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Wien - Die Konjunktur in Österreich trübt sich allmählich ein. Die Zuspitzung der Euro-Krise vor den Wahlen in Griechenland und die finanziell angeschlagenen Banken in Spanien beginnen, die heimische Wirtschaft zu überschatten. Der Aufwind zu Beginn des Jahres schwächt sich nun deutlich ab. "Der Bank Austria Konjunkturindikator zeigt im Mai zwar bereits die fünfte Verbesserung in Folge an, doch der Anstieg auf 0,7 Punkte fiel denkbar gering aus", resümiert Chefökonom Stefan Bruckbauer heute, Freitag, in einer Aussendung.
Für heuer halten die Ökonomen der Bank Austria zwar an ihrer BIP-Wachstumsprognose von 0,8 Prozent fest, doch die Aussichten für 2013 wurden nun bereits von 2,0 auf 1,5 Prozent zurückgeschraubt, geht aus dem aktuellen Konjunkturindikator des Instituts hervor. Die Verunsicherung über die Eurozone und den Zusammenhalt der einzelnen Mitglieder habe sich erneut zugespitzt und schlage sich nun spürbar auf die Entwicklung der Realwirtschaft nieder.
Belebung
Im Sog der Beunruhigung über die weitere Entwicklung der Eurozone "droht die bisher schon recht zähe Konjunkturbelebung noch vor dem Sommer an Schwung zu verlieren", so Bruckbauer. Die erhöhte Spardisziplin in Europa dämpfe die Hoffnung auf eine baldige Belebung der heimischen Wirtschaft.
Die Chancen auf eine Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt schwinden in diesem Umfeld. Im Mai habe die saisonbereinigte Arbeitslosenquote (nach nationaler Definition) 7 Prozent erreicht - ein Wert, der laut Einschätzung der Bank Austria auch im Jahresdurchschnitt 2012 beibehalten wird. 2011 lag die Quote bei 6,7 Prozent.
"Die Anzahl der Arbeitslosen steigt wieder etwas an", hält Ökonom Walter Purtschedl fest. Das starke Beschäftigungswachstum des ersten Quartals 2012 habe sich verringert. Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt sei aber weiterhin "die beste in Europa".
Das moderate Wirtschaftswachstum des ersten Quartals 2012 - mit einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal bzw. von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, dürfte das stärkste des laufenden Jahres gewesen sein, schätzt der Konjunkturexperte. Im zweiten Quartal wächst die Wirtschaft gegenüber dem ersten Jahresviertel laut Bank Austria um 0,2 Prozent. Gestützt wird die Konjunktur in Österreich in erster Linie durch den Außenhandel und den privaten Konsum. Die Investitionen litten hingegen bereits stark unter der bestehenden Verunsicherung. Für den Euroraum rechnen die Experten im zweiten Quartal mit einem leichten BIP-Rückgang um 0,4 Prozent. (APA, 15.6.2012)
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Diese Verbreitung von Negativstimmung halte ich für dumm und fahrlässig. Wer nur Überschrift und Bild sieht könnte vermuten, dass das Ende nah ist. Dabei gibt's 1,5% Wachstum. Das ist des Standard nicht würdig. Diese Bad News Mentalität ist für mich mittlerweile kaum mehr zu ertragen.
dass die Medien dem Volk einmal ausführlich erklären, warum wir ständiges Wachstum brauchen. Damit wäre den Menschen auch klar, dass wir es eigentlich nicht wirklich brauchen.
Aber dafür ist anscheinend kein Raum. Weder in den Zeitungen noch im gebühren- und steuergeldgeförderten ORF.
Ein Trauerspiel.
Wachstum, Wachstum und wieder Wachstum.
Ich kann das Wort gar nimma hören.
Wo sollen wir den hinwachsen ??????
Sind wir doch mal froh, dass es kein Minus gibt.
Wir sind in Österreich gut unterwegs, wenn vielleicht auch nicht spitzenmäßig.
Aber muss es immer ein Wachstum von 2 Prozent geben - ist doch Irre.
Sie sollten die Ursache Anprangern - nicht die Wirkung. Sprich: Das Geldsystem, in dem private, profitorientierte Unternehmen das Geld in Form von Krediten aus dem Nichts schöpfen und Zinsen dafür kassieren. Der Wachstumszwang entsteht erst dadurch, dass für die Zinsen erst wieder neues Geld in Form von neuen Schulden in Umlauf gebracht werden muss, welche wiederum verzinst sind usw. usf... Pyramidenspiel, Schneeballsystem - nennen Sie es wie sie wollen. Das Ende ist erreicht wenn bereits alles und jeder so tief verschuldet ist, dass eine weitere Ausweitung der Gesamtverschuldung nicht mehr möglich ist - also JETZT.
Muss es - eigentlich noch mehr als 2%.
Zumindest in "unserem System", das auf Wachstum aufgebaut ist.
Ohne Wachstum müsste man die Reichen, die immer reicher werden, wirklich einmal (teil-)enteignen. Und wenn man das nicht macht, wird durch die Arbeitslosigkeit ein großer und wachsender Teil der Gesellschaft systematisch verarmen.
Da ist "Wachstum" - auch wenn es zu Lasten der Umwelt geht - noch das kleinste Übel, weil beide von mir genannten Varianten laufen im Normalfall nicht friedlich ab.
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