Peruanischer Präsident nimmt geraubte Mumie auf Heimreise mit

Menschliche Überreste stammen aus einem geplünderten Grab und gelangten illegal nach Deutschland

München/Lima - Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat von seinem Staatsbesuch in Deutschland eine mehr als 500 Jahre alte Mumie mit in seine Heimat genommen. Das Staatliche Museum für Völkerkunde in München bestätigte am Freitag peruanische Medienberichte. Die Mumie wurde vor 27 Jahren aus einem Grab im peruanischen Hochland geraubt und illegal nach Deutschland eingeführt, wie der stellvertretende Museumsdirektor, Wolfgang Stein, sagte. 1986 wurde sie von der Polizei beschlagnahmt und dann in dem Münchner Museum untergebracht.

"Sie wurde hier nie ausgestellt", betonte Stein. Er selbst reiste nach Berlin, um sie Humala im Hotel Adlon zu übergeben. Fachgerecht verpackt machte sich die Mumie nach einem Vierteljahrhundert im bayerischen Exil auf den Rückweg in ihre Heimat. Dort soll sie nach Angaben Steins an ein Museum übergeben werden. (APA/red, derStandard.at, 15.6.2012)

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