Vom Weibchen entmannt, wird er zu dessen treuem Beschützer

16. Juni 2012, 18:07

Forscher stellt fest: Bei Nephylengys malabarensis sind "Eunuchen" die zähesten Kämpfer

London - Nur etwa jedes vierte Männchen der Spinnenart Nephylengys malabarensis überlebt den Geschlechtsakt - dies aber normalerweise unter dem Verlust eines oder beider Geschlechtsorgane. Wie Daiquin Li von der Universität Singapur in den britischen "Biology Letters" berichtet, sind diese "Eunuchen" (so Lis eigener Wortlaut) allerdings die besseren Kämpfer, wenn es darum geht, ihr Weibchen gegen nachfolgende Konkurrenten zu verteidigen.

Wie der Forscher beobachten konnte, bleiben diese Eunuchen beim jeweiligen Weibchen und verteidigen es gegen weitere Männchen. Ohne die auffälligen Geschlechtsorgane, die wie kleine Boxhandschuhe an den beiden kurzen Beinen am Kopf der Spinnen sitzen, scheinen sie sogar besonders effektiv zu sein. 

Selbst Hand angelegt

Der Forscher ging dieser Beobachtung nach, indem er jeweils neun Männchen eines oder beide Geschlechtsorgane entfernte und maß, wie lange die betreffenden Tiere bei ständiger Störung in Bewegung blieben. Dabei fand er heraus , dass die "Voll-Eunuchen" im Durchschnitt fast doppelt so lange durchhielten wie unoperierte Tiere. Bei den "Halb-Eunuchen" lag der Wert in etwa in der Mitte.

Der Grund für das größere Durchhaltevermögen könnte ganz einfach der Gewichtsfaktor sein, meint Daiquin Li. Immerhin machen die Geschlechtsorgane bei den Spinnenmännchen etwa neun Prozent des Körpergewichts aus. Deren Verlust dürfte für die Tiere also eine deutliche Energieeinsparung bei jeder Bewegung bedeuten. Dies könnte auch die bessere Effizienz im Kampf erklären.

Letztlich, so der Forscher, macht das Ganze auch biologisch einen Sinn: Auch wenn die Tiere nur einmal ein Weibchen begatten können, so fördern sie doch die Weitergabe ihrer eigenen Gene, indem sie anschließend andere Männchen besser von ihm fernhalten. (APA/red, derStandard.at, 16.6.2012)

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A scheener Depp

Das ist schon seit ~ Buch 3 von "Song of Fire & Ice" klar.

"Entmannt" ist ein blöder Begriff, der in der Wissenschaft nichts zu suchen hat.

Der Gewichtsfaktor der Geschlechtsorgane würde beim Menschen wohl nur in seltenen Fällen einen messbaren Faktor ausmachen :-)

Das ist schon etwas tierquälerisch würde ich sagen...zuerst die Geschlechtsorgane wegschneiden und dann terrorisieren bis das Tier zusammenbricht?

Kämpfen besser?

Na kein Wunder, wenn ihnen niemand mehr in die Eier treten kann...

Eigentlich wäre es logisch, dass Männchen, welchen bei der Begattung die Samenfabrik abhanden kommt, die allerletzte Chance auf Weitergabe ihrer Gene wesentlich härter verteidigen, als solche, die eh noch können. Wenn Spinnen logisch denken könnten. Da dies nicht der Fall zu sein scheint, wird es wohl das gerigere Kampfgewicht sein...

bei uns nennt man das "heiraten".

Als Geschiedener kann ich versprechen, die wachsen wieder nach ;)

"Wissenschaftler"

Schneiden Lebewesen die Hoden ab und probieren aus wie lange die dann Kämpfen können bis sie tot umfallen.

Da soll noch einer die bösen Aliens "grausam" nennen!

Das ist doch noch gar nichts im Vergleich dazu, was wir mit anderen Species machen:

http://www.smbc-comics.com/index.php... 2594#comic

Neun Prozent!

die Zahl des Tages.

getreu nach dem Motto:
Wie groß er beim Hartwerden wird, weiß ich nicht genau, weil ich dabei immer in Ohnmacht falle. Kein Wunder bei der riesengroßen Menge Blut, die dann meinem Kopf fehlt.

Das wären 7-8 kg.
Na ja.
Irgendwie ineffizient.

besser als keine!

Man sollte erwähnen, das die Spinnenbeine sich bewegen, wenn Blut zu- und abgeführt wird.

(Was halt zu der Bewegung führt, welches bei den meisten Menschen Angst und Ekel auslöst)
Und da ein "neuntes Bein" zu haben, das auch blutzirkuliert werden will ist schon ein Nachteil.

Vor allem, wenn das ganz anders will als die restlichen acht. :)

Sollte man bei den Menschenmännern auch so machen, sie tun ihre Pflicht, zeugen einen oder zwei Nachkommen und danach ab mit dem Zeugs, das ihnen selber und den Frauen später eh nur Ärger bringt. :-) Kein Fremdgehen mehr, sie werden dick und gemütlich und bleiben bei ihren Weibchen und das dauernde Drängen auf Sex hört auch auf. :-)))

Und dann verlassen die Weibchen diese Männchen weil sie keinen Spass mehr beim Sex haben?

Nein danke. Auf solche Spiele sollte man sich nicht einlassen. Dann schon lieber das riskante Spiel wo man selbst noch die Kontrolle hat.

Diese Art der Beschneidung gibts in Afrika schon lange

allerdings bei den Weibchen....

Ja, das ist ja das Falsche, Weibchen vergewaltigen niemanden und missbrauchen auch nur selten Kinder. Auch sexuelle Belästigungen gibts von solchen nicht. WENN SCHON, dann eher bei den Männchen also! :)

Sie

sollten etwas umsichtiger sein bei ihrer Partnerwahl...

Mein Mann, mit dem ich schon sehr lange zusammen bin, ist eine extrem seltene Ausnahme und ich bin so froh, ihn zu haben, wenn ich mir die ganzen Dödln umadum so anhöre, ansehe oder anlese! :-) Mir gehts hier nur um Diskussion, nicht - wie den meisten anderen - um frustrietes Ausdrücken der eigenen Situation!

Und welche Diskussion erwartest du mit deiner frustrierten Provokation?

Kannst nicht lesen? Ist keine frustrierte, ist einfach - wenn auch überzogen ausgedrückt - das, was ich meine. Logisch überlegt, nicht emotional herausgebellt!

Jaja. Ganz logisch ueberlegt. Troll.

Ganz ohne Emotionen und logisch ueberlegt bist du eine frustrierte Gurke. Super Aussage, oder?

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