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Wien - Im Hauptausschuss des Nationalrates waren am Donnerstag die Bankenhilfen ein Thema. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hat dabei die Teilverstaatlichung der Volksbanken AG (ÖVAG) verteidigt. Weil die österreichischen Volksbanken für die Ausfälle bei der ÖVAG mitgehaftet hätten, wäre auch die Einlagensicherung schlagend geworden. Der Staat hätte darüber hinaus für weitere 7 Mrd. Euro gerade stehen müssen, wird Fekter in der Parlamentskorrespondenz zitiert. Für den Bund war die Rekapitalisierung bzw. Rettung österreichischer Banken schon davor ein Defizitgeschäft.
Im Ausschuss standen die letzten Quartalsberichte (bis Ende März 2012) über das Bankenhilfspaket zur Berichterstattung an. Sie wurden mit SP-VP-Mehrheit zur Kenntnis genommen.
Seit Implementierung des Bankenpakets habe der Staat rund 1,513 Mrd. Euro eingenommen, dem standen jedoch Ausgaben in Höhe von rund 1,716 Mrd. Euro gegenüber, womit der Saldo mit rund 203 Mio. Euro derzeit negativ sei, heißt es in der Parlamentsaussendung.
Rund 11 Mrd. Euro hat der Bund bis zum Stichtag März nach dem Finanzmarktstabilitätsgesetz (FinStaG) für staatliche Bankenhilfen locker gemacht. Das waren zum überwiegenden Teil Einschüsse von Partizipationskapital (Eigenkapitalhilfen) an die Großbanken und auch einzelne Garantien für Problembanken. 3,95 Mrd. Euro waren Ende März vom 15-Mrd.-Rahmen noch vorhanden.
Zwei Problembanken
Vor allem Ende April 2012 hat der Staat in zwei Problembanken - ÖVAG und Kommunalkredit Bad Bank - viel Geld hineingebuttert.
Nur 30 Stunden lagen zwischen zwei Hauptversammlungsbeschlüssen, mit denen die Republik Österreich - also der Steuerzahler - mehr als 2 Milliarden Euro in die abermalige Rettung bzw. Stützung der zwei Institute stecken musste. Die staatliche KA Finanz bekam - nach einem wegen der Griechenland-Abschreibungen nötigen Kapitalschnitt auf null - Geld zur Kapital-und Bilanzstützung. Es ging hier um 1,23 Mrd. Euro, davon eine Milliarde cash und 250 Mio. Euro an neuer Bundesbürgschaft.
In der ÖVAG hatte der Steuerzahler mit Beschlüssen vom April eine Milliarde und 50 Millionen zu berappen. Der Großteil, nämlich 700 Millionen des schon 2009 eingeschossenen staatlichen Kapitals (1 Mrd. Euro Partizipationskapital) fiel davor einem Kapitalschnitt zum Opfer. Bei der ÖVAG handelte es sich damit nur zum Teil um frisches Staatsgeld: Um 250 Mio. Euro, für die der Bund jetzt erstmals Aktien an der ÖVAG zeichnet. Und um eine neue 100-Millionen-Garantie.
Die Kapitalzufuhr des Bundes in die ÖVAG erfolgte auf ein Treuhandkonto, hieß es heute in der Aussendung.
Kassasturz bei Kommunalkredit
Die FPÖ verlangte im Ausschuss einen Kassasturz bei der Kommunalkredit. Die KA Finanz AG habe bisher insgesamt 5 Mrd. Euro erhalten, berichtete Fekter laut Parlamentskorrespondenz. Die Assets der Bank müssten sukzessive abgebaut werden. Eine Zerschlagung, wie sie von der FPÖ angedacht worden sei, halte sie für nicht sinnvoll, da dies den Staat rund 3 Mrd. Euro kosten würde, weshalb man sich für den Weg des Abbaus von Assets entschieden habe. Mit der Prüfung der Verantwortung des früheren Managements sei die Justiz befasst.
