Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 580x326Tropes vs. Women in Video Games soll Stereotypen in Videospielen aufzeigen.
vergrößern 700x464Anita Sarkeesian bedankt sich bei ihren ersten 1.000 Unterstützern.
vergrößern 612x612Aisha Tyler
Wenn in Videospielen Frauen als "Bitches" bezeichnet werden, der Umfang ihrer Oberweite größer ist, als die Länge ihres Textes oder sie selbst auf Schlachtfeldern in knapper Bekleidung auftanzen, dann liegt es nahe, den Schöpfern dieser Inhalte Objektifizierung vorzuwerfen. Natürlich werden in Videospielen auch Männer oft und gut und gern auf muskelbepackte Kriegsmaschinen reduziert und nicht zu selten als "Motherfucker" beschimpft. Doch wenn man die Möglichkeit hat, jedes Jahr so viele Werke wie ein Spielekritiker zu sichten, lässt sich bei bestem Willen kein Gleichgewicht an Negativbeispielen ausmachen. Das liegt wohl daran, dass nach wie vor sehr viele Titel von Männern für Männer geschrieben werden. Und was verkauft sich neben blutrünstigen Zombies, Krieg und Gewalt besser als Sex? Richtig: Sex plus Gewalt. Dass es sich in besagten Negativbeispielen, ungeschönt formuliert, um gelebte Frauenfeindlichkeit handelt, will Bloggerin Anita Sarkeesian in einer Videoserie festhalten. "Tropes vs. Women in Video Games" wird fünf in Videospielen wiederkehrende Stereotypen aufzeigen und der Unterhaltungsbranche einen Spiegel vorhalten.
Anfeindungen im Vorfeld
Dass ihr Beitrag einen Wunden punkt trifft, zeigen die massenweisen Anfeindungen von Seiten anonymer Internetnutzer. Nach dem Start ihrer Finanzierungskampagne auf Kickstarter und der Bewerbung des Projekts auf Youtube, dauerte es nicht lange, bis Sarkeesian Opfer öffentlicher Beleidigung, Verleumdung und Online-Vandalismus wurde. "Ich hasse Eierstöcke, wenn ihr Gehirn groß genug ist, um Videos zu posten", kommentiert ein Nutzer auf der Videoplattform. "Ich hoffe, du bekommst Krebs", schießt ein anderer User nach. "Fickt euch, feministische Arschlöcher, ihr seid bereits gleichgestellt", tönt ein weiterer Nutzer. "Geh zurück in die Küche. Wenn du es so sehr hasst, mach deine eigenen Spiele", werden die Hasstiraden fortgesetzt.
Neben Youtube wurde auch das Online-Lexikon Wikipedia für Anfeindungen missbraucht. Der Eintrag über Sarkeesian wurde mit einem Pornobild versehen und ihre Biografie verunstaltet. Der Vandalismus wurde per Screenshot festgehalten.
Eigentor
Einziger Lichtblick in dieser düsteren Stunde der Gaming-Geschichte: Durch die aufgeheizte Berichterstattung hat "Tropes vs. Women in Video Games" bereits so viele Unterstützer erhlaten, dass das veranschlagte Budget von 6.000 US-Dollar um das 23-Fache übetroffen wurde.
Unterdessen hat eine andere namhafte Stimme in der Branche das Wort ergriffen und eine Lanze für videospielende Frauen und Frauen in dieser männerdominierten Branche gebrochen. Aisha Tyler, die Moderatorin von Ubisofts vergangener E3-Pressekonferenz, sah sich nach ihrem eloquenten Auftritt selbst massiven Anfeindungen aus der Community ausgesetzt. Demnach sei sie nicht mehr als eine hübsche Gallionsfigur, die keine Ahnung von der Materie habe. In einem offenen Brief auf Facebook, sagt sie all den "Hatern", was sie wirklich denkt:
"I mean this from the bottom of my heart, GFYS."
Ich denke, nein ich weiß, ich bin mir sicher, dem ist nichts hinzuzufügen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 16.6.2012)
Die Top 5 der Woche
Lara Croft: Aufregung um "Missbrauchsszene" in "Tomb Raider"
Agni's Philosophy: "Final Fantasy"-Tech-Demo lässt Gamer träumen
Unreal Engine 4 bringt die Zukunft der Spielegrafik
Wii U angetestet: Nintendo serviert "Super Mario" auf dem Tablet
Links
Anita Sarkeesian (Blogeintrag)
Tropes vs. Women in Video Games
Aisha Tyler (Facebook)
Dem GameStandard folgen
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!
