Gesundheitsreform: "Das bringt Dynamik ins System"

Interview | Marie-Theres Egyed
14. Juni 2012, 10:07
  • "Ich mag einmal von der Ärztekammer etwas hören außer ein Nein. Wir brauchen Organisationsmodelle, wo Arztpraxen länger offen haben und 
eine bessere Versorgung im niedergelassenen Bereich gewährleistet ist, 
mindestens so lange wie auch der Billa offen hat"
    foto: der standard/cremer

    "Ich mag einmal von der Ärztekammer etwas hören außer ein Nein. Wir brauchen Organisationsmodelle, wo Arztpraxen länger offen haben und eine bessere Versorgung im niedergelassenen Bereich gewährleistet ist, mindestens so lange wie auch der Billa offen hat"

Gesundheitsökonom Köck erklärt, warum die Reform ein großer Wurf ist und nur mit ELGA effektiv wäre

"Natürlich kann man es besser machen und die Finanzierung ganz neu regeln", sagt der Gesundheitsökonom Christian Köck im Gespräch mit derStandard.at. Warum er die Gesundheitsreform trotzdem für einen Meilenstein hält und warum Arztpraxen solange offen haben sollen "wie der Billa", erklärte er Marie-Theres Egyed.

derStandard.at: Wie bewerten Sie die am Mittwoch präsentierte Gesundheitsreform?

Köck: Die Gesundheitsreform ist ein Meilenstein. Die zentrale Steuerung wird von Experten schon seit Jahrzehnten gefordert. Aufgrund der föderalen Struktur in Österreich haben wir eine historisch gewachsene Situation mit "perversen" Finanzierungsanreizen. Patientenströme werden in einer Weise gelenkt, das hat nichts mit Qualität oder mit Gesundheitsversorgung zu tun, sondern nur mit der Finanzierung. Das passiert, weil es sich für den Zahler mehr rechnet. Deswegen muss das aus einer Hand sein, auch wenn es ein virtueller Topf ist.

derStandard.at: Was ist der virtuelle Topf?

Köck: Die Finanzierungszusammenhänge werden virtuell zusammengezählt. Es gibt ein bestimmtes Ausgabenvolumen von 20 Milliarden, das steht zur Verfügung. Die unterschiedlichen Finanzierungspartner - Bund, Länder und Sozialversicherungsträger - einigen sich darauf, dass sie gemeinsam festlegen, wie viel jeder trägt, und dass dann für die einzelnen Länder festgelegt wird, wie das Geld aufgeteilt wird. Die Patienten sollen dann dort behandelt werden, wo sie am effizientesten und am besten behandelt werden. Ohne ELGA ist so etwas natürlich nicht sinnvoll.

derStandard.at: Warum war das Finanzierungsmodell so schwer durchsetzbar?

Köck: Wir geben in etwa zwölf bis 13 Prozent des BIP für Gesundheitsversorgung aus. Wir reden immer von Gesundheitskosten. Kosten sind es aber nur aus der Sicht von Sozialversicherungsträgern, Bund und Ländern. In Wirklichkeit sind Gesundheitseinnahmen ein großer Sektor der Volkswirtschaft. Jede kleine Veränderung in dem Finanzierungsspiel bedeutet Verluste bei manchen Gruppen und Gewinne bei anderen Gruppen. Das macht es schwer reformierbar.

derStandard.at: Inwiefern?

Köck: Die Krankenhäuser sind in den Gemeinden in den Bundesländern oft bei weitem die größten Arbeitgeber. Wenn sich Leistungen vom Krankenhaus in den niedergelassenen Bereich verschieben, bedeutet das, dass mittelfristig die Existenz mancher Krankenhäuser fraglich ist.

Man hat sich auf eine ergebnisbezogene Steuerung des Gesundheitswesens geeinigt, weg von einer ressourcenbezogenen Steuerung. Dabei geht es um die Frage, welche Gesundheitsziele erreicht werden sollen und was dafür ausgegeben wird. Dort, wo sie am besten erzielt werden kann, soll die medizinische Leistung erfolgen. Das bringt eine Dynamik in das System. Das ist den unterschiedlichen Beteiligten auch nicht unbedingt recht - beispielsweise den Ländern. Darum ist es so schwer, sich zu einigen. Gezwungen haben uns natürlich die Wirtschaftskrise und der Sparkurs, den sich die Regierung auferlegt hat.

derStandard.at: Der Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer hat im Ö1-"Morgenjournal" die Gesundheitsreform scharf kritisiert und als "typisch österreichische Lösung" bezeichnet. Können Sie die Kritik nachvollziehen?

