Guter Start für Koubek und Melzer

25. Juni 2003, 14:39
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Lockere Siege gegen Christophe Rochus und den gesetzten Gonzales - Die nächsten Gegner heißen Roger Federer und Jonas Björkman

London - Beide ÖTV-Herren haben bei den 117. All England Championships in Wimbledon die zweite Runde erreicht. Nach dem Viersatz-Sieg von Stefan Koubek gegen den Belgier Christophe Rochus gewann auch Jürgen Melzer sein Erstrundenspiel gegen den Chilenen Fernado Gonzalez.

Koubek souverän

Koubek hatte relativ problemlos die zweite Runde erreicht. Der Kärntner schlug den Belgier Christophe Rochus in 1:38 Stunden mit 4:6,6:3,6:3,6:1, trifft aber nun auf den Schweizer Roger Federer, der nach dem Sensations-Out von Lleyton Hewitt zum noch größeren Turnierfavoriten avanciert ist.

20 Minuten Anlaufphase

20 Minuten benötigte Koubek um sich auch in einem Match auf das Rasen-Spiel einzustellen. Das war gleichbedeutend mit dem Verlust des ersten Satzes. Ab dann aber machte Koubek mit seinem nur 1,70 m großen Gegner kurzen Prozess und ließ Rochus keine Chance mehr.

Selbstsicherer Koubek

"Am ersten Tag ist der Unterschied zu den Trainingsplätzen immer wieder erstaunlich groß. Deshalb habe ich eine Zeit gebraucht", erklärte Koubek seinen Langsam-Start. "Außerdem sind ihm da auch einige Winner gelungen. In Summe habe ich aber gewusst, dass ich auf Rasen der bessere Spieler bin und die Partie nicht verlieren kann", sagte Koubek.

Nun gegen Federer

Ganz Anderes kommt nun in Runde zwei auf ihn zu. "Federer ist für mich bei jedem Grand Slam Mitfavorit und hier besonders", machte Koubek klar, dass er sich selbst in dieser Partie gegen den Weltranglisten-Fünften als Außenseiter fühlt. "Sein Spiel ist für Rasen prädestiniert, ich bin in dieser Partie Außenseiter", weiß auch Koubek. Seine Hoffnung: "Er verliert immer wieder gerne bei großen Runden in der Anfangsphase. Wenn man ihn schlagen kann, dann am ehesten noch in einer der Anfangsrunden."

Melzer bezwang Nummer 19

Jürgen Melzer Der Junioren-Wimbledon-Sieger von 1999 war gegen den als Nummer 19 gesetzten Chilenen Fernado Gonzalez in den ersten zwei Sätzen souverän, machte viel Druck und war bei den eigenen Aufschlagspielen praktisch unantastbar. Auch der dritte Satz hätte schneller zu Ende sein können. Der Niederösterreicher hatte bei 5:3 und 0:40 eine heikle Situation zu überstehen und lag auch im Tiebreak schon mit 1:4 zurück. Nach 1:43 Stunden verwertete Melzer den dritten Matchball mit einem Ass.

Melzer gegen Björkman

Dort hat er eine fast ähnlich schwere Aufgabe wie Koubek vor sich. Melzer trifft auf den Schweden Jonas Björkman, der den Tschechen Petr Luxa ebenfalls klar abfertigte, ein extrem starker Aufschläger und einer der weltbesten Spieler im Doppel ist. 30 Turniersiege im Doppel hat der 31-jährige Daviscupsieger von 1998 bereits gefeiert, darunter im Vorjahr mit Todd Woodbridge in Wimbledon.(APA)

  • Jürgen Melzer erfüllte zum Auftakt die Ewartungen.

    Jürgen Melzer erfüllte zum Auftakt die Ewartungen.

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