Zsolt Wilhelm arbeitete sechs Jahre als Redakteur bei derStandard.at/web bevor er sich ganz dem Thema Games widmete und die Leitung des "GameStandard" übernahm. Den Blog nutzt er, um sich von der Seele schreiben zu können. Sonntags schläft er gerne aus.
Email: games@derStandard.at
Social Media: +Zsolt Wilhelm, @ZsoltWilhelm
Zu "Super Mario" und Co. gibt es weiterhin keine echten Alternativen
Die News, Games und Termine der wichtigsten Spielemesse des Jahres
Server sollen PS4-Games streamen und die Xbox One beflügeln - Seien Sie skeptisch!
Wie ein geplanter Mediencoup erboste Fans und alarmierte Datenschützer hinterließ
Können Bonusinhalte, Rabatte die Ungewissheit über einen Fehlkauf aufwiegen? Und was haben Hersteller davon?
Vor einem Jahr startete der Games-Channel dank Ihrer Unterstützung durch ...
Weshalb die Ankündigung des Shooters alles andere als gelungen ist - Die Top 5 der Woche
Es geht um nicht weniger als den Traum vom Disney Land für Erwachsene - Die Top 5 der Woche
Fasziniert Sie der virtuelle Sport oder können Sie nichts damit anfangen?
Fotokünstler zeigen, weshalb Retro und Grafikwahn wunderbar zusammenpassen
Nach langem warten ist das erste Video inzwischen endlich veröffentlicht:
http://www.youtube.com/watch?v=X6p5AZp7r_Q
Sehr gut!
http://tinyurl.com/8x2qcom
Die Debatte ist so unnötig wie die Videos der Frau und die Kommentare auf Youtube.
Und Aisha Tyler wurde nicht kritisiert weil sie eine Frau ist, sondern weil sie einfach schlecht war.
Das ging Mr. Caffeine der es letztes Jahr gemacht hat nicht anders.
mai,s eits ihr peinlich... habts ihr angst dass die rollen evrtauscht werden und diese rollen alle gür männer gemacht werden, also leute die ein game deswgen spielen tun mir nur leid, mir war das schon immer klar, aber mir gings vorallem ums spiel und nicht um sex.
bin mir nicht sicher ob der Urheber des verlinkten Inhalts sich für recht clever hält, aber les es dir doch bitte nochmal durch und überprüfe die Argumente auf denen diese Abhandlung aufbaut.
Das kannst hier zwar verlinken, aber besser aufgehoben wärs bei gamestar und selbst dort würden es die Meisten als das durchschauen was es ist. Schwach.
Was erwartet sich die Dame, wenn sie sich auf niveauloses gespame von zurückgebliebenen Muttersöhnchen konzentriert.
Sie sollte mal eher die Thematik mit der seit über 6 Jahren exestierenden Frauen-Zocker-Community besprechen.
Eine kleine Minderheit von Losern steht wohl nicht für die große Mehrzahl von Zockern.
Als Zockerveteran wäre man doch froh gewesen, wenn vor 20 Jahren die Frauen (und der Großteil der "Gesellschaft") nicht verächtliche Kommentare über Computerspiele verloren hätten, sondern mal selber probiert hätten ;-)
sie sind mMn der einzige, der den nagel auf den kopf getroffen hat.
"computer-spielen" ist maenner dominiert.
männer "ergötzen" sich seit jahrzehnten an pc-spielen, frauen erst seit ein paar jahren.
der spielemarkt für frauen steckt noch in den kinderschuhen...mir faellt iM auch gar kein "frauenspiel" ausser sims und kugerl-flashgames ein.
nach der aussage: "i've never read a green lantern comic, but..." kann man die person sowieso nicht mehr ernst nehmen.
MODDING ist das stichwort, frau stereotype mit "homer-simpson-schminkkanone(c)". ihr neues geld können nun in neue games bzw in mods (zb.tes5) investieren, jedoch zweifle ich daran, dass sie eines der beiden dinge tun werden.
"fatman" mit vollbart und keine weiblichen gegenspieler...