Köck: Nein, das kann ich nicht. Das ist für mich eine typische Haltung bestimmter Politikberater und -experten, im Out zu sitzen und zu sagen es könnte mehr sein. Richtig ist, dass es perfektere Lösungen gibt, es ist immer zu wenig. Die Frage ist, ob das politisch Mögliche erreicht worden ist und ob es gut genug ist. Natürlich kann man es besser machen und die Finanzierung ganz neu regeln: Sozialversicherung, Länder, Bund weg und alles Geld in einen wirklichen Topf stecken. Es gibt politische Realitäten. Unter den Bedingungen ist es ein großer Wurf.

derStandard.at: Es ist noch unklar, wie genau die gemeinsame Steuerung funktionieren soll. Glauben Sie an eine Umsetzung?

Köck: Ich glaube, ja. Die Verhandlungen laufen seit einem Jahr. Es haben sich alle Beteiligten aus dem Fenster gehängt, es bleibt aber der Republik nichts anderes übrig. Das Gesundheitssystem ist ein wesentlicher Teil der öffentlichen Ausgaben. Wenn wir einen allgemeinen Zugang zum Gesundheitssystem erhalten wollen, und das ist politischer Grundkonsens in Österreich, dann führt daran nichts vorbei.

derStandard.at: Was wird sich für den Patienten ändern?

Köck: Für den Patienten wird sich vieles ändern, wie der Ort der Leistungserbringung. Es wird vermutlich weniger im Krankenhaus gemacht werden und mehr im niedergelassenen Bereich. Das fordern Experten schon sehr lange. Im internationalen Vergleich sind die Länder, die ihren Schwerpunkt in der Gesundheitsversorgung auf den niedergelassenen Bereich legen, die besseren Gesundheitssysteme.

Spitalsambulanzen sollen nicht länger Auffangbecken für die Patienten sein, die im niedergelassenen Bereich nicht versorgt werden, weil Freitag oder ein Fenstertag ist. Mittelfristig wird es deutlich weniger Krankenhäuser geben, weil wir Leistungen in den niedergelassenen Bereich verschieben. 

Jahrzehntelang haben wir den Menschen eingeredet, dass ein Krankenhaus in der Nähe die beste medizinische Versorgung bedeutet. Tatsächlich stimmt das nur, wenn Größe und Frequenz der Behandlungen gute Qualität ermöglichen. Ist das nicht der Fall ist eine gut organisierte Gemeinschaftspraxis und ein Gesundheitszentrum außerhalb des Krankenhauses besser. Dafür brauchen wir weniger Krankenhäuser, aber die müssen spezialisiert sein. Das ist ein internationaler Trend, wie auch in den Niederlanden, in Dänemark und Norwegen.

derStandard.at: In der Gesundheitsreform sind finanzpolitische Ziele formuliert. Warum wurde nicht die Verschiebung vom stationären in den niedergelassenen Bereich festgelegt?

Köck: Das wird eine Folge sein. Hier wurden drei Dinge vereinbart. Einerseits die Kostendeckelung mit einer Steigerung von 3,6 Prozent. Das Zweite ist die Umstellung von einer ressourcenbezogenen Finanzierung zu einer ergebnisbezogenen Finanzierung, wo Gesundheitsziele und Qualitätskriterien festgelegt werden. Der dritte Punkt ist die virtuelle Aufrechnung der Finanzierungsgrenzen, die es zwischen den Zahlern gibt. Das ist alles ein Topf, es werden Qualitätsparameter geprüft und dorthin gezahlt, wo es am besten wirkt. Der Unterpunkt sind die Sanktionen. Finanzierung, Deckelung und Qualitätsmessung sind die Kernpunkte, das wird zu einer Verschiebung in der Versorgung führen.

derStandard.at: Die Ärztekammer hat den Entwurf scharf kritisiert. Kam das für Sie überraschend?

