Sicherheitstipps für Baderatten

23. Juni 2003, 12:45
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Achtzig bis neunzig Menschen ertrinken jedes Jahr in Österreich - meistens infolge Selbstüberschätzung

Wien - Achtzig bis neunzig Menschen ertrinken nach Angaben des Instituts "Sicher Leben" jährlich in Österreich. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, aber auch erwachsene Männer. So ertranken im Jahr 2001 bei 82 Toten insgesamt 56 männliche, aber "nur" 26 weibliche Personen.

Dem Institut zufolge ist dies oft auf Selbstüberschätzung zurückzuführen. Ermüdungserscheinungen, Krämpfe und Kreislaufprobleme werden ignoriert - eine Sorglosigkeit, die ohne Hilfe in der Nähe tödlich enden könne.

Bäder und Biotope einzäunen

Eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen ist die richtige Absicherung offenen Wassers. Kleinkinder können schon bei einer Wassertiefe von dreißig Zentimeter ertrinken, warnte das Institut. Schwimmbäder und Biotope sollen daher ausreichend hoch eingezäunt werden. Zudem dürfen in der Nähe von Gewässern Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt lassen.

Für das Baden gelten darüber hinaus einige Regeln, die man unbedingt beachten sollte, wenn man die Zeit am und im Wasser unbeschwert genießen will. Der Landesverband Niederösterreich der Wasserrettung hat einige Regeln erstellt:

  • Körperliche Gesundheit ist Voraussetzung. Wer krank ist, darf nicht baden - und nach schweren Erkrankungen nur mit ärztlicher Erlaubnis. Vor dem Baden ist auf Alkohol und Nikotin zu verzichten.

  • Die Badeordnung ist zu beachten.

  • Duschen und Abkühlen vor dem Gang ins Wasser. Damit passt man sich der Wassertemperatur an. Diese sollte beim Schwimmen mindestens 16, besser jedoch 18 Grad betragen.

  • Bei Kältegefühl ist das Wasser zu verlassen, da sonst die Gefahr eines Krampfes besteht.

  • Bei Ohrenerkrankungen auf das Springen und Tauchen verzichten.

  • Mit überfülltem Magen sollte man nicht schwimmen. Nach einer Hauptmahlzeit sollte man mindestens eine Stunde warten.

  • Zu lange Sonnenbäder sind ebenfalls zu vermeiden. Vor allem ist es nicht empfehlenswert, nach einem ausgedehnten Sonnenbad überhitzt ins Wasser zu gehen.

  • Man sollte sich weiters nicht zu viel zumuten und auch andere nicht zu Waghalsigkeiten verleiten.

  • Nicht in unbekannte Gewässer springen und Vorsicht beim Wildbaden.

  • Achtung auf Gefahren im Erlebnisbad - Vorsicht bei Wasserrutschen. (APA)
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Sieht zwar heiß aus - aber bitte nicht unter allen Umständen als Beispiel nehmen.

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