Sieg und Niederlage für ÖTV-Damen

14. Juni 2012, 18:58

Meusburger im Viertelfinale, Vor­jahres-Finalistin Mayr-Achleitner vergab drei Satzbälle

Bad Gastein - Sieg und Niederlage für Österreichs Tennis-Damen hat es am Donnerstag am ersten nicht vom Regen gestörten Turniertag in Bad Gastein gegeben. Vorjahresfinalistin Patricia Mayr-Achleitner schied im Achtelfinale des "Nürnberger Gastein Ladies" gegen die als Nummer 2 gesetzte Belgierin Yanina Wickmayer nach 2:17 Stunden mit 6:7(4),3:6 aus. Wickmayer verhinderte damit ein Österreicherinnen-Duell, denn in der Folge qualifizierte sich Yvonne Meusburger bereits zum sechsten Mal an diesem Schauplatz zumindest für das Viertelfinale. Sie besiegte Dia Ewtimowa (BUL) sicher mit 6:2,6:3.

Meusburger wurde damit ihrem Ruf als "Bad-Gastein-Spezialistin" einmal mehr gerecht, hat die 28-jährige Vorarlbergerin auf der Anlage des Hotels "Europäischer Hof" doch jedes Mal zumindest die Runde der letzten acht erreicht. Bei der Turnier-Premiere 2007 war Meusburger erst im Endspiel gescheitert. Sie trifft nun am Freitag (nicht vor 13.00 Uhr/live ORF Sport +) erstmals auf Wickmayer, und nicht wie erhofft, auf ihre Landsfrau Mayr-Achleitner.

Mayr-Achleitner musste diesmal schon am Donnerstag die Heimreise antreten. Die Enttäuschung hielt sich bei der Tirolerin aber in Grenzen. "Es war ein hartumkämpftes Match, sie hat unglaublich gut gespielt. Sie hat sehr an die Linien gehen und unglaubliche Stoppbälle spielen müssen, um mich zu schlagen", resümierte Mayr-Achleitner nach einem Spiel, das durchaus eines Finales würdig gewesen wäre.

Einen Satzball bei 5:4 und zwei bei 6:5 konnte Österreichs Nummer zwei nicht verwerten. "Da hat sie einfach unglaublich gut gespielt, ich kann mir da nichts vorwerfen. Sie war nicht umsonst schon einmal Nummer 12 der Welt", erklärte die aktuelle Weltranglisten-97. Der erste Satz sei letztlich entscheidend gewesen. Die Punkte aus dem Vorjahr fallen der 25-jährigen Tirolerin übrigens erst Mitte Juli aus der Wertung, da werden ihr aber 200 Zähler abgezogen.

Mayr-Achleitner wird sich nun zu Hause in Tirol auf Kunstrasen vorbereiten und dann früher nach Wimbledon anreisen. Sie hat ihren Turnierplan im Vergleich zu früher reduziert, gönnt sich mehr Pausen und will die kleineren Turniere nicht mehr spielen. "Solche Partien machen mich stärker und das brauche ich für die Zukunft." Trotz des Aus erkennt Mayr-Achleitner einen deutlichen Aufwärtstrend im vergangenen halben Jahr. "Wir haben viel am schnelleren Spiel trainiert, da ist schon eine riesige Steigerung vorhanden."

Ihre Zukunftsprognose? "Sei es konditionell, mental, technisch, da ist noch sehr viel drinnen. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg." Ihren Traum für den Rest ihrer Karriere nennt sie auch. "Mein Ziel des Tennis-Lebens ist schon Top 30, da gebe ich mir aber Zeit. Mir kommt vor, es fehlt nur noch ein kleiner Schritt, den muss man ausreizen." (APA; 14.6.2012)

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