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Die äthiopische Regierung hat ein Gesetz durchgebracht, das die Nutzung von VoIP-Diensten wie Skype strafbar macht. Nutzer riskieren bis zu 15 Jahre Haft, wie Techcrunch unter Berufung auf Al Jazeera berichtet.
"Nationale Sicherheitsbedenken"
Das Gesetz sei bereits vergangenen Monat in Kraft getreten. Internationale Medien haben jedoch erst jetzt davon erfahren. Laut Regierung gebe es "nationale Sicherheitsbedenken" gegen VoIP-Dienste. Außerdem wollen die Behörden das Monopol der staatlichen Ethio Telecom aufrechterhalten.
Lizenzen für Kommunikationssysteme
Das Gesetz verbiete auch "Audio- und Video-Datenverkehr über Social Media". Zudem will die Telekombehörde den Import von Kommunikationssystemen an private Firmen überwachen und Lizenzen ausstellen.
Tor blockiert
Die Regierung lasse Berichten zufolge schon länger den Internetzugang der Bevölkerung filtern, um ausländische Medien und oppositionelle Blogger zu blockieren. So sei etwa auch der Zugang Tor gesperrt, wie Reporter ohne Grenzen berichtet. In Äthiopien hatten 2010 nur rund 700.000 der 84 Millionen Bürger Zugang zum Internet. (red, derStandard.at, 15.6.2012)
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Dabei geht es doch einzig und alleine darum, dass sonst den staatlichen Telefongesellschaften beträchtliche Einnahmen entgehen.
Ich kenne diese Gesetzte, allerding nicht mit diesen drakonischen Strafen, auch von den Bahamas. Da hat praktische jede ausländische Firma aus Kostengründen VoIP verwenden wollen und die Regierung hat es bei Strafe verboten.
Nachtrag: Ich glaube kaum, dass Äthiopien derzeit technisch in der Lage ist VOiP usw. zu blockieren. Die Telekommunikationsinfrastruktur ist dort auf vorsintflutlichem Niveau. Internet gibt es entweder via Einwählmodems oder via Satellit. In Addis vielleicht auch ein paar ADSL Anschlüsse. Aber selbst bei großen Institutionen ist der Internetzugang oft katastrophal langsam. Was das einzige Handynetz angeht, da muss man schon froh sein, dass man in den wichtigsten Städten Empfang hat. Datenverbindungen unmöglich.
Soweit ich weiß, war es auch früher nicht legal. Zumindest wurde mir das in Äthiopien gesagt. Als ich in Addis Abeba war hab ich es allerdings verwendet - das einzige Mal als ich eine halbwegs akzeptable Verbindung hatte. An den meisten Orten hat man nicht einmal eine 56k Verbindung.
Interessanterweise dürfen Ausländer in Äthiopien auch keine SIM-Karten erwerben. Man bekommt aber über Umwege (Ausleihen beim Hotel, einen Einheimischen bezahlen, etc) trotzdem leicht eine. Das lustige ist, dass die Hotline über die man sein Guthaben aufladen kann, aber auch auf Englisch ist!
Jedenfalls tut sich ETH mit diesen Gesetzen nichts Gutes.
Deshalb wird auch der Konflikt mit Eritrea am Köcheln gehalten.
Man kann ein uninformiertes Volk eben einfacher im Zaum halten. Man kommt auch leichter an die Bodenschätze, wenn nicht allzu viele mitreden.
Viel mehr würde mich interessieren wie sie Tor blockieren wollen, Tor hat meines wissens nach keine speziellen TCP-Ports also wie soll der Verkehr gefilter werden? Die Webseite kann wohl schon blockiert werden aber Tor bekommt man auch über E-Mail oder über Mirrors. Also wenn die Äthiopier wollen bekommen sie es. Weiters gibt es auch noch I2P zum anonymisieren.
Bei so einer Regierung kann man den Äthiopiern nur Glück wünschen!
MfG
https://blog.torproject.org/blog/upda... p-ethiopia
obfsproxy kann recht viel umgehen, allerdings mag der sich auch gern als skype ausgeben (nach meiner amateurmeinung)
Lesen schadet den Augen nicht ;-)
Ich hab's herausgefunden: Tor verwendet öffentlich bekannte nodes wen die geblockt werden ist es vorbei mit Tor, es gäbe da zwar noch die Methode mit bridges (Anonym) aber die werden ebenfalls erkannt.
Somit ist I2P (invisible internet protocol) besser da es dezentral organisiert ist. Es macht mich auch misstrauisch das Tor von der US-Navy entwickelt worden ist. I2P ist im gegen zug opensource und wird privat entwickelt. (I2P findet man mit der Suche ihrer Wahl :-))
MFG
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