Audi-Dreifachsieg bei Le-Mans-Jubiläum

17. Juni 2012, 16:21
  • Drei Audi waren beim Zieleinlauf vorne.
    foto: reuters/regis duvignau

    Drei Audi waren beim Zieleinlauf vorne.

  • Die zerknautschte Frontpartie des Toyota mit der Nummer 8.
    foto:bob edme/ap/dapd

    Die zerknautschte Frontpartie des Toyota mit der Nummer 8.

Österreicher out - Toyota-Pilot Davidson brach sich bei Unfall zwei Wirbel

Le Mans - Audi hat bei der 80. Auflage der 24 Stunden von Le Mans einen souveränen Dreifacherfolg gefeiert. Der Deutsche Andre Lotterer, der Schweizer Marcel Fässler und der Franzose Benoit Treluyer fuhren als Titelverteidiger und aus der Pole Position gestartet den prestigeträchtigen Triumph beim Langstrecken-Klassiker in Frankreich ein. Audis elfter Erfolg in den jüngsten 13 Auflagen war der erste auf einem Dieselhybrid-Prototypen.

Auf so einem war vor mehr als 200.000 Zuschauern auch das zweitplatzierte Team rund um Rekordsieger Tom Kristensen unterwegs. Kristensen, Allan McNish und Dindo Capello hatten eine Runde Rückstand. Den Dreifach-Triumph perfekt machten in einem Diesel-Audi Mike Rockenfeller, Oliver Jarvis und Marco Bonanomi. Audi, dem deutschen Autobauer aus Ingolstadt, fehlen noch fünf Erfolge auf Le-Mans-Rekordchampion Porsche.

"Das war ein großartiges Rennen. Le Mans ist etwas Besonderes", sagte Lotterer nach den 378 Rennrunden seiner Truppe. "Das war ein großer Sieg. Das war ein Rennen, wie man es wohl nur in Le Mans erleben kann", meinte Audis österreichischer Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Als bestes Nicht-Audi-Team wurden Neel Jani, Nicolas Prost und Nick Heidfeld in einem Lola Vierte.

Wurz zwischenzeitlich in Führung

Für die Österreicher lief es diesmal auf dem 13,626 Kilometer langen Kurs nicht nach Wunsch. Der Niederösterreicher Alexander Wurz war in einem Toyota unterwegs und schied nach einem Defekt aus. Dabei waren Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima sogar zwischenzeitlich in Führung gelegen.

Nach über einem Jahrzehnt Abstinenz schickten die Japaner zwei Prototypen auf den Kurs, auch Auto Nummer zwei erreichte aber nicht das Ziel. Stattdessen landete der britische Pilot Anthony Davidson mit einer schweren Verletzung im Krankenhaus.

Sein Toyota war beim Überholen nach einer Berührung durch einen unterklassigen Ferrari abgehoben und hatte sich überschlagen. Der Wagen schleuderte danach auch noch in die Reifenstapel. "In einem französischen Hospital mit einem gebrochen Rücken zu liegen ist nicht das, was ich mir zum jetzigen Rennzeitpunkt vorgestellt hatte", twitterte Davidson noch in der Nacht auf Sonntag. Die Diagnose ergab: Bruch des elften und zwölften Rückenwirbels. Heilungsdauer rund drei Monate.

Auch der Salzburger Dominik Kraihamer und sein OAK-Team im Pescarolo-Judd mussten aufgrund eines Motorschadens vorzeitig die Segel streichen. Ein kapitaler Motorschaden bedeutete das Ende des Traums von der Zielankunft. Dasselbe Schicksal ereilte Richard Lietz im Porsche und somit auch den dritten Le-Mans-Österreicher, Lietz und seine deutschen Kollegen Marc Lieb sowie Wolf Henzler scheiterten an Getriebeproblemen.  (APA, 17.06.2012)

Motorsport-Ergebnisse 24 Stunden von Le Mans:

1. Marcel Fassler (SUI), Andre Lotterer (GER), Benoit Treluyer (FRA) Audi R18 e-tron 378 Runden - 2. Rinaldo Capello (ITA), Tom Kristensen (DEN), Allan McNish (GBR) Audi R18 e-tron + 1 Runde - 3. Marco Bonanomi (ITA), Oliver Jarvis (GBR), Mike Rockenfeller (GER) Audi R18 ultra 3 - 4. Nick Heidfeld (GER), Neel Jani (SUI), Nicolas Prost (FRA) Lola-Toyota 11 - 5. Romain Dumas (FRA), Loic Duval (FRA), Marc Gene (ESP) Audi 12.

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deswegen stellen die Wiener Linien von Gas auf Diesel um.

Aber selbst passivrauchen ist (klarer Weise) gefährlicher als Diesel.

Le Mans in deutscher Hand.

und dann die Aussage vom unterklassiken Ferraristi: War nicht meine Schuld...
Jahr für Jahr Horrocrashes wegen den massiven Unterschieden

mir kommt so vor, dass die TOYOTA Rennwagen

gleich wie die PEUGEOUTS vom Vorjahr aussehen,

wurden die etwa abgekupftert,
oder sogar von Peugoeot gekauft, aund ein TOYOTA Sticker raufgemacht???

ich orte schummelei

Die F1-Autos sehen alle ziemlich gleich aus. Alle von Ferrari kopiert?

