Kollateralschäden des Fortschritts

Ansichtssache15. Juni 2012, 18:01
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Klimaforscher Reinhard Böhm und Gletscherspezialist Wolfgang Schöner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) haben für den Standard die Satellitenaufnahmen auf den folgenden Seiten analysiert und kommentiert. Ihre Expertise fließt in die Beschreibung des Bildmaterials ein, das die Veränderung einer Region oder ganzer Weltteile, durch Klimawandel oder Landnutzung, im zeitlichen Vergleich zeigt. So wurde 1972 von den Staaten Mali, Mauretanien und Senegal die „Organisation pour la mise en valeur du fleuve Sénégal" (OMVS) gegründet. Mit dem Ziel, den Senegal- Fluss und dessen Einzugsgebiet von 289.000 Quadratkilometern besser zu nutzen. Unter anderem, um weiteren Dürren Herr zu werden, wurde deshalb das rund 477 Quadratkilometer große Manantali Reservoir in Mali errichtet. Die Aufnahmen zeigen das Gebiet vor (1978, li.) und nach der Aufstauung (2004). Der Damm beeinflusste den natürlichen Wasserzyklus, was in einigen Gegenden beispielsweise zur Versalzung der Böden führte. Kollateralschäden des Fortschritts, denn ein Kraftwerk am Stausee versorgt seit 2002 neben Mali auch Mauretanien und den Senegal mit Strom. (max)

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