Kyoto-Preise für Chemiker, Physiker und ... Puppenspieler

23. Juni 2003, 13:13
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Dotiert mit jeweils 400.000 Euro

Neuss/Nordrhein-Westfalen - Die hoch dotierten Kyoto-Preise für Wissenschaften und Künste gehen in diesem Jahr an einen Chemiker und an einen Astrophysiker aus den USA sowie an einen japanischen Puppenspieler. Die mit rund 400.000 Euro pro Kategorie ausgestatteten Auszeichnungen, die neben dem Nobelpreis zu den höchstdotierten Ehrungen gehören, sind 1984 von dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera, Kazuo Inamori, gestiftet worden. Die diesjährigen Preisträger gab eine Sprecherin der Deutschland-Niederlassung des Unternehmens am Montag in Neuss (Nordrhein-Westfalen) bekannt.

Der amerikanische Chemiker George McClelland Whitesides (63) werde für seine wichtigen Grundlagenforschungen geehrt, bei denen er durch die Vernetzung von Biochemie, organischer Chemie, Ingenieurwissenschaften und Nanotechnologie Pionierarbeit auf dem Gebiet der Mikrofertigungstechnik geleistet habe, hieß es. Der emeritierte Astrophysiker Eugene N. Parker (76) bekomme den Preis für seine grundlegenden Arbeiten zum Verständnis der Sonnen-Korona, der Solarwinde sowie der Magnetfelder von Erde und Sonne.

Der japanische Puppenspieler Tamao Yoshida gilt in seiner Heimat als "lebende Legende" des traditionellen Bunraku-Spiels. Bei dieser alten Theater-Form, die der 84 Jahre alte Künstler kultiviert und einem breiten Publikum verständlich gemacht habe, werden bis etwa 1,50 Meter große Puppen benutzt. Die Auszeichnungen sollen am 10. November in der japanischen Stadt Kyoto überreicht werden.(APA/dpa)

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