Lainzer Tunnel ist fertig - Personenverkehr erst ab Ende 2014

14. Juni 2012, 10:19
  • An Samstag findet ein Tag der offenen Tür im Lainzer Tunnel statt. Es ist die letzte Gelegenheit, das unterirdische Bauwerk zu erkunden.
    foto: apa/helmut fohringer

    An Samstag findet ein Tag der offenen Tür im Lainzer Tunnel statt. Es ist die letzte Gelegenheit, das unterirdische Bauwerk zu erkunden.

Güterzüge fahren schon ab 9. Dezember durch das 12,8 Kilometer lange Bauwerk - Vorher noch Testfahrten und Einsatzübungen

Wien - Nach mehr als einem Jahrzehnt Bauzeit ist es nun vollbracht: Die 1999 begonnenen Arbeiten am ÖBB-Großprojekt Lainzer Tunnel sind abgeschlossen. Das 12,8 Kilometer lange Bauwerk wird am 9. Dezember gemeinsam mit der Neubaustrecke Wien-St. Pölten in Betrieb genommen - vorerst wird allerdings nur Güterverkehr durch den Tunnel geführt. Personenzüge werden erst mit der Vollinbetriebnahme des Hauptbahnhofs 2014 durch das unterirdische Verbindungsstück brausen, wie die Bundesbahnen am Donnerstag im Rahmen eines Pressetermins mitteilten.

1,3 Milliarden Euro Baukosten

Mit insgesamt 1,3 Mrd. Euro schlägt der Bau zu Buche. Bis zur Eröffnung werden nun noch eine Reihe von nötigen Maßnahmen durchgeführt, etwa Mess- und Testfahrten oder Übungen mit Einsatzkräften. Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember wird dann der Güterverkehr nicht mehr über die oberirdische Verbindungsbahn abgewickelt, sondern durch den Tunnel geführt.

Ursprünglich war geplant gewesen, ab diesem Zeitpunkt auch schon den Nachtzug zwischen München und Budapest über den Hauptbahnhof, der ebenfalls im Dezember dieses Jahres seinen Teilbetrieb aufnimmt, unter dem Erdreich fahren zu lassen. Diesen Plan habe man aber wieder fallengelassen, da es sich zeitlich einfach nicht ausgehe, hieß es nun seitens eines ÖBB-Sprechers auf APA-Nachfrage.

Teils kürzere Fahrzeiten

Der Lainzer Tunnel verbindet künftig West-, Süd- und Donauländebahn. Für Zugreisende ergeben sich ab Ende 2014 teils auch kürzere Fahrzeiten. So benötigt man dann etwa für die Fahrt Wien - St. Pölten nur mehr 25 Minuten ab dem Hauptbahnhof statt derzeit 45 Minuten ab Westbahnhof. Die ÖBB verwiesen heute noch einmal auf die Sicherheitsstandards, darunter 28 Notausgänge und beidseitige Löschwasserleitungen.

Interessierte haben am Samstag eine letzte Gelegenheit, einen Blick in die Röhre zu werfen. Die Bahn lädt im Rahmen eines Tags der offenen Tür zu einem Rundgang durch das unterirdische Bauwerk. (APA, 14.6.2012)

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Wien Hbf. - St.Pölten Hbf.

Ab Dezember neue Fahrzeit: 76 Minuten.
Gemäß ÖBB-Fahrplan S60 und Umsteigen in Hütteldorf. Ausgezeichnete Verbindung.

das allerhirnverbrannteste ist, dass man keine umstiegsmöglichkeit im westen eingeplant hat.

bei wolf in der au wäre das gegangen. da hätte man einen riesenbahnhof inklusive park & ride hinstellen können, und jene, die aus dem westen wiens kommen, hätten dort per ubahn (verlängerung U4!) einsteigen können.

ich fahr sicher nicht zum hauptbahnhof, um dann wieder in den westen zu fahren.

wozu?

wer in den westen der stadt will kann in meidling auf die U6 umsteigen.

abgesehen davon fahren lediglich schnellzüge durch den tunnel. im für die stadt so wichtigen regional- und sbahn-verkehr wird der lainzer tunnel ohnehin nicht benutzt.

Wozu das alles?

Der Regionalzug verlässt den Wienerwaldtunnel in Hadersdorf und fährt über Hütteldorf (U4) zum Westbahnhof.

Es bleibt zu hoffen, dass es genügend Regionalzüge geben wird.

Im Fahrplan 2012/13 sind - soweit ich das Bahnforen entnehmen konnte - z.B. über die Neubaustrecke nur in der Hauptverkehrszeit Regionalzüge geplant. Und obwohl auf der Altstrecke Kapazitäten frei werden, wird der Regionalverkehr dort nicht nennenswert verdichtet (mangels Finanzierung von Seiten Niederösterreichs).

und wiel NÖ nicht bereit ist ein wenig Geld für ein paar Züge auszugeben, soll Wien extrem viel Geld ausgeben, um neben vorhandenen Gleisen neue zu legen?

Ich kann mich nicht erinnern, das jemals gefordert zu haben.

Ich pendle dort nicht einmal. Mir gehen nur die St. Pöltner Pendler, die Fernverkehrszüge verstopfen auf den Geist.

Das ist natürlich nicht gut, aber bevor die Stadt Wien neue Ubahngleise neben 4 bestehende Bahngleise legt und die darauf fahrenden Ubahnzüge zahlt ist es besser mit einem Viertelstundentakt bis zur Stadtgrenze auf der bestehenden Strecke zu beginnen. Irgendwann wird der Pröll schon merken, dass das nicht so schlecht ist.

Worauf wollen Sie hinaus? Sie wissen schon, von welcher Neubaustrecke die Rede ist? Wien - Tullnerfeld - St. Pölten.

U-Bahn-Gleise nach St. Pölten?

ist wohl eine frage woher man genau kommt und wo man genau hin will. es wär ja nicht so, dass von st pölten dann keine züge mehr zum westbahnhof fahren. und mit der U6 von der philadelphiabrücke geht das auch binnen minuten

6 minuten...

... mit der U6 vom bf. meidling zum westbf.

super Sache der Tunnel!

warum rot?

Dann steigst halt in Meidling aus und nimmst die U6.

Komplett wertloser Einwand.

wenn ich aber in den westen will, wäre es ratsamer, dort eine station zu machen.

die internationalen züge hielten zum großteil auch bisher in wien hütteldorf - was sehr sinnvoll ist/war für viele reisenden.

ca. 10 minuten

für meidling-hietzing mit U4+U6
für meidling-johnstraße mit U6+U3
für meidling-lainz mit S15

2 Halte bei internationalen Zügen werden für Wien wohl reichen, und die sind sinnvollerweise in Meidling und am Hbf.

Internationale Züge halten allesamt nicht in Hütteldorf. Wenn schon, dann machen das die ICs aber die ECs alle nicht.

Außer (einige) Nachtzüge.

Die sparen aber auch gerne mal Wien West aus.

Genauer gesagt nicht mehr als einer (München-Budapest), und das deswegen, weil der für Wien ohnehin nicht relevant ist und es sich einfach nicht rentiert. Wer wirklich darauf angewiesen ist, kann ja nach Meidling oder Hütteldorf fahren.

Manche ja.

ja, aber......gibt's überhaupt schon eine Genehmigung von der Kronenzeitung?

hoffentlich hört man dann keine Lärm von unten, so wie bei den U-Bahnen, die ein ganzes Haus erschüttern.

Lärmschutz ist eine ernste Angelegenheit!!!

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