Ich kenne so einige Frauen, die schon länger als 10 Jahre spielen, meine Wenigkeit inbegriffen. Und von den Frauen, die wirklich gerne spielen, interessieren sich die wenigsten für Sims und Minigames... das sind vielmehr Dinge, die Frauen spielen die ansonsten mit Games nix am Hut haben.
Eigenes neutrales Spiel erstellen vermarkten und auf den finanziellen Schiffbruch oder Erfolg warten.
Der Markt wird dann schon sagen obs nur an die Oberweite ankommt oder auf den Rest (meines erachtens müssen Heldinnen oder Helden nicht nur mit einer einem Hauch von nichts herumrennen und aussehen als wären sie direkt einer griechischen Sage entsprungen, aber ein wenig normal sollten die Charaktere schon wirken, bzw. selbst einstellbar sein).
Ich find es ehrlich gesagt nicht mehr zeitgemäß "Videospiele" derart als Ganzes anzuprangern dazu ist es inzwischen viel zu Groß und facettenreich.
Das Thema Sexismus ist ist in manchen Werken/Genres zweifellos gegeben, aber das ist in der Film- oder Musikbranche ja auch nicht anders und niemand würde deshalb das Medium an sich bzw. insgesamt als sexistisch kritisieren.
Imho gibt es dieses Problem nach wie vor auch in Büchern: Frauen sind einfach da. Punkt.
Das ist langweilig.
Btw, übrigens, bezüglich Zielgruppenblahlbah, etc:
Auf Nickelodeon läuft derzeit die Zeichentrickserie "The Legend of Korra" (Nachfolgerserie von "Avatar: The Last Airbender"), laut einer Umfrage bei den Zusehern ist es den Burschen völlig egal, dass die Hauptfigur eine Frau ist - die Action reicht aus um das Publikum zu unterhalten. Es ist also total überflüssig einen Machohelden anstelle einer Powerfrau zu zeigen.
Das ist die Besonderheit der japanischen Anime / Manga Serien. Dort sind Frauen grunsätzlich auch nicht so spießig oder verbohrt wie in Europa oder USA. Das Thema "Spiel" ist dort nicht so streng zwischen Spiel für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene unterteilt.
Man bedenke auch, daß hier in Europa etliche Mangaserien am Nachmittag gezeigt wurden, welche in Japan gerade mal die ab16Jahre Freigabe haben!
Legend of Korra kommst aus den USA ;)
und hier werden die Animeserien (mangas sind äquivalent zu comics so wie anime zu cartoons) auch stark geschnitten und kaum bis garkein blut gezeigt, außer sie strahlen die am abend aus, wie damals noch bei dragonball z
Wie wohltuend angenehm sind die Charaktere, die man in The Secret World auswählen kann. Weder sind dort die Männer muskelbepackte Arnolds noch die Frauen vollbusige Lara Crofts.
Spieltechnische Unterschiede gibt es auch keine. Jeder hat Zugang zu den gleichen Skills.
Insofern ist Nachsicht gefragt - und ich meine nicht die elterlich Nachsicht wenn lustige Geräusche aus dem Jugendzimmer dringen und das Joypad ausnahmsweise einmal ruht und der gute alte Joystick herhalten muss.
Andere Meinungen werden nicht mehr akzeptiert und man wird gleich beschimpft und runtergemacht - dies kann man täglich hier im Forum erleben. Wieso sollte es diesen Frauen bei der Kampange anders gehen?
Sobald die Männer wieder das Blut hinauf hins Hirn holen, sollten sie den Hintergrund schon etwas nachvollziehen können ... ich bin ja selber ein Mann und mag natürlich Frauen - wenn sie erotisch im Game rumhüpfen ... aber manche Spiele bzw. manche Szenen sind einfach nur noch peinlich und sehr übertrieben.
Bevor man losschimpft, sollte man sich dies echt mal überlegen und die andere Seite versuchen zu verstehen.
Die Kommentare gegen diese Damen sind echt absolut unterste Schublade - traurig.
Wenn es mehr Frauen in der entwicklung gäbe und mehr Frauen pc spiele spielen würden, ja dann wären Frauen auch normale figuren in den spielen .... Und wahrscheinlich genauso langweilig wie Filme die auf Frauen zugeschnitten sind!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.