Biokichererbsen

14. Juni 2012, 17:20
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Diese knubbelige Hülsenfrucht erweist sich bei näherer Betrachtung als äußerst facettenreiches Nutzpflänzchen

Kichererbsen sind nicht lustig! Das Wort kommt vom Lateinischen "cicer" für "Erbse" - auch der Name des Römers Cicero (alles andere als ein Erbsenhirn) leitet sich offenbar daher ab. Die knubbelige Hülsenfrucht ist eine der ältesten Nutzpflanzen überhaupt, kulinarisch extrem vielseitig und aus den Küchen des Mittelmeerraums nicht wegzudenken - von der Nizzaer Soca zum madrilenischen Cocido, vom toskanischen Baccalà e ceci zur marokkanischen Tajine, vom venezianischen Oktopus-Salat zu den knusprig-fetten Panisses aus Marseille und von Falafel bis Hummus sowieso: ohne Kichererbsen geht gar nichts.

Vielleicht ein Hinweis, sie auch in unseren Breiten wieder zu entdecken - speziell, weil diese hier nicht nur ganz kommod aus der Dose kommen (noch dazu aus Bio-Landbau), sondern auch fast wie selbstgekocht schmecken: keine Spur von jener dosentypischen Muffigkeit, die einem sonst leicht die Lust verdirbt. Mit Makrele (ebenfalls aus der Dose), Fenchel und Jungzwiebel sowie viel gutem Olivenöl und etwas Zitronensaft und -schale zum Beispiel ist das ein herrlich schnelles Mahl. Und gut! (Severin Corti, Rondo, DER STANDARD, 15.06.2012)

  • Bio.k.-Kichererbsen, Dose (400 g) € 0,99 bei Zielpunkt.
    foto: hersteller

    Bio.k.-Kichererbsen, Dose (400 g) € 0,99 bei Zielpunkt.

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