"Mad Dog" wird ein "Wolf"

Pogatetz-Wechsel von Hannover zu Wolfsburg unter Dach und Fach - Vertrag bis 2015 - Pogerl hat größere Ziele in Aussicht

Wolfsburg - Emanuel Pogatetz hat seit Mittwoch einen neuen Arbeitgeber. Der österreichische Fußball-Teamspieler wechselte innerhalb der deutschen Bundesliga von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg, wo er einen Vertrag bis 2015 erhielt. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart, laut deutschen Medien bezahlte der Club von Trainer Felix Magath rund zwei Millionen Euro.

Der Star-Coach hält große Stücke auf seinen neuen Innenverteidiger. "Er ist ein erfahrener Spieler, der eine Abwehr organisieren kann. Er bringt immer vollen Einsatz, schont sich nicht und stellt sich zu jeder Zeit voll und ganz in den Dienst der Mannschaft", erklärte Magath.

Schmadtke knirscht

Bei Hannover nahm man den Abgang des 47-fachen ÖFB-Internationalen (2 Tore) zähneknirschend zu Kenntnis. "Ich bedauere zweifelsfrei den Weggang von Emanuel Pogatetz und danke ihm für seine Leistungen in den vergangenen zwei Jahre für Hannover 96. Wir respektieren, dass er sich nun entschieden hat, den Verein zu wechseln", sagte Hannovers Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der den Brasilianer Felipe Trevizan als Ersatz für Pogatetz verpflichtete.

Pogatetz freut sich auf die neue Herausforderung in Wolfsburg. "Ich hatte eine tolle Zeit in Hannover. Wir haben viel erreicht in den letzten zwei Jahren, und die Unterstützung durch die Fans war super", wurde der Steirer in einer Aussendung seines Managements zitiert. "Nun freue ich mich aber auf die Aufgabe in Wolfsburg. Ich sehe die Chance, ganz oben in der Bundesliga mitzuspielen, und habe ehrgeizige Ziele mit dem VfL."

Differenzen mit Hannover-Trainer

Der Steirer kam im Sommer 2010 nach einem fünfjährigen Engagement bei Middlesbrough zu Hannover 96 und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Niedersachsen seither im Spitzenfeld der Bundesliga etablierten. Die Saison 2010/11 wurde auf Platz vier abgeschlossen, in der vergangenen Spielzeit reichte es zu Endrang sieben und zur Teilnahme am Europa-League-Viertelfinale.

Pogatetz, der es für Hannover auf 57 Bundesliga-Partien (1 Tor) und zwölf Europa-League-Spiele brachte, war lange Zeit fixer Bestandteil der Mannschaft, weshalb sein Vertrag erst im vergangenen Februar bis 2015 verlängert wurde. Kurz danach aber kam es zu Differenzen mit Trainer Mirko Slomka - Pogatetz war auf einmal kein unumstrittener Stammspieler mehr, was schließlich den Ausschlag für den Wechsel gab. (APA, 20.6.2012)

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