Köck: Nein, die Ärztekammer hat bis jetzt keiner Gesundheitsreform etwas abgewinnen können. Wenn der Präsident Dorner sagt, das ist eine reine finanzpolitische Reform, dann ist das zwar zum Teil richtig, aber es geht auch um qualitätsbezogene Steuerung, und das müsste der Ärztekammer ein Anliegen sein. Es geht darum, möglichst viel Geld ins System zu bekommen. Natürlich geht es ihnen um ein möglichst großes Umsatzvolumen. Das ist auch völlig legitim. Doch dann möge die Ärztekammer einmal einen Vorschlag machen, wie der Staat sein Gesundheitssystem mit den vorhandenen Mitteln aufrechterhalten kann. Ich mag einmal von der Ärztekammer etwas hören außer ein Nein. Wir brauchen Organisationsmodelle, wo Arztpraxen länger offen haben und eine bessere Versorgung im niedergelassenen Bereich gewährleistet ist, mindestens so lange wie auch der Billa offen hat -in welcher Organisationsform auch immer. Einmal soll die Ärztekammer einen konkreten Vorschlag machen, außer mehr Geld zu fordern. (Marie-Theres Egyed, derStandard.at, 14.6.2012)

Christian Köck ist Universitätsprofessor und Gesundheitsökonom. Er war Bundessprecher des Liberalen Forums und ist im Management der Health Care Company.

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ich wäre ja ein Fan von Gruppenpraxen ...

leider gibt es diese in unserem Bezirk nicht.

Da könnte man dann endlich die Arzthelferinnen/Bürokratie orderntlich organisieren.

Denn bei unseren aktuellen Ärzten ist es meist so, daß man 45 Minuten!!! zwischen 20 Pensionisten bei der Arzthelferin ansteht um eine Nummer zu bekommen ... und dann wartet man 15 Minuten um dran zu kommen (denn die 20 Pensionisten wollten ja nur ihre 99 täglichen Medikamente verlängert bekommen).

Hach, wäre ein eigener "check-in" für Leute, die die Ärztin sehen wollen toll!!

Das ist AUCH ein Grund, warum ich viel lieber ins Spital gehe als zu den niedergelassenen Ärzten ...

Das ist zu 100% Schuld der Krankenkasse !!

Die nur Kleinpackungen der Medikamente zahlt !!

Gäbe es Großpackungen für chronisch Kranke (wie in D), wären die Wartezimmer leer ...

Ganz tolle Ideen

Warum studiert jemand Medizin und wird nicht zB Greissler? Weil es bis dato NOCH ein attraktiver Beruf war.
Aber nicht weil bis mindestens 24 kein Geld verdient wird,'Telefonbücher' auswendig gelernt werden müssen,im Turnus von Routinearbeit über blutige und noch grausigere Dinge erledigt werden müssen oder Nachtdienste in denen um 2Uhr morgens 3 Tage alte Zecken entfernt oder Besoffene untersucht werden müssen,unter dem Druck nur ja nichts zu übersehen, denn das kann Leben kosten und Klagen nach sich ziehen und dann in der Ordi von den Patienten zu Recht Zeit gefordert wird, aber pro Patient eine Handvoll Euro bezahlt wird.
Macht den Arztberuf kaputt, aber wer wird dann noch studieren?Sicher nicht die Gscheiten. Was sind uns Ärzte wert?

ich wäre auch durchaus dafür, die Ausbildung für prakitsche Ärzte massiv zu verkürzen

Denn die meisten Fälle sehen doch so aus

a) "Das ist ein Virus, das geht gerade um ..."
b) man zückt den Überweisungsblock zum Fachartz
c) man liest Dosierungsbestimmungen für Medikamente nach.

Aus Sicht der Kosteneffizient und Kundenbetreuung könnte man "Allgemeinmediziner" in einer 5jährigen HTL mit Matura ausbilden.

Die decken dann 70% der Fälle ab und könnten sich auf Grund der niedrigeren Kosten viel Länger Zeit für den Patienten nehmen.

Und wer wirklich Krank ist geht zu einem "wirklichen" Arzt.

Sie unterschätzen die Funktion des PA !!

Etwa 60% der Patienten sind nicht wirklich krank, sondern haben "funktionelle Beschwerden":
- Rückenschmerzen
- Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen

Die Kunst des PA ist es, diejenigen herauszufinden die an
- Bandscheibenvorfall
- Blindarmentzündung
- Hirntumor
leiden.

