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Ankara - Der türkische Verfassungsgerichtshof hat am Freitag entschieden, dass Staatspräsident Abdullah Gül bis zum regulären Ende seines siebenjährigen Mandats 2014 im Amt bleiben soll. Gleichzeitig ließ das Gericht eine Wiederkandidatur Güls zu, auch wenn der nächste Präsident nach Annahme einer neuen Verfassung direkt vom Volk gewählt wird, wie der stellvertretende Generalsekretär des Verfassungsgerichts, Ahmet Kirtepe, in Ankara bekanntgab.
Wegen der geplanten neuen Verfassung war die Dauer der Amtszeit von Gül juristisch umstritten. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan strebt die Einführung eines Präsidialsystems an, um selbst an die Spitze des Staates zu treten. Es wird spekuliert, Gül könnte ihm als Chef der regierenden islamisch-konservativen AKP-Partei folgen - ein Ämtertausch nach dem Vorbild des russischen Tandems Putin-Medwedew. (APA/Reuters, 15.6.2012)
Hunderte schweigende Menschen am Dienstagabend auf dem Taksim-Platz - Blick auf das Atatürk-Porträt
Erneut Tränengas-Einsatz gegen Demonstranten in Istanbul - Zusammenstöße mit der Polizei in Ankara
"Demokratie hat gesiegt" - Regierungschef verurteilt "Verräter" und ihre "ausländischen Komplizen"
Polizei geht in mehreren Städten gewaltsam gegen Regierungskritiker vor - Gewerkschaft kündigt landesweite Streiks an
Proteststehen gegen Erdogan: Der türkische Performancekünstler Erdem Gündüz löst eine neue Bewegung des zivilen Widerstands aus
"Ich hoffe, dass heute Abend alles vorbei sein wird" - Türkischer Regierungschef bestätigt vorläufigen Baustopp
Die türkische Polizei geht mit unverminderter Härte gegen Demonstranten vor. Die machen in Istanbul und anderen Städten auch nach der gewaltsamen Räumung des Gezi-Parks mit ihren Protesten gegen den autoritären Regierungsstil von Premier Erdogan weiter
Regierungssprecher: Sollte Baustopp von Gericht aufgehoben werden, sollen die Bürger in einem Referendum entscheiden
Mit der Stürmung des Gezi-Parks wollte der türkische Premier die Proteste beenden. Sonntag brachte seine Partei zehntausende Unterstützer auf die Straße. Doch die kriegsähnliche Nacht in Istanbul lässt den Beginn neuer Demonstrationen ahnen
STANDARD-Korrespondent Markus Bernath beantwortete Userfragen
Mindestens vier Ärzte in Istanbul in Haft, die verletzte Demonstranten behandelten
Ministerpräsident bietet zuvor Referendum über Gezi-Park an
Regierungschef: "Wir überlassen den Platz keinen Terroristen" - Erneut Straßenschlachten in Istanbul
Türkische Regierung fordert Demonstranten aber weiter zum Abzug auf
Minister droht: Wer den Platz betritt, wird wie ein Terrorist behandelt - Erneute Straßenkämpfe in Istanbul - Solidaritätskundgebungen in Wien
Auf dem Taksim-Platz in Istanbul bleibt die Lage nach der gewaltsamen Räumung angespannt. Die Behörden dulden die Parkbesetzer, feuern aber mit Tränengas auf sie. Im ganzen Land dauern die Anti-Erdogan-Proteste an.
Mann soll Autobombenanschlag geplant haben, durch den 52 Menschen starban
Premier Erdogan bot eine Auszeit und ein Plebiszit an, die Entscheidung liege bei den Parkbesetzern, sagt die Plattform Taksim-Solidarität
Drohung mit Gewalt, Planung eigener Kundgebungen - und ein Gesprächsangebot
Eine parteiübergreifende Resolution des Europaparlaments zu den andauernden Protesten in der Türkei lässt die Regierung schäumen. Die EU habe ihm nichts zu sagen, erklärte Premier Tayyip Erdogan
Am neunten Tag der Proteste gegen Umbaupläne in Istanbul und den autoritären Stil von Premier Erdogan hat sein Vize Arinç Vertreter der Demonstranten empfangen. Sie übergaben einen Forderungskatalog
Bedrängter Ministerpräsident wirft Unzufriedenen Vandalismus vor - Schwere Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten bei Protestcamp - Brandsätze auf Beamte geschleudert
Präsident Gül vergleicht Proteste in Türkei mit Occupy-Bewegung - Weiter Demonstrationen in Ankara und Istanbul
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