Die Rückkehr des Hawaiihemds

17. Juni 2012, 19:17
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Männer greifen wieder zum "am meisten gefürchteten Kleidungsstück der Männergarderobe" - Warum man das nicht einfach so hinnehmen sollte

Es ist an dieser Stelle schon einiges über Hemden zu lesen gewesen, vor allem über solche mit kurzen Ärmeln. Nachdem vergangene Woche eine große deutsche Zeitung ihren Stilteil mit der Überschrift schmückte "Männer, es ist wieder Zeit fürs Hawaiihemd!", kommen wir nicht darum herum, uns neuerlich ein paar Gedanken zum Thema zu machen. Das laut Welt "am meisten gefürchtete Kleidungsstück der Männergarderobe", sprich das Hawaiihemd, ist wieder da, und wie zur Abschreckung wird ein Dialog aus den Simpsons zitiert. Homer: "Marge, unser Sohn hat heute ein Hawaiihemd getragen! So was tragen nur Schwule oder dicke Teddybären! Und Bart sieht nicht aus wie ein dicker, fetter Teddybär!" Marge: "Und du darfst deshalb Hawaiihemden tragen?" Homer: "Genau."

It was Acceptable in the 80's

Was man aus diesem Dialog lernen kann? Das Tragen von Hawaiihemden scheint gewissen Gruppierungen vorbehalten zu sein, sprich Männern mit abgespreizten Zeigefingern oder mit Fell und Wampe. Wehe, es erdreistet sich jemand, der all das nicht hat, es ihnen nachzumachen. Er bringt das Weltbild der Hawaiihemdenträger durcheinander. Genau das scheint derzeit zu passieren. Männer, die bisher in dieser Thematik unbescholten waren, greifen zum Kurzarmhemd mit tropischen Mustern. Offensichtlich handelt es sich dabei um einen Akt der Subversion.

Das sollte man nicht einfach hinnehmen: Teddys und Schwule, verbündet euch! Es geht um nichts weniger als euer Hawaiihemd. Es sollte das eure bleiben! (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 15.6.2012)

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    Das laut Welt "am meisten gefürchtete Kleidungsstück der Männergarderobe", sprich das Hawaiihemd, ist wieder da.

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