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Straßburg - Die EU will die Vorschriften für die Auszeichnung von Lebensmitteln für Babys und Menschen mit Gesundheitsproblemen wie Allergien verschärfen. Eine entsprechende Verordnung verabschiedete das Europaparlament am Donnerstag in erster Lesung. Demnach sollen die Angaben auf den Etiketten "genau, klar und leicht verständlich" sein. Angesichts der Vorteile des Stillens für Säuglinge soll eine "idealisierende" Werbung für Milchpulver - etwa in Form von Babyfotos - untersagt werden.
Die Forderung der Grünen, bestimmte Pestizide bei der Herstellung von Babynahrung zu verbieten, fand allerdings keine Mehrheit. Strengere Vorschriften verlangte das Parlament auch für die Auszeichnung von Lebensmittel für Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Gluten-Intoleranz. Die von der Verordnung betroffenen Produkte machen nach Angaben des Europaparlaments zwischen einem und zwei Prozent aller Lebensmittel aus.
Die Vorlage geht nun an den Ministerrat, in dem die 27 EU-Staaten vertreten sind. Die EU-Volksvertretung hat in Fragen des Verbraucherschutzes ein Mitentscheidungsrecht. Parlament und Rat müssen sich somit auf eine gemeinsame Position verständigen. (APA, 17.6.2012)
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