Das sind vielleicht aber nur 1% der Patienten !!

Ein guter PA kennt aber die simplen diagnostischen "Tricks", wie man diese "echten" Fälle herausfindet. Ein schlechter PA schickt "zur Sicherheit" ALLE ins Labor, ins Röntgen, zum Facharzt...

In einem "Gesundheitszentrum" hat ein guter PA nichts verloren, weil er dort sich nicht auf 2000 Patienten beschränken kann, die er über Jahrzehnte betreut, sondern 20 000 nur je einmal sehen wird...

Nachdem es offenbar eh nicht mehr um die sache geht....

vielleicht kann ich nicht sinnerfassend lesen, aber einen termin organisier ich mir allerweil noch eher

LOL

Kann mir richtig bildhaft vorstellen, wie Ärztekammerfunkiontionäre mit Schaum vor dem Mund das Interview gelesen haben. Und dann auch noch der letzte Satz!^^

Für das habt Ihr Euch eh noch recht beim Trollen zurückgehalten, Docs! ;)

am knochenkolloquium oder der studieneingangsphase gescheitert?

neid ist was schiaches, und der sabbert ihnen aus diesem posting nur so raus.

klar

weil Kammerfunktionäre die Interessen ihrer Mitglieder vetreten.
Natürlich kann man Ordis länger offen lassen, kostet aber Geld (Personal, Betriebskosten, etc..)
Aber das Problem wird sich von selber lösen, weil die abwandern werden :-)
Glauben Sie denn wirklich, die Bezahlung ist so super? Die Anzahl der Bewerber von Ordinationen geht massiv zurück, am Land stehen Ordis frei .

DAS WIRD DAS ERGEBNIS VON KÖCK SEIN- DIE ÄRZTE WERDEN EBEN NICHT MEHR VERFÜGBAR :-D

Der nächste Ärztemangel kommt bestimmt :-D spätestens ab der Pensionierungswelle der geburtenstarken Jahrgänge.
Dann kann der Schwätzer Köck Ärzte aus Indien importieren.

Sorry, das war als antwort an clemo weiter unten gedacht...

Kann man ändern

Natürlich kann man das ändern. Wie bei billa. Mit schnell aufgebackenen fertigsemmeln -verzeihung: brötchen. Und soll ihnen auch der installateur und der mechaniker und ihr friseur ausserhalb ihrer eigenen arbeitszeit zur verfügung stehen? Die denken nicht dran. Der doktor soll das aber schon? (wir reden nicht vom notfall). Wieso eigentlich?

bumsti. hier ist die Z wieder kräftig am werk...

erlaubt ist nur folgendes: hr köck ist professor und genie per se. alles, was aus seinem mund kommt, hat als unbestreitbare lehrmeinung zu gelten. amen...

beispiel aus der realität: frau mittleren alters leidet an akuten bauchkrämpfen, praktischer arzt schickt sie zu ultraschall und blutabnahme, ergebnis gallensteine. überweisung an die chirugie im krankenhaus in wien, was wird dort gemacht: blutabnahme und ultraschall. obwohl die vorliegenden befunde genau einen tag alt sind! das läuft seit jahrzehnten so, daran werden weder ein herr köck noch elga was ändern. das ist systemimmanent. und ich kann die ganzen gscheitredner alle nicht mehr hören. von tuten und blasen keine ahnung, aber immer die klappe scheunenweit offen. egal ob köck, wehsely, frau pilz, herr bachinger: gehts endlich einmal was echtes hackeln!

warum kann ich nicht 10 gründe stricherl vergeben?

dazu passend der buchtipp:

"Die Stunde der Dilettanten: Wie wir uns verschaukeln lassen" von Thomas Rietzschel.

