Italien: Frattini für "Belohnung" kooperationswilliger Herkunftsländer

23. Juni 2003, 16:18
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Italienischer Außenminister will mit höheren Einwanderungsquoten Staaten zu restriktiverer Flüchtlingspolitik bewegen

Syrakus/Rom - Der italienische Außenminister Franco Frattini hat eine "Belohnung" für all jene Herkunftsländer vorgeschlagen, die potenzielle Flüchtlinge auf eigenem Territorium von der Überfahrt nach Italien abhalten. Für solche Länder könnten etwa die regulären Einwandererquoten erhöht werden, sagte Frattini in einem Interview mit dem "Corriere della Sera" (Montagsausgabe).

Der Minister lobte die Anstrengungen Ägyptens, Flüchtlingsschiffe bereits bei der Fahrt durch den Suez-Kanal zu identifizieren. Von Tunesien und Libyen forderte Frattini ebenfalls verstärkte Anstrengungen. Seit Anfang des Monats kommen in Italien beinahe täglich Boote mit Flüchtlingen an. Am Montag wurde ein Schiff mit rund 150 Flüchtlingen aus Ostafrika in den Hafen Porto Palo geleitet. Zwei mutmassliche Schlepper wurden festgenommen, die Flüchtlinge in ein Auffanglager gebracht.(APA)

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