Koubek nun gegen Favorit Federer

23. Juni 2003, 20:13
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Stefan Koubek schlug Christoph Rochus in vier Sätzen und trifft auf den als Nummer vier gesetzten Schweizer

London - Stefan Koubek hat am Montag in Wimbledon relativ problemlos die zweite Runde erreicht. Der Kärntner schlug den Belgier Christophe Rochus in 1:38 Stunden mit 4:6,6:3,6:3,6:1, trifft aber nun auf den Schweizer Roger Federer, der nach dem Sensations-Out von Lleyton Hewitt zum noch größeren Turnierfavoriten avanciert ist.

Erster Satz zum Eingewöhnen

20 Minuten benötigte Koubek um sich auch in einem Match auf das Rasen-Spiel einzustellen. Das war gleichbedeutend mit dem Verlust des ersten Satzes. Ab dann aber machte Koubek mit seinem nur 1,70 m großen Gegner kurzen Prozess und ließ Rochus keine Chance mehr.

"Am ersten Tag ist der Unterschied zu den Trainingsplätzen immer wieder erstaunlich groß. Deshalb habe ich eine Zeit gebraucht", erklärte Koubek seinen Langsam-Start. "Außerdem sind ihm da auch einige Winner gelungen. In Summe habe ich aber gewusst, dass ich auf Rasen der bessere Spieler bin und die Partie nicht verlieren kann", sagte Koubek.

Rolle des krassen Außenseiters

Ganz Anderes kommt nun in Runde zwei auf ihn zu. "Federer ist für mich bei jedem Grand Slam Mitfavorit und hier besonders", machte Koubek klar, dass er sich selbst in dieser Partie gegen den Weltranglisten-Fünften als Außenseiter fühlt. "Sein Spiel ist für Rasen prädestiniert, ich bin in dieser Partie Außenseiter", weiß auch Koubek. Seine Hoffnung: "Er verliert immer wieder gerne bei großen Runden in der Anfangsphase. Wenn man ihn schlagen kann, dann am ehesten noch in einer der Anfangsrunden."

Federer hat freilich noch nie ein wirklich wichtiges Zweitrunden-Match verloren. "Aber man kann nie sicher sein, dass es auch in Runde zwei so klappt. Koubek muss auch ganz gut gespielt haben, wenn man sich das Ergebnis anschaut", sagte Federer. Aber auch er weiß: "Ich habe ihn zuletzt in München auf eins und zwei geschlagen und auch bei den Hartplatz-Turnieren gegen ihn klar gewonnen. Ich bin Favorit, speziell hier auf Rasen." (APA)

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    Stefan Koubek im Tennis-Mekka

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