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Austin - Lance Armstrong muss um sein sportliches Lebenswerk bangen. Der nach der Dopinganklage durch die US-Anti-Dopingbehörde (Usada) massiv unter Druck stehende siebenmalige Tour-Sieger sieht sich mit neuen belastenden Vorwürfen konfrontiert. Laut der Sporttageszeitung Gazetta dello Sport soll Armstrong dem höchst umstrittenen italienischen Sportarzt Michele Ferrari im Jahr 2006 eine Summe von 465.000 US-Dollar überwiesen haben. Dies geht aus Ermittlerkreisen der Staatsanwaltschaft von Padua hervor.
Ferrari war bereits 2004 wegen Sportbetruges zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Armstrong, der Ferrari noch im vergangenen Jahr als "guten Freund" bezeichnete, hatte die Zusammenarbeit mit dem Mediziner daraufhin offiziell für beendet erklärt. Die Usada hat Armstrong formal des Dopings angeklagt und sich auf Aussagen von Zeugen berufen, denen Anonymität und Immunität versprochen wurde. Ihm und fünf weiteren Personen, darunter Ferrari und RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel, wird der Handel und die Anweisung zur Verabreichung von verbotenen Substanzen vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht Arm-strong eine lebenslange Sperre und der Verlust der Tour-Titel. Mehr als zehn nicht genannte Fahrer und Teamangestellte der früheren Armstrong-Teams hatten dazu ausgesagt.
Nach den Usada-Beschuldigungen war Armstrong für Triathlon-Wettbewerbe - seine neue sportliche Leidenschaft - gesperrt worden. Im Oktober wollte der 40-Jährige zum ersten Mal den Ironman auf Hawaii bestreiten. Armstrongs Anwalt Robert Luskin fordert in einem Brief an die Usada die Benennung der Belastungszeugen. Es sei "unverschämt, sich bei solch bewusst vagen Anschuldigungen auf geheime Zeugen zu stützen". Die Usada will die Zeugen vor dem Versuch der Einflussnahme zu schützen.
Für das vor der Saison hochgehandelte Team RadioShack bedeutet die Anklage gegen Teamchef Bruyneel einen schweren Rückschlag. Der Belgier, der insgesamt neun Tour-Siege in leitender Funktion verantwortete, hatte die Fusion seines Teams Radio-Shack mit der Spitzen-Equipe von Leopard-Trek einen "Meilenstein" genannt. Nun steht das Prestigeprojekt plötzlich vor einer ungewissen Zukunft.
Vier Ex-Teamkollegen von Armstrong haben derweil freiwillig auf ihren Olympia-Start in London (ab 27. Juli) verzichtet. George Hincapie (38), Levi Leipheimer (38), Christian Vandevelde (36) und David Zabriskie (33) baten darum, bei der Nominierung nicht berücksichtigt zu werden, teilte der US-Verband mit, der "über die Gründe der Bitte nicht spekulieren" wollte. (APA, sid, fri, DER STANDARD, 18.6.2012)
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Gäääähhhn ! Es gibt den gesellschaftlichen Konsens,
welweit, gegen Doping aufzutreten. Ähnlich wie Steuerbetrug. Natürlich wird es immer Steuerbetrug geben, aber es wird dagegen vorgegangen. Die Dopingbekämpfung im Profisport ist ein Grauzonenbereich. Die Regeln, Kontrollen und Konsequenzen werden den Verbänden überlassen. Also,
wie glaubwürdig ist das denn ? Null ! Es st massig Geld im Spiel und die Fans wollen Helden..
Aber, man könnte seriös was machen, da müssen die Verbände und Länder einig auftreten.
gesellschaft ist ja auch ein eigener industriezweig mit arbeitsplätzen, steuergeld und einer vielzahl von leuten, denen es ermöglicht wird sich - wofür ?? - wichtig zu machen.
Schon vor mehr als 10 Jahren hat es ein Standard Artikel treffend formuliert: Die Doping Debatte ist ähnlich, wie wenn sich erwachsende Menschen darüber beklagen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.
d.h. diese organisation will einen fahrer sperren und sagt 10 anderen, daß sie , wenn sie gegen den einen aussagen, keinerlei befürchtungen wegen ihrer eigenen vergehen zu haben brauchen....
also daß müssen ja einige leute in der USADA armstrong ja richtiggehen hassen, wenn ihnen selbst ein 1:10 verhältnis, bzgl. sperre und bekennenden dopern die nicht gesperrt werden, wert ist.
also aus logischer sicht wäre es sinnvoller 10 leute zu sperren als einen einzigen.....
Er ist mein 'Held' weil er die ganze USADA vorführt. Das werden viele ähnlich sehen. (Vor allem in der USADA)
Das echte Problem ist ja, dass viele - wie auch ich - schon lange davon ausgehen, dass er kräftig dopt, nur eben zu gescheit für die Dopingjäger ist.
Möge das beste Doping gewinnen!
es war doch klar, das Lance nach seiner Hodenkrebserkrankung, körperlich völlig verändert
( Aussagen seiner damalgen Kumpels ...) ins sportgeschehen Einstieg. seine Arbeit mit Ferrari DEM
Dopinggenie schlechthin , ist ebenso bekannt, die Aussagen von Landis und anderen sind auch evident.
Ganz zu schweigen von seinen positiven Nachtest... Die natürlich, weil Armstrong die B-Proben nicht authorisiert, rechtlich wertlos sind. aber, hier gehts um die Glaubwürdigkeit der UCI, die ihn und andere gedeckt hat. - übrigens, in anderen Sportarten ist's ähnlich. Tennis hat kaum Kontrollen und Nadal ist ein Henker der läuft und läuft, zufällig auch auf Teneriffa, wo Dottore Ferrari seinen stützpkt hat ;)
ob armstrong gedopt hat ja/nein darum geht es mir nicht.
mir geht es darum, daß diese organisation ZEHN leuten sagt "ist wurscht wenn du gedopt hast - hauptsache du sagst gegen armstrong aus dann kannst du weitermachen wie bisher".
d.h.man bestraft 10 leute nicht um 1 bestrafen zu können ... .umgekehrt wäre es wohl weitaus besser findest du nicht?
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