Filterkaffee: Getropft oder gepresst

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Es gibt mehrere Arten der  Filterkaffee-Zubereitung - Die drei beliebtesten Arten im Vergleich

foto: heribert corn/corn.at

Es gibt mehrere Arten der Filterkaffee-Zubereitung, die beliebtesten sind die sogenannten Dripper, die French Press und die Aeropress. Bei allen ist die Prozedur ähnlich: Erst wird der Filter kurz gewaschen, um möglichen Papiergeschmack loszuwerden. Dann wird der frisch gemahlene Kaffee mit einem Schuss Wasser aufgegossen und 30 Sekunden quellen gelassen. Erst dann wird das restliche Wasser dazugegossen. Welche Methode man auch immer bevorzugt, essenziell für guten Kaffee ist die Mühle. Eine Handmühle ist für Filterkaffee-Macher die bessere Wahl als eine elektrische, weil das manuelle Modell bei gleicher Mahlqualität deutlich günstiger ist. Zusätzlich ist eine Digitalwaage zum Wiegen der Kaffeemenge und des Wassers hilfreich sowie ein Thermometer, um die Wassertemperatur zu kontrollieren. Je nach Ansprüchen sollte das gesamte Equipment für etwa 100 Euro zu haben sein.

foto: heribert corn/corn.at

Ein Dripper ist nicht viel mehr als ein Glas- oder Plastikbehälter, der auf eine Kanne gesetzt werden kann und in den der Filter gesteckt wird. Die beiden führenden Firmen für dieses System sind Hario aus Japan und Chemex aus den USA. Chemex-Filter sind etwas gröber, was geschmacklich einen Unterschied machen kann - kosten hilft bei der Entscheidung. Nach dem Quellen wird bei beiden das restliche Wasser langsam in kreisenden Bewegungen über den Kaffee gegossen. Spezielle Gießkannen mit kleiner Öffnung erleichtern das. Wichtig ist, nicht an den Rand zu gießen, weil sonst der Kaffee unterspült wird und die Extraktion nicht gleichmäßig verläuft. Insgesamt soll er etwa zweieinhalb bis drei Minuten mit dem Wasser in Kontakt gewesen sein.

foto: heribert corn/corn.at

Die French Press ist in Österreich bereits länger bekannt: Wasser und Kaffee werden in der Kanne vermischt, nach dem Ziehen wird der gemahlene Kaffee mit einem Filter zu Boden gepresst.

foto: heribert corn/corn.at

Ähnlich funktioniert die Aeropress: Sie sieht ein wenig aus wie eine Spritze, auch hier werden Kaffee und Wasser vermischt, dann wird die Flüssigkeit durch einen Filter gepresst. Ein Unterschied ist, dass der Kaffee nicht auf dem Satz stehenbleibt. Robert Gruber vom People on Caffeine empfiehlt die beiden Systeme vor allem für Anfänger, weil sie mehr Fehler vergeben als die Dripper-Methode. (Tobias Müller, Rondo, DER STANDARD, 15.6.2012)

Fotos: Heribert Corn

>> zum Artikel Filterkaffee: Richtig Abgebrüht

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