Einen Tag lang rollen Personenzüge Richtung Kaltenleutgeben

15. Juni 2012, 20:16
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Perchtoldsdorf/Wien - Für einen Tag verwirklicht der Verein "Pro Kaltenleutgebnerbahn" am Sonntag seine Vision. Dann fahren von der "Waldmühle" über Rodaun, Perchtoldsdorf und Liesing (sowie dreimal direkt weiter bis Meidling) Personenzüge. Dazu genutzt wird die Güterbahntrasse von der früheren Perlmooser Zementfabrik, auf deren Areal 450 Wohnungen entstehen sollen. Wegen der Baupläne kämpfen Bürgerinitiativen sowie unter anderem die Liesinger Bezirks-ÖVP für eine Nutzung der 5,5 Kilometer langen Trasse mit Personenzügen.

Strecke nicht elektrifiziert

Die ÖBB, derzeitiger Eigner, sieht das nicht vor. Die Strecke müsste "komplett saniert werden" - Bahnsteige errichtet, Kreuzungen gesichert etc., gibt ein Bahnsprecher zu bedenken. Derzeit dürfe man die Gleise dort nur mit 25 km/h Geschwindigkeit befahren. Außerdem ist die Strecke nicht elektrifiziert. Aktuelle Kostenschätzung für die nötigen Maßnahmen gebe es keine, da man keinen Vorteil gegenüber der vorhandenen Busverbindung sehe.

Die Bahnfans der Region wollen mit ihrer Aktion zeigen, dass es auch Alternativen zur ÖBB gibt. Für den improvisierten Betrieb mit Dieselloks am Sonntag springt die Raaberbahn (GySEV) ein. (spri, DER STANDARD, 16.6./17.6.2012)

Info:

Fahrplan und -karten unter www.pro-kaltenleutgebnerbahn.at

  • Am Sonntag zeigt der Verein Pro Kaltenleutgebnerbahn gemeinsam mit der Raaberbahn AG, wie ein regulärer Personenverkehr auf der Kaltenleutgebnerbahn aussehen könnte.
    foto: verein pro kaltenleutgebnerbahn

    Am Sonntag zeigt der Verein Pro Kaltenleutgebnerbahn gemeinsam mit der Raaberbahn AG, wie ein regulärer Personenverkehr auf der Kaltenleutgebnerbahn aussehen könnte.

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