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Wien - Die Kärntner Hypo Alpe Adria will zehn Milliarden an Krediten in eine Verwertungsgesellschaft auslagern und somit die von der Finanzmarktaufsicht verlangte staatliche Eigenkapitalzufuhr von rund 1,5 Milliarden vermeiden. Doch für den Schritt benötigt sie die Zustimmung der BayernLB, die sich im Rahmen der Notverstaatlichung wie berichtet entsprechende Vetorechte bei Umstrukturierungen ausbedungen hat. Das ist insofern brisant, als die Hypo ihren Ex-Aktionär gleich in mehreren Fällen belangen will. So erachtet sie eine Finanzierung der Münchner von knapp drei Mrd. Euro als Eigenkapitalersatz und prüft zudem Schadenersatzforderungen, weil die Hypo in der Bayern-Ära Problemkredite en masse anhäufte.
Hypo-Chef Gottwald Kranebitter hält die Spaltung der zweifelhaften "Assets" in eine eigene Verwertungsgesellschaft dennoch für machbar und verweist auf die Vorteile: Die "gesunden" Banken in Österreich, Italien und Südosteuropa könnten somit unbelastet verkauft und der Erlös folglich gesteigert werden. Er verweist darauf, dass an den zehn Milliarden an Krediten drei Mrd. Euro an Wertberichtigungen vorgenommen worden seien und zudem Sicherheiten wie Immobilien vorlägen. Freilich bedürfe es einer Verlustausgleichsgarantie des Staates und einer Gesetzesänderung. "Zerstörerisch" wäre eine Abwicklung der Hypo. Das würde laut Kranebitter mindestens sechs Mrd. Euro kosten. (as, DER STANDARD; 16./17.6.2012)
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