Filterkaffee: Getropft oder gepresst

Ansichtssache | Tobias Müller
14. Juni 2012, 17:08

Es gibt mehrere Arten der  Filterkaffee-Zubereitung - Die drei beliebtesten Arten im Vergleich

foto: heribert corn/corn.at

Es gibt mehrere Arten der Filterkaffee-Zubereitung, die beliebtesten sind die sogenannten Dripper, die French Press und die Aeropress. Bei allen ist die Prozedur ähnlich: Erst wird der Filter kurz gewaschen, um möglichen Papiergeschmack loszuwerden. Dann wird der frisch gemahlene Kaffee mit einem Schuss Wasser aufgegossen und 30 Sekunden quellen gelassen. Erst dann wird das restliche Wasser dazugegossen. Welche Methode man auch immer bevorzugt, essenziell für guten Kaffee ist die Mühle. Eine Handmühle ist für Filterkaffee-Macher die bessere Wahl als eine elektrische, weil das manuelle Modell bei gleicher Mahlqualität deutlich günstiger ist. Zusätzlich ist eine Digitalwaage zum Wiegen der Kaffeemenge und des Wassers hilfreich sowie ein Thermometer, um die Wassertemperatur zu kontrollieren. Je nach Ansprüchen sollte das gesamte Equipment für etwa 100 Euro zu haben sein.

foto: heribert corn/corn.at

Ein Dripper ist nicht viel mehr als ein Glas- oder Plastikbehälter, der auf eine Kanne gesetzt werden kann und in den der Filter gesteckt wird. Die beiden führenden Firmen für dieses System sind Hario aus Japan und Chemex aus den USA. Chemex-Filter sind etwas gröber, was geschmacklich einen Unterschied machen kann - kosten hilft bei der Entscheidung. Nach dem Quellen wird bei beiden das restliche Wasser langsam in kreisenden Bewegungen über den Kaffee gegossen. Spezielle Gießkannen mit kleiner Öffnung erleichtern das. Wichtig ist, nicht an den Rand zu gießen, weil sonst der Kaffee unterspült wird und die Extraktion nicht gleichmäßig verläuft. Insgesamt soll er etwa zweieinhalb bis drei Minuten mit dem Wasser in Kontakt gewesen sein.

foto: heribert corn/corn.at

Die French Press ist in Österreich bereits länger bekannt: Wasser und Kaffee werden in der Kanne vermischt, nach dem Ziehen wird der gemahlene Kaffee mit einem Filter zu Boden gepresst.

foto: heribert corn/corn.at

Ähnlich funktioniert die Aeropress: Sie sieht ein wenig aus wie eine Spritze, auch hier werden Kaffee und Wasser vermischt, dann wird die Flüssigkeit durch einen Filter gepresst. Ein Unterschied ist, dass der Kaffee nicht auf dem Satz stehenbleibt. Robert Gruber vom People on Caffeine empfiehlt die beiden Systeme vor allem für Anfänger, weil sie mehr Fehler vergeben als die Dripper-Methode. (Tobias Müller, Rondo, DER STANDARD, 15.6.2012)

Fotos: Heribert Corn

>> zum Artikel Filterkaffee: Richtig Abgebrüht

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People on Caffeine
, Schlösselgasse 21, 1090 Wien
Kaffeefabrik, Favoritenstraße 4-6, 1040 Wien
Kaffeemodul, Josefstädter Straße 35, 1080 Wien

Adressen und Infos unter kaffeesatz.at

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14 Postings
und was ist mit der ganz normalen filterkaffeemaschine?

is die pfui?

Ich bleib bei der Siebträgermaschine. Muss nur noch rausbekommen wie ich für nicht-Espresso-Trinker den perfekten Kaffee rausbekomm...

Nix geht über meine Bialetti oder einen guten türkischen .... der rest ist schnickschnack.
Eine eigne Mühle ist aber aufjedenfall zu empfehlen, scheckt einfach frischer

Ich empfehle die schwedische Variante:
Eine Kronen-Münze ins Häferl geben. Dann solange Kaffee reingießen,
bis man die Münze nimmer sehen kann. Danach mit Wodka aufgießen,
bis man die Münze wieder einwandfrei erkennen kann.
Macht putzmunter.

Filterkaffee ohne Filter (auf polnische Art)

Man nehme eine Kaffeetasse, einen Löffel Kaffeepulver und gieße das dann mit kochendem Wasser auf. Ist gewöhnungsbedürftig schmeckt aber gar nicht einmal so schlecht.

habe das letztens als notlösung getrunken, als nur noch kaffee für eine kleine tasse zuhause war, und es zuwenig für meine Bialetti war... hat gut gescheckt!

Sieht alles ein bisschen nach Tee aus...

so wie der durchschnittliche Kaffee in den USA.

und um das geschmackserlebnis perfekt ...

...zu machen und dem aktuellen hype die nötige omi-authentizität zu verleihen, wird der so gebrühte edle filterkaffee mit milchmithaut serviert....

de gustibus non est disputandum

Also der Link auf kaffeesatz.at ist sinnlos.
Auf der Seite ist nicht erkennbar wer sie macht, warum etc.
Und die Links führen nicht auf die homepages der Röster usw. sondern auf eine sinnlose Plattform.
Schade, die haben sich alle mehr verdient!

100 euronen für equipment,

bei dem doch nur omas filterbrühe herauskommt?

seltsames hobby

man könnte doch kathreiner in einem 1000 euro siebträger zubereiten, das kommt noch viel edler

Egal wie zubereitet, Filterkaffee ist immer grauslich...

wer je in Fr

Kaffee getrunken hat, weisz, dasz das ein Bluff ist

Ich möchte nix trinken,

was mit Tripper zubereitet wurde ;-)

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