In der Causa Hypo Alpe Adria wurde Ende 2010 auf Basis der Bilanzdaten ein Kapitalbedarf von rund 1,5 Mrd. Euro errechnet und die Bank aufgefordert, den Kapitalbedarf bis Jahresende 2012 zu decken oder aber ihr Risiko entsprechend zu verringern, wurde im Ausschuss erklärt. Die Bank beabsichtige, die österreichische Bankentochter Hypo-Alpe-Adria-Bank AG und die italienische Bankentochter zu verkaufen sowie das Südosteuropa-Netzwerk abzustoßen. (APA, 14.6.2012)
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Irgendwie denke ich, wird uns nur die halbe Wahrheit aufgetischt. Ausgaben in der Höhe von 1,7 Mrd. Euro stehen Einnahmen in der Höhe von 1,5Mrd. Euro gegenüber? Wo sind dann die 11 Mrd. Euro vom Bankenhilfspaket eigentlich hin verschwunden? Glaubt jemand wirklich noch daran, dass dieses Geld wieder zurückkommt? Aber hauptsache der Steuerzahler blecht die Zeche...
ob jetzt die einlagensicherung etwas mehr gekostet hätte als die bankenrettung, ist unerheblich. man hat den banken das signal gegeben, dass schlecht/risikoreich wirtschaften in ordnung ist. null lerneffekt.
abgesehen davon: woher sollen denn die riesenverluste beim auflassen einer bank kommen? und vor allem wer trägt sie? wohl eher jene, die den schlamassel verursacht haben.
das ist doch unser Geld, warum werden die Manager nicht eingesperrt, wie soll das weitergehen?
die "oberen" stehlen , die "unteren" muss man unterstützen, kein Wunder daß für Pflege, Gesundheit, Bildung und Pensionen immer neue Schulden gemacht werden müssen...
Und ich dachte immer, die Bankenhilfe ist mindestens so ein gutes Geschäft wie die Griechenlandhilfe.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com
wo doch alle politiker inkluive unserem beschwichtigungs-nationalbankchef immer unisono erklärt haben, was für ein gutes geschäft das doch wäre. ich bin echt enttäuscht und glaube langsam, dass die gesamte bande uns irgendwie beschwindelt, oder von dem was sie da absondert gar nichts versteht. auf das wäre ich sonst nie gekommen.
http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkir... 01491.html
Artikel lesen, eigene Meinung bilden und bei Gefallen weiterempfehlen.
Diese verfluchte Wissenschaft mit ihren langen Wörtern und komischen Ideen! Ich versteh sie nicht daher braucht ich sie nicht. Und ausserdem sind die ja sowieso unter einer Decke mit der Finanzmafia! Viel besser sind da die einfachen Erklärungen auf youtube. Da kriegt man nicht so Kopfweh. Richtig?
Wenn doch nur jemand damals vor dem kommenden Disaster gewarnt hätte!
zB jemand wie:
Nouriel Roubini (Dr Doom)
Joseph Stiglitz
Kurt Richebächer
Steve Keen
Fred Harrison
Jakob Madsen
Dean Baker
Robert Shiller
Ann Pettifor
Michael Hudson
Wynne Godley
Peter Schiff
Eric Janszen
etc...
Ich bin nicht mit allen einer Meinung aber ich halte niemanden auf der Liste für einen Idioten.
Dass die Erklärungen auseinander gehen mag sein. Es tut der Tatsache, dass die Krise von zahlreichen Ökonomen vorhergesagt wurde, aber keinen Abbruch.
Ich wollte damit sagen, dass es durchaus warnenden Stimmen gab, aber in der euphorisch-wahnhaften Stimmung an den Märkten von 2002-2007 hat die niemand hören wollen. Das posting richtet sich gegen die Aussage oben dass die Wissenschaft entweder böse oder unfähig ist. Wissenschaft macht aber keine Politik und man kann niemanden zwingen auf sie zu hören.
Aber dann hat sie ja gar nichts mehr! ;)
Was die Fekter daherredet ist mir nicht mehr Wurscht! Ehrlich!
Meine lieben Damen! So leid es mir tut, aber da die Ministerinnen der letzten Dekade ohne Ausnahme durch vollkommene Unfähigkeit glänzten, sollten die Quoten dringend überdacht werden, da es offensichtlich an personellen Resourcen mangelt.
mich jedenfalls macht es ungemein stolz, sozusagen auf verschlungenen wegen gewissermaßen bankeigentümer geworden zu sein.
(jedenfalls eine erstaunliche karriere eines - leider - ansonsten völlig unmaßgeblichen und bedeutungslosen ältlichen beamten wie mich)
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