Die Prototypen versuchen alle eine möglichst Windschlüpfrige Form zu finden (abgesehen von den Karosserieteilein die Abtrieb erzeugen).
Das man da im Rahmen des Reglements, auf ähnliche Lösungen kommen wird, sollte jetzt nicht allzu überaschend sein.

Auserdem wird diese Form mehr oder weniger schon seit sehr langer Zeit verwendte (Porsche 917 u. 962, Renault Alpine fallen mir da spontan ein).
Nur dass sie sich im Laufe der Zeit immer weiter verbessert wurde.

Den Effekt konnte man gerade in dieser Formel 1 Saison beobachten, als die FIA festlegte das die Nasen der Autos tiefer realisiert werden müssen.

grad die

genannten Porsches 917 u. 962 zeigen dass die Äußerlichen Ähnlichkeiten wenig besagen.

Die Autos waren unterschiedlich wie Tag und Nacht in Bezug auf die Bauweise ( Rohrrahmen vs. Alumonocoque ) ,
das Package ( langer 12Zylinder Flachmotor gegen kurzen breitbauenden 6 Zylinder Boxer, Seitentank vs. Zentraltank, glatter Unterboden vs. Groundeffect, Frontkühler gegen Seitenkühler )
und die Aerodynamische Funktionsweise (der 956/962 war ein Groundeffect-Car mit Heckdiffusoren über ca 40% der Fahrzeuglänge und der "Singerdelle" unter dem Vorderwagen, der 917 konventionell ).
Dass das Endergebnis gar nicht so viel anders aussieht ist eher ein begnadeter Zufall.

aha ?!

Hallo,
ich glaube du hast nicht sehr viel Ahnung. Schau dir mal den Toyota GT One von 98-99 an und die Autos die dem folgten ! Noch Fragen ausser vielleicht wer wann von wem abgeschaut oder abgekauft hat ?
Ich glaube Toyota hat es nicht nötig abzuschauen.

Gruß ;o) Rene

absolut richtig!

und beim sound check ware sie die besten

Schade, schade ...

Vor allem nachdem, was sich die Audis gegen Schluss des Rennens geleistet haben, wär der Sieg für Toyota durchaus möglich gewesen.
Wenn Toyota so weiterarbeitet, kann sich Audi nächstes Jahr warm anziehen, und übernächstes Jahr mit Porsche gibts vielleicht auch wieder einmal ein richtiges Rennen ...

eine frage, der kommende porsche, wird das mehr sein als ein umlackierter audi? ja, dürfens denn des? ich mein, der bentley war ja auch nur dasselbe in grün.

hat bei wurz die bremse wieder ueberhitzt?

Pfft,

ein Traktor von Audi gwinnt das Rennen.

Kann man Dieselmotoren da nicht verbieten?

Das ist ja grauenhaft!

Ich fahr zwar selbst einen Diesel weil mein überschwerer Windelbomber das billige Ölbrenner-Drehmoment brauchen kann, aber Rennwagen sollten doch tunlichst mit Benzin befeuert werden.

Das wirft zwei Hypothesen auf:

1. Audi kann keinen Ottomotor bauen der ein Rennen gewinnen kann.
2. Audi hat Angst dass ihre Autos zu spontaner Selbstentzündung neigen.

WER einen R8 mit einem Dieselmotor kaufen würde darf mir rot geben.

also das der VW Konzern keine Ottomotoren auf die Reihe kriegt ist jawohl bekannt...

So reich kann ich gar nicht sein, dass ich mir einen R8 kaufen würde. Egal mit welchem Motor.

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würden einen R8 mit einem Dieselmotor kaufen...

:)

Mehrfach falsch..

audi hat auch mit Benzinmotoren gewonnen.

Und bei heutigen Rennmotoren kommt es auf Drehmoment an, nicht was zur Verbrennung bzw. Explosion gebracht wird. und dann kommts noch auf den Verbrauch an.

Audi gewann Le Mans mit Benzinmotoren erst, als es keine ernsthafte Konkurenz mehr gab...

Ich darf noch träumen...

Ich würde mich freuen, wenn nächstes Jahr Porsche (hat es da nicht geheißen, dass sie erst 2012 antreten?), Audi, Toyota und Nissan (Der Deltawing hat ja eine faszinierende Form) um den Sieg mitfahren. Wär spannender als jedes F1-Rennen (obwohl ich eingefleischter Fanatiker bin) und man könnte den technischen Vorsprung eines der beiden Länder sehen.
Um Davidson tuts mir leid, meiner Meinung nach war der Ferrari schuld, aber so ist nun einmal der Rennsport.

Handschellen als Logo

An die Audi Fans, das sind keine Straßenwagen, die da gewonnen haben. Es sind Rennwagen, Prototypen, Serienreife des Antriebs irgendwann.
Toyota hat Autos mit Hybrid seit Jahren im regulären
Angebot, die kann frau und mann kaufen.

Wer will schon ein Auto mit zwei Handschellen als Logo

Na, was jetzt?

Klar sind das Rennwagen. Klar haben die nichts mit den Serienautos des Hersteller zu tun.

Ist bei Toyota aber auch so. Glaubst, der Toyota TS030 Hybrid ist ein hochgezüchteter Prius?

Oder was sonst soll der Hinweis auf Hybridautos, die „frau und mann” kaufen kann?

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