VZ-Netzwerke setzen auf die Nische

15. Juni 2012, 14:49

Heuer keine schwarzen Zahlen erwartet

Angesichts der drückenden Dominanz von Facebook wollen sich die VZ-Netzwerke in die Nische retten. Der Betreiber der Plattformen SchuelerVZ, StudiVZ und MeinVZ verfolge künftig einen "vertikalen Ansatz", erklärte Geschäftsführerin Stefanie Waehlert - es geht also um eine Spezialisierung. Das Unternehmen hatte am Montag angekündigt, das Online-Netzwerk SchuelerVZ in Idpool umzubenennen und zu einem "edukativen Angebot" umzubauen. Für StudiVZ und MeinVZ würden "neue Optionen" geprüft. Der Umbau der Firma sei eine "tiefgreifende Neuausrichtung", betonte Waehlert.

Die Holtzbrinck-Tochter VZ-Netzwerke firmiert künftig unter dem Namen Poolworks. Sie soll künftig stärker mit anderen Teilen der Verlagsgruppe kooperieren. SchuelerVZ passe "strategisch perfekt ins Portfolio" mit seinen Angeboten für Bildung und Wissenschaft, sagte Waehlert. Als mögliche Kooperationspartner nannte sie das Kindermagazin "ZEIT Leo" und die Lernplattform Bettermarks.

Minus

Der Umbau zieht das Unternehmen ins Minus. 2011 sei man an der Gewinnschwelle gewesen, in diesem Jahr werde es angesichts der Investitionen und des Personalabbaus jedoch keine schwarzen Zahlen schreiben, kündigte Waehlert an. Fürs kommende Jahr zeigte sie sich optimistischer: "Wir gehen von einem erfolgreichen Neustart aus, das wird sich 2013 in den Zahlen auswirken."

Das 50-köpfige Technik-Team wird in die Firma Devbliss überführt. "Sie kümmert sich noch schwerpunktmäßig um die Neuausrichtung der VZ-Netzwerke", sagte Waehlert. Aber der Technik-Dienstleister arbeitet schon an weiteren Aufgaben in der Holtzbrinck-Gruppe. Das Know-how in der agilen Software-Entwicklung wird künftig nicht nur für Idpool, sondern die Verlagsgruppe insgesamt eingesetzt. (APA, 15.06. 2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.