Kolumbien: Guerilla erschießt Ex-Miss Colombia und Ehemann

26. Juni 2003, 19:15
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Doris Gil war im Dezember entführt worden

Bogota - Kolumbianische Rebellen haben erneut zwei ihrer Entführungsopfer erschossen, nachdem sie auf anrückende Regierungssoldaten aufmerksam geworden waren. Bei den Opfern handle es sich um die kolumbianische Schönheitskönigin von 1957, Doris Gil, und deren Mann, den Unternehmer Helmut Bickenbach, teilten die Behörden am Dienstag (Ortszeit) in Bogota mit. Soldaten fanden die Leichen nahe der Ortschaft La Palma in der zentral gelegenen Provinz Cundinamarca. Das Ehepaar war im vergangenen Dezember entführt worden.

Die Mitglieder der linksgerichteten "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) haben nach Angaben ihrer Führung strikte Anweisung, Geiseln bei Befreiungsversuchen sofort zu töten. Im Mai waren der frühere Verteidigungsminister Gilberto Echeverry und der Gouverneur der Provinz Antioquia, Guillermo Gaviria, sowie acht weitere Militärangehörige bei einem Befreiungsversuch von ihren Entführern erschossen worden.

17 Tote bei Guerilla-Angriff

Bei einem Überfall von Guerilleros in Nordkolumbien sind zwölf Soldaten und fünf Rebellen ums Leben gekommen. Ein Kommando der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) habe am Dienstag im Staat Bolivar einen Militärkonvoi angegriffen, der einen Handelstransport begleitet habe, teilte ein Militärsprecher mit. Acht Soldaten seien verletzt worden. Die FARC führen seit 39 Jahren einen Bürgerkrieg gegen die Regierungstruppen und rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen. (APA/dpa/AP)

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