Samstag: 2003 Gewinn "leicht zweistellig"

23. Juni 2003, 17:23
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BA-CA general ist "optimistisch, ein vernünftiges Wachstum zu erreichen" - Steigerung des Ost-Gewinnbeitrags von 29 auf 38 Prozent bis Ende 2006

Wien - Unmittelbar vor dem für 9. Juli stattfindenden Börsegang hat der Vorstand der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) sein bisheriges Ziel bestätigt, im Gesamtjahr 2003 ein höheres Vorsteuerergebnis zu erzielen. Nach Aussagen von BA-CA-Chef Karl Samstag könnte der Gewinnzuwachs heuer sogar "leicht zweistellig" ausfallen.

"Wir sind optimistisch, ein vernünftiges Wachstum zu erreichen", sagte Samstag am Montag vor Journalisten in Wien.

Das Ergebnis des ersten Quartals, in dem die im HypoVereinsbank-Konzern für Österreich und Osteuropa zuständige BA-CA ihren Vorsteuergewinn (EGT) um 29,4 Prozent von 118 auf 153 Mio. Euro gesteigert hatte, bezeichnete er als "in line" und "im Rahmen des Budgets". Auch die Monate April und Mai seien in dieser Konfiguration gelegen.

"Gut unterwegs"

Das Quartals-Ergebnis könne zwar nicht mal 4 auf das Gesamtjahr multipliziert werden. Bisher sei man jedenfalls "gut unterwegs", so der Bankchef, ohne konkrete Planzahlen für heuer zu nennen. 2002 hatte der HVB-Teilkonzern einen um 23 Prozent rückläufigen EGT-Gewinn von 504 (nach 655) Mio. Euro hinnehmen müssen.

Bis Ende 2006 hat die BA-CA vier Finanzziele formuliert. Demnach wird beim Verhältnis von Kreditrisiko zu Zinsüberschuss (Risk/Earnings-Ratio) ein Wert von 20 (zuletzt 23) Prozent angepeilt. Die Cost/Income-Ratio (Verhältnis von Kosten zu Ertrag) soll bis dahin von 69,3 Prozent (2002) auf 63 Prozent verbessert werden, die Kernkapitalquote (Tier 1 Ratio) von 6,8 auf 7 Prozent.

Gewinnbeitrag der Osttöchter angehoben

Der Gewinnbeitrag der Osttöchter soll bis Ende 2006 vor Steuern von 29 Prozent (2002) auf 38 Prozent angehoben werden. Im Emissionsprospekt wird zur Riskenlage jedoch einschränkend festgehalten: "Wenn unsere CEE-Banktochtergesellschaften hinter der erwarteten Entwicklung zurückbleiben, könnte dies zu einer Abschreibung der Buchwerte (insbesondere des Firmenwerts) dieser Banktochtergesellschaften mit entsprechenden nachteiligen Auswirkungen auf unsere Erträge führen und zur Folge haben, dass wir unser Ziel, den Beitrag des CEE-Segments zu unserem Jahresüberschuss vor Steuern bis 2006 auf 38 Prozent zu erhöhen nicht erreichen."

Derzeit drückten in Zentral-Osteuropa sinkende Zinsen "unsere Zinsmargen, was durch höhere Provisionserträge und eine niedrigere Risikovorsorge vermutlich nicht im vollen Umfang kompensiert werden kann", heißt es dazu im Prospekt weiter. Der Vorstand hat aber keine Sorge, dass die im Prospekt genannten Risiken wirklich eintreten. Vorstandschef Samstag bezeichnete den Markt Ost- und Zentraleuropa als "die" Wachstumsstory weltweit schlechthin.(APA)

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