"Wenig Revolutionäres bis jetzt"

15. Juni 2012, 08:04

"Rein oder raus": Direct-Juror Dieter Pivrnec ist auf der Suche nach dem "Next Level" und sichtet derzeit rund 2.500 aufwendig produzierte Casestudies

Die Jurysitzungen bei Direct haben begonnen. Dieter Pivrnec, Geschäftsführer Kreation der Lowe GGK, und seine Jurykollegen sichten derzeit rund 2.500 Arbeiten.

"Cannes gehört diese Woche eindeutig noch den Pensionisten. Die Croisette ist noch völlig Werber-frei, alle Bars abends noch gähnend leer. Nur die Jurymenschen sammeln sich in der Früh vor dem Palais des Festivals, wo sie bist spät abends verschluckt sind", schildert er gegenüber derStandard.at. 

"Rein oder raus"

Zur Zeit gebe es keine Aussicht, die Sonne zu genießen. Pivrnec: "Die ersten drei Tage steht das Screening von 2.500 Direct-Arbeiten am Programm. Das bedeutet, fast 2.500 aufwendig produzierte Casestudies am Monitor im verdunkelten Palais zu sichten und elektronisch zu beurteilen." Jetzt gehe es um die reflexartige Entscheidung, ob "rein oder raus".

"Wir sind in fünf Gruppen aufgeteilt, mit wechselnden Teilnehmern auf der Suche nach dem 'Next Level' in Direct. 26 Nationen mit einem gemeinsamen Ziel. Ob die Erwartungen erfüllt werden wird sich erst zeigen", sagt er. 

Klickraten und Facebook-Likes als Rechtfertigung

Bis jetzt sei "eher der verzweifelte Versuch zu erkennen, aufwendigst und teuer produzierte multimediale, digitale Kampagnen durch die möglichst überzeugende Dokumentation von Klickraten und Facebook-Likes zu rechtfertigen."

Die Strategie und Idee komme aber meistens aus der klassischen Kampagne. Pivrnec: "Es gibt sehr wenig Revolutionäres bis jetzt." (Astrid Ebenführer, derStandard.at, 15.6.2012)

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