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Vor einigen Jahren noch wurde beim Bügeln mit Dampf die Verwendung von destilliertem Wasser empfohlen.
"Niemals destilliertes Wasser trinken!" Diese Warnung kennt fast jeder von Kindesbeinen an. Die Angst, Körperzellen könnten platzen und Magenblutungen gar den Tod herbeiführen, lässt viele Menschen auch im Erwachsenenalter die ionenfreie Flüssigkeit als Durstlöscher gänzlich meiden.
"An diesem Mythos ist nichts Wahres dran", sagt der Physiologe und Ernährungsexperte Cem Ekmekcioglu. "Destilliertes Wasser, in üblichen Mengen getrunken, ist bei normaler Nierenfunktion vollkommen ungefährlich und unschädlich."
Grundsätzlich gilt: Trinken ist lebenserhaltend und für die Aufrechterhaltung des Elektrolyt- und Wasserhaushalts im menschlichen Organismus verantwortlich. Permanente Isoosmolarität und eine Konstanz des Flüssigkeitsvolumens sind das physiologische Ziel dieser regulierenden Tätigkeit. Isoosmolarität ist dann gegeben, wenn innerhalb und außerhalb der Körperzellen der gleiche osmotische Druck herrscht, also drinnen wie draußen eine weitgehend ausgeglichene Elektrolytverteilung existiert. Um eventuelle Konzentrationsunterschiede auszugleichen, fließt Wasser in die Zelle oder aus ihr heraus, je nachdem, in welchem Flüssigkeitsraum die Osmolarität ausgeglichen werden soll.
Remineralisierung im Magen
Nun ist hinlänglich bekannt, dass destilliertes Wasser gänzlich frei von Elektrolyten, Spurenelementen, Mineralien und Schadstoffen ist. Diese Hypo- beziehungsweise "Null"-Osmolarität hat vermutlich zu der Spekulation geführt, dass getrunkenes destilliertes Wasser in die Zellen des Magen-Darm-Traktes hineinströmt, um die relativ höhere Osmolarität innerhalb der Zellen an die niedrige außerhalb der Zellen anzupassen. Die angeblich daraus resultierende Folge: Zellen sind dem massiven Wasserzustrom nicht gewachsen und platzen. Im Magen kann das eine tödliche Blutung zur Folge haben.
Dass das nicht passiert, hat einen ganz einfachen Grund: "Destilliertes Wasser wird bereits im Magen und im oberen Dünndarm wieder weitgehend remineralisiert ", sagt Ekmekcioglu, der am physiologischen Institut der Medizinischen Universität Wien tätig ist. Generell unterscheidet sich destilliertes Wasser von Leitungswasser hinsichtlich der Osmolarität ohnehin nur geringfügig. Und beide Flüssigkeiten sind, in üblichen Trinkmengen konsumiert, auch vollkommen ungefährlich.
Viel in kurzer Zeit
Gesundheitliche Probleme kann destilliertes wie simples Leitungswasser dem Menschen aber dennoch bereiten. Allerdings erst dann, wenn viel Flüssigkeit in sehr kurzer Zeit getrunken wird. Im schlimmsten Fall können solche Wasservergiftungen sogar tödlich enden. "Hier geht es vor allem darum, wie stark das Blut verdünnt wird", so Ekmekcioglu.
Das überschüssige Wasser gelangt über die Blutgefäße in umliegendes Gewebe, wo der Organismus wiederum versucht, ein isoosmolares Milieu herzustellen, indem Flüssigkeit in die Zellen des Körpers transportiert wird, die dann in weiterer Folge anschwellen. Bei der Wasservergiftung ist es vor allem die Schwellung der Hirnzellen, die das das Leben der Betroffenen akut bedroht.
Zu denselben lebensgefährlichen Konsequenzen käme es übrigens theoretisch auch, wenn destilliertes bzw. Leitungswasser unmittelbar per Infusion in den Blutkreislauf gebracht werden würde.
Aromatischer Jungbrunnen
Doch nicht überall ist destilliertes Wasser als Genussmittel gefürchtet. In einigen Ländern Südostasiens wird das ionenfreie Wasser industriell in Flaschen abgefüllt und den Konsumenten als "Premium"-Wasser verkauft. Und auch in Europa schwören manche Menschen auf die aromatisierende Wirkung bei der Tee- oder Kaffeezubereitung. Andere wiederum glauben an eine entschlackende Wirkung oder bezeichnen destilliertes Wasser gar als Jungbrunnen.
"Von den Schadstoffen her ist das Trinken von destilliertem Wasser sicher von Vorteil", ist auch Ekmekcioglu überzeugt, ergänzt jedoch, dass beispielsweise Mineralwasser als Lieferant von Calcium, Magnesium, aber auch gewissen Spurenelementen dem destillierten Wasser gesundheitlich weit überlegen ist. (Regina Philipp, derStandard.at, 14.6.2012)
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Vor allemüber die schockierten und übermotivierten jungen Mütter, die für diese Idee gleich Feuer und Flamme waren, hab ich mich scheckig gelacht...
Leider ist mir der Link abhanden gekommen. Wenn es wer findet -> Bitte posten! ^^
um den üblicherweise über 70%igen feinbrand auf trinkstärke herunter zu setzen schadet ja auch nicht...obwohl...möglicherweise schadet genau der anteil an destilliertem wasser der leber und der alkohol ist nicht schuld ;-)
Kurzfristig macht das nichts, aber wenn man wochen- oder monatelang destilliertes Wasser (bzw. in unserem Fall: Wasser aus einer Osmoseanlage, das ist auch ziemlich leer) trinkt, kriegt man Probleme: Muskelkrämpfe, Bauchschmerzen. Nicht dramatisch, aber unangenehm.
Und seither schleppe ich halt doch wieder die Mineralwassergebinde (weil unser Leitungswasser leider absurd viel Nitrat enthält, danke allen Jauchebauern...).
die Herstellung viel Energie verbraucht.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Dest... Wasser>
da das meiste "destillierte" Wasser nicht über die energieaufwendige Destillation (aufgrund der hohen Wärmekapazität und Verdampfungsenthalpie) hergestellt wird, sondern die Entszalzung über Ionenaustauscher bzw. Membranverfahren durchgeführt wird, und somit deutlich weniger Energie konsumiert. Und aufgrund der Autoprotolyse von Wasser kriegt man es sowieso nie ganz "ionenfrei".
wir haben vor einigen Jahren von Ionentauschern zu Vakuumdestillationsanlagen zur Wasseraufbereitung umgerüstet, da in unserer Anwendung die Gesamtkosten geringer sind.
Dort wird es als Trinkwasser in Flaschen verkauft.
Mit ein Grund natürlich die oft schlechte Trinkwasserqualität. Das was oft aus der Leitung kommt stinkt derartig nach Clou, dass einem der Durst vergeht. (oft auch das Duschen)
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