"mindestens so lange wie auch der Billa offen hat" - als vorbild nehmen wir da den am praterstern. mo-so von 7-22 uhr. macht dann 105 stunden pro woche.
ich gehe davon aus, dass dieser herr in seinem leben keine einzige minute mit ehrlicher und anständiger arbeit verbracht hat. sonst könnte er nicht so einen schrott verzapfen...

ist ihnen nicht klar, worauf er hinauswill?
er möchte endlich mit dem haselsteiner "gesundheitszentren" aufmachen, und diese mit den superlangen kundenfreundlichen öffnungszeiten rechtfertigen, und gleichzeitig über diese unmachbare wpochenarbeitszeit konventionelle ordinationen vernichten.

jetzt sind wir wieder da, wo wir 2008 mit der kdolsky und ihren ideen waren. klingen tuts anders, die sozis checken schon wieder genau nichts, und das ziel der sache ist das gleiche: big money will den ärzten eiskalt ihr geld abknöpfen.

dann sollen sie mal ihre gesundheitszentren in strukturschwachen regionen beginnen, wo man keinen landarzt hinkriegt, da können sie zeigen, was in ihnen steckt*lol*, aber dort gibts vermutlich zu wenig reibach.

muss ja kein gesundheitszentrum vom köck sein,
kann ja auch eine ordinationsgemeinschaft von drei selbständigen ärzten sein.

Einer meiner lieblings plauderquastln. der hat genau 2,3 begriffe aus NPM und verwendet die in jedem 2. satz. Das klingt sehr klug und wirkt kompetent.

Guter Kommentar

...Abstrakt gescheit sein wie andere "Experten" ist eh simpel. Sie müssen ja auch nichts umsetzen und auch die politischen und ökonomischen Konsequenzen ihrer Expertise nie tragen.

Stöger hat hier einen großen Sprung vorwärts geschafft und den finanziellen Druck den die Länder wegen ihrer selbst verschuldeten Ausgabensteigerungen gut genutzt.

Mehr könnte es immer sein... aber man muss es eben auch "auf die Erde bringen".

Einerseits die Kostendeckelung mit einer Steigerung von 3,6 Prozent.

andererseits die Ordis länger offen?
Ich hab Zweifel.
Schon jetzt machen viele Institute weniger MR als sie könnten, einfach weil sie das Mehr nicht bezahlt bekommen(Deckelung).

Öffnungszeiten

Der hr köck war immer schon lustig und weltfremd. Also, gerne halte ich meine praxis so lange offen wie"der billa" da brauch ich mehr personal aus dem arbeitszeitgesetz heraus, und das dreifache an honorar sonst geht das nicht. Und hausbesuche gibts dann natürlich keine mehr, und zwar ausnahmslos. Und viele andere dinge, aber der köck, der wirds schon wissen...........

Also es gibt auch Arztpraxen mit 5 Ärzten, die sehr lange Öffnungszeiten haben. Und genau das ist der Trend.
Aber warum man dafür das dreifache Honorar braucht, muss mir wer erklären. Es kostet sogar weniger, weil Equipment besser ausgelastet ist, der Warteraum nicht doppelt angemietet werden muss etc.

Sicher, man kann damit auch was falsch machen. Nur kann ich Ihren Argumenten nicht so ganz folgen. Irgendwelche Öffnungszeiten mit Hausbesuchen in Zusammenhang zu bringen, erscheint mir seltsam.

Der Aufwand für einen Rundumdieuhrbetrieb

ist sehr wohl höher, denn Die Arztperson kann auch nicht 24h durchhackeln und das übrige Personal braucht dann auch einen Schichtdienst. Blöderweise gibtes auch noch Arbeitnehmerrechte, die für Nachtarbeit Extrazuschläge herausgeschlagen haben....
..ach was...

Rundumdieuhr - keine Frage, dann wird es wegen Personal teurer. Aber für den allergrößten Teil reichen Öffnungszeiten von zB 07:00 bis 19:00.

Nur was wirklich notwendig ist, sollte rund um die uhr offen haben. In all den unzähligen Privatspitälern werden Kreuzbandrisse auch nicht um 02:00 Uhr morgens operiert. Vermutlich reniert das nur für die ganz wenigen allerteuersten MRTs.

und welch sind das?

arztpraxen mit 5 ärzten, die länger offen haben? mit kassenvertrag? wo gibts die? kann sich bestenfalls um ein röntgeninstitut handeln. überstunden des personals vor 8 und nach 18 uhr sind erheblich anders zu bezahlen, als die ausbeutergehälter im rewe konzern. ihr posting lässt erkennen, dass sie wenig ahnung haben, wie der hase läuft

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