden, so, oder so.
Copernicus was?
copernicus.org == organizer
copernicus.com == wallpaper
copernicus.net == trademarkagency
copernicus.us == page unavailable
copernicus.de == graphische werkstatt
weiter suchen mag ich aber nimmer, es scheint zu keinem ergebnis zu führen.
teilen sie ihr wissen doch bitte so, daß man es auch verwenden kann
Weil hier oft Dinge verwechselt werden.
Prinzipiell ist google.com von china aus erreichbar. Allerdings, zensiert China alle Inhalte, welche von ausserhalb kommen. Gibt man heikle Begriffe ein, wird die Verbindung (zu google.com) unterbrochen, und man muss 2 Minuten warten, bevor man wieder google benutzen kann.
Wohlgemerkt, es handelt sich um google.COM nicht google.CN (hier werden ja auch einige Menschen .com und nicht .at benutzen).
google.cn ist recht lustig, da es nur ein Bildlink ist auf google.com.hk. Auf com.hk gelten dann wieder die selben Regeln wie auf .com.
mfg
warum wird 1 wunsch erfülllt und einer nicht? in den USA sind es ja immerhin nur 40% und 60% wird einfach richterlichen beschlüssen nicht folge geleistet.
ganz egal wie man dazu steht und ob man staatliche zensur richtig findet oder nicht - sie machen zb. auch nichts anderes als die kärntner politiker die jahrelang beschlüsse zum ortstafelgesetz einfach ignoriert und sich über verordnungen hinweggesetzt hat.
und da sieht man das ganze nicht als heldentat an.
auch bei anderen firmen würd man es nicht als heldentat ansehen,wenn sie sagen:"die gesetze sind uns wurscht".
müßte nicht eigentlich zb.die USA die geschäftsführer von google in beugehaft nehmen bis die gesetzlichen vorgaben erfüllt sind?
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