Schloss Ambras erhält Besuch aus Dresden

  • Ein "Wagenwegmesser" (1584) aus dem Mathematisch-Physikalischen Salon der Kunstsammlungen Dresden
    foto: khm

    Ein "Wagenwegmesser" (1584) aus dem
    Mathematisch-Physikalischen Salon der Kunstsammlungen Dresden

Gemeinsame Ausstellung der Kunstkammern der Renaissance-Sammler August von Sachsen und Ferdinand II.

Innsbruck  - Objekte aus den Kunstsammlungen von August von Sachsen aus Dresden und dem Habsburger Erzherzog Ferdinand II. werden bis 23. September erstmals gemeinsam im Innsbrucker Schloss Ambras ausgestellt.

Die aus der Renaissance stammenden Leihgaben aus Dresden sowie ausgewählt Stücke aus Ambras wurden am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. "Der besondere Reiz dieser Ausstellung liegt darin, diese beiden Sammler des 16. Jahrhunderts zu vergleichen und einander gegenüber zu stellen", erklärte Veronika Sandbichler, Direktorin der Sammlungen Schloss Ambras. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der fürstlichen Kunstkammern sollen auf diese Weise deutlich gemacht werden.

Kurfürst August von Sachsen begann um 1560 im Dresdner Residenzschloss eine Sammlung von Kunstgegenständen und Prunkwerkzeugen einzurichten. Sein Sohn Christian I. erweiterte diese zu einer typischen Kunstkammer des 16. Jahrhunderts. Unter den rund 65 in Schloss Ambras ausgestellten Leihgaben befinden sich unter anderem das originale Bräutigamskleid, das August bei seiner Hochzeit mit Anna von Dänemark trug oder etwa Prunkgefäße aus Edelserpentin sowie Korallenschalen und -bestecke.

Die Kunstkammer auf Schloss Ambras wurde von Erzherzog Ferdinand II. in den 1570er Jahren begründet. Sie zählt zu einer der wenigen am Entstehungsort und in den originalen Museumsräumen erhaltenen Kunst- und Wunderkammern der Renaissance. Die Sammlungsbestände, zu denen Korallen, Glasarbeiten oder Holz- und Elfenbeindrechselarbeiten zählen, spiegeln die Interessen des Erzherzogs wieder.   (APA, 13.6.2012)

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