"Oftmals vermisst man einen übergeordneten, strategischen Gedanken"

23. Juni 2012, 12:30
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Media-Juror Andreas Weiss: "Je mehr Likes und Tweets eine Arbeit hat, umso größer der Glaube zu gewinnen"

Andreas Weiss, CEO von Aegis Media, entscheidet bei den Media-Löwen mit. "Am zweiten Tag und die vierte Kategorie bereits bewertend, kann man bereits erste Trends erkennen. Zum einen ist die Mehrheit der Arbeiten promotional oder taktisch ausgerichtet. Man vermisst oftmals einen übergeordneten, strategischen Gedanken. Der die Marke, die Emotionen leben lässt in den Köpfen und Herzen der Konsumenten. Einen Ansatz der dem Konsumenten mehr vermittelt als 'kauf mich' oder 'like me'", erzählt er gegenüber derStandard.at.

"Je mehr Likes und Tweets, umso größer der Glaube zu gewinnen"

Weiss: "Überhaupt scheint eine verbreitete Denke zu sein: je mehr Likes und Tweets eine Arbeit hat, umso größer der Glaube zu gewinnen - sei es bei den Konsumenten oder in Cannes. Nicht, dass damit Social Media kleingeredet werden soll, keineswegs. Denn es wird heute oder morgen wenig integrierte Kommunikation ohne Social Media-Integration geben. Aber die Prinzipien des Marketings sind deswegen nicht außer Kraft gesetzt. Welche ökonomischen Ziele sind gefragt? Welche Investments stehen dahinter und wie langlebig und nachhaltig ist die Aktion in ihren Auswirkungen?"

Spektrum der Ideen limitiert

Begehrt scheinen mediale Integrationen jeglicher Art in die bekannten Talent-Superstar-Model-Shows zu sein, sagt er. "Faszinierend wie ähnlich die Ideen sind egal ob sie aus Europa, Südamerika oder Asien da kommen. Da ist das Spektrum der Ideen schon sehr limitiert."

Die guten Arbeiten und Ideen "fallen sofort auf", sagt Weiss. "Entweder sind es große etablierte Marken, die wirklich im Sinne der konsistenten Markenführung Media und Mediaideen einsetzen, von der Qualitàt der Idee bis zur Umsetzung. Als auch, dass alle relevanten Mediaplattformen sinnhaft verknüpft wurden. Oder es sind wirklich simple, aber smart gedachte Aktionen, denen man nur applaudieren kann." (Astrid Ebenführer, derStandard.at, 15.6.2012)

  • "Judging in Progress": Andreas Weiss juriert die Media-Lions.
    foto: andreas weiss/aegis media

    "Judging in Progress": Andreas Weiss juriert die Media-Lions.

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